Dienstag, 28 Mär 2017
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Kirchen -


LITERATURANGABEN

 
Über den hl. Erhard

Aus Kunst-, Kultur- und Sittengeschichte von Karl Bauer, 4. Auflage, Regensburg 1988, Seite 757; Das Jahr der Heiligen, Verlag Neumann 1965, „Geschichte und Legende“, S. 29; DIE HEILIGEN und Namenspatrone im Jahreslauf 1985, Delphin Verlag, S. 21; Geschichte des Bistums Regenburg, Mittelalter und frühe Neuzeit, von Karl Hausberger, Band II, S. 25, 53, 243 f.; HEILIGE UM UNS (1956), von Maria Kreitner, S. 112; HEILIGE und Namenspatrone im Jahreslauf, Pattloch Verlag 2001, S. 12; LEBENSBILDER AUS DER GESCHICHTE DES BISTUMS REGENSBURG, 1. Teil, Regensburg 1989, S. 38 ff.; Niedermünster Regensburg (Broschüre) 1993, S. 2 ff.; Ratisbona Sacra – Das Bistum Regensburg im Mittelalter, Verlag Schnell und Steiner, München/Zürich 1989, S. 33, 42, 51, 52, 6468, 80, 124, 126, 143 ff., 148, 168.

 
Über die hl. Agatha/Agathe

Das Jahr der Heiligen, S. 8789; HEILIGE und Namenspatrone im Jahreslauf, Pattloch Verlag 2001, S. 56/57; Schutzheilige Österreichs, Franz Attems/Johannes Koren, Pinguin-Verlag Innsbruck 1992, S. 79.

Die Pfarrkirche Zelking betreffend

Beilage zum Kirchenbeitrag St. Pölten im Mai 1989; Berichte und Mitteilungen des ALTERTHUMS-VEREINES zu Wien, Band XVII, S. 215/216; Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens, Schweickhardt, XI. Band 1838, S. 129142; Das Melk- und Manktal/Broschüre o. J. (ca. 1930); DEHIO Niederösterreich/Südlich der Donau, Teil 2, MZ 2003, S. 2789–2792; Der Bezirk Melk (Band II), Herzstück Niederösterreich, 1994, S. 121124; Der Bezirk Melk (Band III), „Kunstführer“, 1996, S. 82, 83, 86; Die Kirchlichen Kunstdenkmäler des Bistums St. Pölten – von Pater Martin Riesenhuber, St. Pölten 1923, S. 385; Die Pfarren in der Diözese St. Pölten, Teil 2 (1967), S. 462/463; Die Wachau, von Franz Eppel 1964, S. 241/242 (plus Bildteil); Die Wachau (Reisehandbuch), Leipzig 1927, S. 18; Diözesanmuseum St. Pölten 1888–1988 (Sargtafelbeschreibungen), S. 7578; Festschrift: 65 Jahre ÖKB Ortsverband Zelking 19201985, S. 7; Führer durch Niederösterreich 1949, S. 295/296; Geschichtliche Beilagen zum St. Pöltner Diözesanblatt/Zur Kirchengeschichte des Viertels ob dem Wienerwald vor 1672, Band 17 (von Dechant Alois Plesser), DASP St. Pölten 2001, S. 563590; Geschichte des Benedictiner=Stiftes Melk (Keiblinger II), Wien 1869 ff.; Geschichte des Bisthums St. Pölten, I. Band (Vorgeschichte) von Dr. Anton Kerschbaumer, 1875 ff.; HANDBUCH DER HISTORISCHEN STÄTTEN ÖSTERREICH I, 1985, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, S. 633/634; Heimatkunde des Bezirkes Melk, Ricek, Wien 1912 ff.; Heimatkundliche Beilagen (der BH-Melk) Nr. 2 vom 15. Februar 1999; Heraldisch genealogische Zeitschrift – Organ des heraldisch genealogischen Vereines „Adler“ in Wien, Dritter Jahrgang 1873 (Fortsetzung im Jahrbuch 1875), S. 79 usf.; Hippolyt-Kalender 1971, S. 112114; Hosanna in excelsis – Beiträge zur Glockenkunde 1894, S. 235/236; Kirche bunt Nr. 9 vom Februar 1994 (Der Orgelbauer Gottes/KR Edmund Warchol); Kirche bunt Nr. 50 vom Dezember 1994 (80. Geburtstag von KR Edmund Warchol); Kirche bunt Nr. 10/99 (Pf. Warchol 60 Jahre Priester); Kirche bunt Nr. 42 vom Oktober 2000 (KR Edmund Warchol verst.); Kirchenblatt 10/1977 (Bemerkenswertes aus zwei kleinen Pfarren); Kirchliche Kunst in Niederösterreich, Band 1, Wilhelm Zotti 1983, S. 370/371; NÖN-Melk Woche 14/1987 (Die Pfarren im Bezirk Melk/52); Kunstdenkmäler des Bistums St. Pölten – von P. Martin Riesenhuber 1923, S. 385; NÖN-Melk Woche 46/1991 (Lokales); NÖN-Melk Woche 48/1994 (Pfarrer Warchol 80); NÖN-Melk Woche 09/1999 (Pf. Warchol 60 Jahre Priester); NÖN-Melk Woche 41/2000 (Zelking trauert um Pfarrer Warchol); NÖN-Melk Woche 01/2001 (Pfarre Zelking erhielt Priester); NÖN-Melk Woche 38/2004, Kleinbericht über den neuen Seelsorger Mag. Pater Lukas Roitner OSB; NÖN Niederösterreich Extra vom 20. Juni 1988 (Fledermäuse stoppen Kirchen-Renovierung); Österreichische Kunsttopographie Band III, Wien 1909, S. 457463; Sagenhaftes Melktal 2004, S. 34; Tönendes Erz 1961, Andreas Weissenbäck/Josef Pfundner, S. 413.

 
Über den hl. Bartholomäus

Das Jahr der Heiligen, „Geschichte und Legenden“, Verlag Neumann 1965, S. 536538; DIE HEILIGEN IN ÖSTERREICH, S. 36/37; Die Heiligen und Namenspatrone im Jahreslauf 1985, S. 444/445; Heilige um uns, S. 48; HEILIGE und Namenspatrone im Jahreslauf, Pattloch Verlag 2001, S. 439441; SCHUTZHEILIGE ÖSTERREICHS ALS BEWAHRER UND HELFER, 1992, Pinguin-Verlag, S. 29/30.

 
Die Pfarrkirche Matzleinsdorf betreffend

Darstellung des Erzherzogthums unter der Ens, Band XI, 1838, Viertel Ober=Wienerwald, S. 147150; DEHIO Niederösterreich/Südlich der Donau, Teil 2, MZ, 2003, S. 13431345; Der Bezirk Melk (Band II), 1994, S. 116118; Der Bezirk Melk (Band III), „Kunstführer“, 1996, S. 87/88; Die Kunstdenkmäler des Bistums St. Pölten 1923 (Pater Martin Riesenhuber), S. 187; Die Pfarren der Diözese St. Pölten, Teil 1, 1966, S. 194; Die Wachau 1964 (Franz Eppel), S. 150/151; Führer durch Niederösterreich 1947, S. 295; Geschichte des Benedictiner=Stiftes Melk (Keiblinger II); Geschichtliche Beilagen zum St. Pöltner Diözesanblatt/Zur Kirchengeschichte des Viertels ob dem Wienerwald vor 1627, Band 16 (von Dechant Alois Plesser), DASP St. Pölten 2001, S. 130134; HEIMATKUNDLICHE BEILAGE zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Melk, Nr. 2, 15. Februar 1999; Hosanna in excelsis (Beiträge zur Glockenkunde) 1894, S. 127; Kirche bunt Nr. 29 vom Juli 2000 (Erweiterungsbau für die Matzleinsdorfer Pfarrkirche); Kirche bunt Nr. 50/2000 (Matzleinsdorfer Pfarrkirche jetzt größer und moderner); Kirche bunt Nr. 38/2002, „Gleichenfeier der Liebe“ – Homilie zum Evangelium/Pater Stephan OSB; Kirchliche Kunst in Niederösterreich/Band 1, Pfarr- und Filialkirchen südlich der Donau (Wilhelm Zotti) 1983, S. 224; Kirchliche Kunst in Niederösterreich (Wilhelm Zotti) – Ergänzungsband 2003, S. 18, 187; NÖ gestalten Nr. 94/2001 (Kirchenerweiterung einmal anders); NÖ gestalten Nr. 97/2002 (Ein Fest für Gewinner/Goldene Kelle); NÖN-Melk, Woche 36/1996 (Pater Stephan ist neuer Pfarrer in Matzleinsdorf); NÖN-Melk, Woche 20/2000 (Kirche sanieren & erweitern); NÖN-Melk, Woche 43/2000 (Kirche bald in neuem Glanz), NÖN-Melk, Woche 48/2000 (Weihrauch & Myrrhe); NÖN-Melk, Woche 06/2002 (Abt Georg zelebriert Gottesdienst); NÖN-Melk, Woche 26/2002 (Goldene Kelle für Zubau zur Kirche Matzleinsdorf); Sagenhaftes Melktal, S. 37; Tönendes Erz 1961, S. 362; Kirche bunt Nr. 37 2006 (Bericht über die neue Orgel und das neue Altarkreuz).

 
Über den hl. Nikolaus

Das Jahr der Heiligen, „Geschichte und Legende“, Verlag Neumann 1956, S. 786788; DIE HEILIGEN IN ÖSTERREICH, 2004, Barbara Stein, Verlag A&M (S. 135/136); DIE HEILIGEN und Namenspatrone im Jahreslauf 1985 (Vera Schauber & Hanns Michael Schindler), Verlag Delphin, S. 665669; Heilige um uns, S. 252254; HEILIGE und Namenspatrone im Jahreslauf (Vera Schauber & Hanns Michael Schindler), Pattloch Verlag 2001, S. 629631; SCHUTZHEILIGE ÖSTERREICHS ALS BEWAHRER UND HELFER 1992, Franz Attems & Johannes Koren, Pinguin-Verlag, S. 9698.

 
Die Filialkirche in Maierhöfen betreffend

Ausstellungskatalog 1960: JAKOB PRANDTAUER UND SEIN KUNSTKREIS, S. 167; DEHIO Niederösterreich, Südlich der Donau, Teil 2, MZ 2003, S. 1257; Die Kirchlichen Kunstdenkmäler 1923 (Riesenhuber), S. 187; Der Bezirk Melk (Band II), Herzstück Niederösterreich, 1994, S. 115; Der Bezirk Melk (Band III), „Kunstführer“, 1996, S. 89; Die Pfarren der Diözese St. Pölten, Teil 1, 1966, S. 194; Die Wachau 1964, Franz Eppel, S. 133/134; Geschichte des Benedictiner=Stiftes Melk (Keiblinger II), Wien 1869; Hosanna in excelsis (Beiträge zur Glockenkunde) 1894, S. 127; Kirchliche Kunst in Niederösterreich, Band 1, Pfarr- und Filialkirchen südlich der Donau, Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, Wilhelm Zotti 1983, S. 224/225; Sagenhaftes Melktal 2004, S. 39.

 
Die Dorfkapelle Mannersdorf betreffend

Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens, Band XI (1838), S. 146/147; Geschichtliche Beilagen zum St. Pöltner Diözesanblatt XV, 1977, S. 21, und Band 16 DASP 1998, S. 101; Sagenhaftes Melktal 2004, S. 35.


SACHWÖRTER


* – geboren
– gestorben (verstorben)

A
– Anfang
a – Ar (das; lat., frz., abg. a) metrisches Flächenmaß; 1 a = 100 m²
Abendmahl – das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend der Gefangennahme sowie das dabei begründete Sakrament. Nach kath. Auffassung werden beim Abendmahl Brot und Wein in die Substanzen von Leib und Blut Jesu verwandelt
abg. /abgek. – abgekürzt
Abk. – Abkürzung (für)
Ablässe – (kath. K.) Nachlass von Sündenstrafen
Entnommen aus: Geschichte von Enns 1996 (Teilentnahme S. 144). Die Verkündigung des Ablasses zugunsten des Neubaus der Peterskirche in Rom durch den Dominikaner Johann Tetzel, der in marktschreierische Weise für den Ablass warb, rief bei Martin Luther Widerspruch hervor und dies verursachte die Kirchenspaltung und die daraus resultierenden Folgen wie z. B. den Dreißigjährigen Krieg (es gab schon vorher Greueltaten an den lutherischen Bauern in den Bauernaufständen)
Von Bayern Joch und Tyrannei
Und seiner großen Schinderei
Mach uns, o lieber Herrgott, frei!
Weil's gilt die Seel und auch das Gut,
so soll's auch gelten Leib und Blut!
O Herr, verleih' uns Heldenmuet!
Es mueß seyn!
(Das Lied der Bauern im Bauernkrieg 1626. Entnommen aus dem Internet)
Abt – (aram.) Vorsteher von einem Mönchskloster oder Stift
Äbtissin – Leiterin eines Nonnenklosters (Vorsteherin eines Frauenklosters, einer Abtei)
acht von hundert – 8% Zinsen (innerhalb eines Jahres musste der ausgeliehene Betrag plus Zinsen zurückgezahlt werden!)
A. D. – Anno Domini (im Jahr des Herrn)
Adoration – (lat.) Anbetung, Verehrung
Adorationsengeln – Engeln, die sich in kniender/anbetender (verehrender) Haltung befinden
Agatha(e) – (grch.) „die Gute“; lat. „kleines Lamm“. Gedenktag ist der 5. Februar, lebte um die Mitte des 3. Jh.s in Sizilien und starb in Catania für den christl. Glauben. In den deutschsprachigen Raum gelangte die Verehrung Agathas erst im Mittelalter. Kaiser Heinrich VI. hatte sich mit der Normannenerbin Konstanze vermählt und wurde somit auch König von Sizilien. So haben vermutlich schwäbische Ritter im Gefolge der Staufer den Kult der sizilianischen Heiligen in Mitteleuropa verbreitet
Patronate für Bergleute, Glasmacher, Glockengießer, Hammerwerker, Weber, gegen Feuersgefahr, Erdbeben, Unwetter. Attribute: Märtyrerpalme, Brüste auf einer Schüssel, Schere oder Zange
Agape(n) Liebesmahl(e)
Agilolfinger – ältestes bayerisches Herrschergeschlecht, nachweisbar seit 555, dessen letzter Herzog Tassilo III. von (Kaiser) Karl dem Großen 788 abgesetzt wurde. Die großen Verdienste der Agilolfinger bestehen in der Besiedlung und Christianisierung Bayerns
Altar – (der; lat.) Alta ara, „erhöhter Opferplatz“. Der Altar entwickelte sich erst allmählich aus dem für Agapen und Eucharistiefeiern gebrauchten Tischen
Altarblatt – HA-Bild
Altertum – Zeitbegriff einer Epoche zwischen der Urgeschichte und Mittelalter
Ambo – (Lesepult) Der Ambo ist kein gewöhnliches Pult, er ist der „Tisch des Wortes“. Hier werden die Lesungen aus der Heiligen Schrift vorgetragen und hier verkündet der Priester auch das Evangelium
Amt – gesungene hl. Messe
Anlandung – Anschwemmung von Sand, Schotter u. dgl. durch Wassermassen
Apostel – (grch.) von Jesus selbst zur Ausbreitung des Reiches Gottes „Ausgesandte“, d. h. Bevollmächtigte, nämlich seine 12 „Jünger“
Apside – (grch.) Apsis
Apsis – halbrunde oder vieleckige Altarnische im Chor einer K.
aram. – aramäisch
Arch. – Architekt
Architekt – (grch.) nicht gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung für Hochbauingenieur; Baukünstler usw.
architektonisch – nach Art und Weise eines Baustils
Archiv – (grch.-lat.) Urkundensammlung; Gebäude oder Raum dafür
Archivalien – (Mz.) Urkunden
Archivar – Leiter bzw. Angestellter eines Archivs
Arkade – (die; lat.) ein auf Pfeilern oder Säulen ruhender Bogen
Assistenzfiguren – zu beiden Seiten einer Hauptfigur (z. B. eines Kreuzes) stehende Figuren
Attribut(e) – (das; lat.) Kennzeichen zur Charakterisierung von mythologischen und historischen Personen gemäß ihrer Eigenschaft oder Lebensumstände
Augsburg’schen (Bekenntnis) – Abk. AB: Bekenntnisschrift („Confessio Augustana“) der lutherischen Reichsstände, von Melanchthon für den Augsburger Reichstag verfasst und am 25. Juni 1530 dem Kaiser überreicht
Autor – (lat.) Verfasser, Urheber

B.
– Bild
b – breit
Baldachin – (der; ital.) steinernes Schutzdach auf drei oder auch vier Säulen über Statuen befindlich
Balkon – (der; germ. und frz.) offener Vorbau an (in) einem Gebäude, getragen von vorspringenden Trägern, aus Holz, Stein usw. und eingefasst von einem Geländer
Balustrade – Geländer
Bankozettel – unverzinsliche Staatsanleihe
Barett  (lat./frz.) Kopfbedeckung von Geistlichen
Barock – (der; port.) Kulturepoche zwischen etwa 1600 und 1750; zeitlich gegliedert in Früh-, Hoch- und Spätbarock
Bartholomä (Bartholomäus) – Apostel, Märtyrer; Gedenktag 24. August
Basis – (grch.) Grundlinie (einer geometrischen Figur)
Bastei – vorspringender Teil einer Festung
Bd. – Band
BDA – Bundesdenkmalamt
Becken – Taufbecken; beinhaltet das geweihte Wasser („Weihwasser“)
Begräbnisstätte – Ort, wo die sterblichen Überreste beigesetzt werden
Bekenner – Menschen, die ein Martyrium überlebt haben.
Berggericht – grundherrschaftliches Gericht in Angelegenheiten von Weingärten
Bergmeister – überprüfte das Berggericht
bes. – besonders
Bez. – Bezeichnung
bez. – bezeichnet
BH (Bezirkshauptmannschaft) – Organ der allgemeinen Lokalverwaltung, 18501854 und ab 1868
Bischof – (griech.) episcopos, „Aufseher“; heute Bezeichnung für einen leitenden Geistlichen; im Urchristentum war der Bischof einer unter mehreren Leitern der Gemeinde, ...
Bischof-Koadjutor – Gehilfe eines Bischofs
Bistum – (das; grch.) Diözese
Bmkw./bmkw. – Bemerkenswert/ bemerkenswert (-e, -er, -es)
Bottich großes, offenes Gefäß, das (meistens) aus Holz gefertigt ist
Broschüre
– Drucksache aus Buchblock und Umschlag bestehend
Bruderschaft – relig. Vereinigung
Brustwehr – brusthohe Verteidigungsmauer
Brüstung – Abschlusswand von Balkonen, Emporen usw.
Burg – Wehrbau; erst im Spätmittelalter setzte sich die Bezeichnung „Burg“ durch
Burgfried(en) – begrenzter Rechtsbereich um eine Burg bzw. Siedlung
bzw. – beziehungsweise

C. M.
– Conventionsmünze (2 Gulden = 1 Taler)
C. R. Y. – Canonia Regularis Yppolitensis (Regulierte Chorherren)
ca. – circa (etwa, ungefähr)
Cautelen – Kautel (lat.), Vorbehalt(e), Vorsichtsmaßregel(n), Vorkehrung(en)
Cent – Europäische Scheidemünze (in 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Centmünzen)
Chor – (grch.) ursprünglich der für den Chorgesang der Geistlichen bestimmte Platz in der Kirche, dann übertragen auf den Raumteil, in dem sich der HA befindet, die Geistlichkeit und das Presbyterium ihren Sitz haben
Chorbau – halbkreisförmiger oder vieleckiger nischenartiger Anbau an christl. K.
Chorhaupt – Teil hinter dem HA-Raum, in dem sich der Altar befindet
Chorraum – Raum, in dem sich der Altar befindet
christl. – christlich (-e, -er, -es)
Codex – siehe Kodex
Conscriptionsobrigkeit – Obrigkeit mit dem Recht, Aushebungen zum Heeresdienst (mit der Möglichkeit des Freikaufs) vorzunehmen
constatierte – konstatierte (festgestellte)
Convention – siehe Konvention

d
– Bez. für Pfennig
d. Ä. – der Ältere (dem Älteren)
DASP – (DiözesanArchiv St. Pölten) – alle mit DASP gekennzeichneten Arbeiten wurden freundlicherweise zVg (durch Archivmaterial/Kopien oder Kopieren lassen seitens Hrn. Dr. Thomas Aigner als dessen Leiter)
dato – heute
dd. – de dato, (lat.) veraltet: Vom Tag der Ausstellung an
de – (alte Bez.) von
Dechant – kath. Pfarrer, der vom Bischof mit der Aufsicht über den Klerus mehrerer Pfarreien betraut ist
de facto et per forza – (lat.) tatsächlich und besonders
Dekan – (lat.) Vorsitzender einer Fakultät (an einer Hochschule), auf zwei Jahre gewählt
Dekor – (lat.-frz.) Verzierung
delegiert – übertragen
detto – (österreichisch) ebenso
dgl. – dergleichen
d. h. – das heißt
DI – Diplomingenieur; Titel eines Ingenieurs mit Hochschulbildung
Dienst(e) – Abgabe(n) bzw. Zins(e)
Diminutionsform – Verkleinerungsform, Verringerungsform
Diözese – (die; griech.) Amtsbereich eines kath. Bischofs
Dipl.-Ing. – Diplomingenieur
Dipl.-Kfm. – Diplomkaufmann
d. J. – der Jüngere
Dm – Durchmesser
d. M. – diesen (-es) Monat
Dozent – (lat., „Lehrender“) im weitesten Sinn jeder Lehrer an Universitäten und Hochschulen, im eigentlichen Sinn nur der noch nicht zum Professor Ernannte
Dr. – Doktor (lat., „Lehrer“), akad. Grad, der auf dem Wege der Promotion/Examen unter Belegung von 8-10 Semestern Studium an einer (z. B.) Uni erworben wird
Dreipass – Zierform aus drei Dreiviertelkreisen im Maßwerk
Dukaten – Goldmünzen unterschiedlichen Wertes

E
– Ende
ehem. – ehemalige, -en, -er, -es
EimerHolzgefäß mit (meistens) 56 Liter
Empore – Galerien in Kirchen usw.
Engel – (grch., „Boten“) in der Bibel überirdische Geistwesen, die Gott dienen, bes. als Boten. In der Engellehre (Angologie) hierarchisch in den 9 Ordnungen an unterster Stelle gegliedert
Epoche – (grch., „Anhaltung“) heute für einen gewissen Zeitraum gebräuchlich
Erbvogt – (Vogt = weltlicher Vertreter einer geistlichen Grundherrschaft) Amt, welches in Erbfolge weitergegeben wird
Euro (€) – Münzen: 1, 2 (Sonderprägungen 5, 10 usw.), Banknoten: 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500
Examen – mündliche Prüfung

F
– Firmung
f. – für (und) folgende Seite
Fakultät – (lat.) an einer Hochschule Zusammenschluss der Dozenten eines Wissenschaftsgebietes zu einer Körperschaft unter Leitung eines Dekans
Faszikel – Aktenbündel zwischen Aktendeckeln
Feste – siehe Veste
ff. – für (diese und) folgende Seiten
Filiale – Zweigniederlassung
Filialkirche – Tochter-, Nebenkirche ohne eigenen Pfarrer
Fk. – Filialkirche
fl. – Florin, 1 Gulden Conventionsmünze bis 1858 = 60 Kreuzer; ab 1858 1 Gulden = 100 Kreuzer; seit 1900 1 Krone = 100 Heller
Flacianer – (lat.) Flagellanten, im Mittelalter Geißelbrüder. (* ) Bezeichnung einer Strömung im Luthertum des 16. Jahrhunderts, die meinte in besonders klarer Weise die Anliegen des Reformators Martin Luther, insbesondere im Bereich der Erbsündenlehre vertreten zu sollen; benannt nach dem Lutherschüler Mate Flaccich (latinisiert Matthias Flacius Illyricus, 1575). Infolge Überspitzung der genannten Erbsündenlehre wurden sie aus vielen Kirchengebieten vertrieben und durch die Bekenntnisbildung zwischen 1576 und 1580 (Konkordienbuch) überhaupt aus der Kirche gedrängt, sodass sie verschwanden. In Österreich hielten sie sich vereinzelt bis gegen 1590. Es besteht KEINE Verbindung mit den Flagellanten des 13. und 14. Jahrhunderts.
(* Dankenswerter weise durch Herrn Univ.-Prof. Dr. et Mag. theol. Gustav Reingrabner
zVg)

Flug – Helmzier
fol./Fol. – (folio/Folio; lat.) Blatt
Fr. – Frater (Ordens-, Klosterbruder vor der Priesterweihe)
franz./frz. – französisch
Fresken – (Fresko, das; ital., „frisch“) Technik einer Malerei mit Farben auf noch feuchten Verputz

Gaden
– Stockwerke
Galerie – (frz.) Gang mit Brüstung
Gatter – Gitter
GB – Geschichtliche Beilagen (zum St. Pöltner Diözesanblatt)
geb. – geboren
gefasst – polychromiert; mit Farbe oder mit einer Goldauflage versehene Statue(n)
geistl. – geistlicher
Geistlicher – Priester usw.
Geistwesen – in unseren Vorstellungen menschenähnliches, in höheren Sphären lebendes Wesen
gekehlt – mit einer Hohlkehle versehen (zwischen einer Wand und einer Decke befindlicher rund herausgeputzter Abschluss)
Genealogie – Lehre von den Geschlechtern, ihrer Abstammung und ihren Beziehungen zueinander
Gerhaben – Vormünder (Gerhab = Vormund)
germ. – germanisch
Geschlössern – Schlösser
Gesims – waagrecht hervorspringender Bauteil an Mauern oder Pfeilern
gesprochene Messe – stille heilige Messe (im Gegensatz zu einem gesungenen Amt)
gest. – gestorben
Geviert – 4-feldriges Wappen
Gewölbe – (Baukunst) bogenförmig gebildete, auf Widerlager ruhende Stein- oder Ziegeldecke(n), die einem architektonischen Raum den oberen Abschluss gibt
Giebelwand – senkrechte Außenwand bei Gebäuden mit Satteldach (dreieckförmig)
Gj – Gussjahr
Glossar(e) – Wörterverzeichnis(se)
Goldene Kelle – besondere Auszeichnung seitens des Landes Niederösterreich für Gewinner eines Gestaltungswettbewerbes (2002 für den Erweiterungsanbau der Pfarrkirche in Matzleinsdorf an den Bauherrn verliehen!)
got. – gotisch (-er)
Gotik – Stilepoche der europäischen Kunst im hohen und späten Mittelalter (in Europa unterschiedlich von Mitte des 12. Jh.s bis Anfang 16. Jh.)
GR – Geistlicher Rat (Titel eines kath. Priesters)
grch. – griechisch
Groschen – ehem. österr. Scheidemünze (100 Groschen = 1 Schilling)
Gruft – gemauerter (betonierter), größerer unterirdischer Raum für die Aufbewahrung von mehreren Särgen
Grundherrschaft – Herrengewalt über Grund und Untertanen
Gw – Gewicht

H
– kann Hofstatt, aber auch Hälfte heißen!
h – hoch
HA – Hochaltar
H. A. – Harrer Anton; Text in: Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der BH Melk Nr. 7 (5. Juli 1976) bzw. Nr. 8 (5. August 1976, 2. Jahrgang)
Halsgraben – meist künstlich geschaffener tiefer Graben
Haus – mittelalterliche Bezeichnung für eine Burg
heraldisch – zur Wappenkunst gehörig
Herrschaft – Verwaltungs- und Niedergerichtsgebiet über Untertanen und ihre Güter
Herrschaftsarchiv Matzleinsdorf – Das im Schloss befindliche Archivmaterial ist im Zweiten Weltkrieg oder in der Besatzungszeit abhanden gekommen, daher erfolgt stets vom Autor der Zusatz (ehem.)!
Historienmaler – Maler, der Motive aus der Geschichte oder aus Sagen darstellt
Hkl. – Henkel
Hl. – Heilige(r), Heiligste(n)
hl. – heilig, -e, -er, -es
hll. – heiligen (mehrere Heilige)
Hochburg – Hauptburg, meist höher gelegener Kernbau einer Wehranlage
Hochw. – Hochwürden (Titel eines Pfarrers)
Hofstatt – (Hofstätte); eine H. hat 512 Joch
Holden – Grunduntertanen
Holunderbaum – (lat. Sambucus nigra) bei den Germanen galt der Holunder als Totenbaum
Homilie – erbauliche Auslegung eines Bibeltextes
Hornkonsolen – hornförmige Konsolen an gotischen Gewölben
Hostie – (die; lat., hostia = Opfertier, Schlachtopfer) vom Christentum übernommen zur Bez. der beim Abendmahl (Kommunion) gereichten und geweihten Brotteile oder Oblaten, die aus ungesäuertem Weizenmehlteig und Wasser hergestellt werden und runde, dünne Scheibenform haben
HR – Hofrat (in Österreich Ehren-, Amtstitel)
Hr. – Herr
Hrn. – Herrn
Hube – 25 bis 30 Joch
H. v. Z. – Herren von Zelking (ein altes, erstmals um 1120 urkundlich erwähntes und 1634 abgestorbenes Geschlecht)
Hw. – Hochwürden/Hochwürdige (alte Anrede für kath. Priester)
hygroskopisch(e) – Wasser anziehend(e)

Immaculata
– (lat., „die Unbefleckte“) röm.-kath. Ehrenname Marias
incorporiert/inkorporiert – einverleibt
Inkorporation – Einverleibung, Vereinigung von Pfründen, insbesondere einer Pfarre mit einem Kloster
Inv. – Inventar
Inventur – die; Bestandsaufnahme
Is – Inschrift
ital. – italienisch

Jahrtage
– für einen bestimmten Tag gestiftete Seelenmessen
Jesus – männlicher Vorname biblischer Herkunft. Sein bekanntester Träger ist Jesus von Nazareth, den das Christentum als Jesus Christus verehrt; wurde vermutlich vor dem Jahr 4 vor Christus in Bethlehem oder Nazareth geboren und starb im Jahr 30, 31 oder 33 in Jerusalem (Internet)
Jh. – Jahrhundert
Jh.s –Jahrhunderts
Joch – altes Feldmaß, so viel wie man mit einem Joch Ochsen (zwei Stück) an einem Tag umpflügen konnte (vier Joch Land); in Österreich sind 57,55 a ein Joch
Johannes von Nepomuk – Generalvikar von Prag/hl. Priester, * um 1350 Nepomuk (früher Pomuk; Böhmen), † 20. 3. 1393 Prag (ertränkt in der Moldau)
Jünger (Jesu) – neutestamentliche Bez.; 1.) für die 12 Apostel, 2.) für einen größeren Kreis von Schülern Jesu, 3.) überhaupt für die Anhänger der Lehre Jesu
Jurisdiktionsgewalt – Die Jurisdiktionsgewalt kommt vom Papst über die Gesamtkirche, den Bischöfen über die Diözese zu; die Pf. haben an ihr teil, ohne im äußeren Rechtsbereich richterliche und Strafgewalt zu besitzen

K.
– Kirche(n)
Kalotte – flache Kuppel
Kämpferplatte – (Baukunst) oberste Platte einer Säule oder eines Pfeilers, Träger des Bogens
Kana – vermutlich das heutige Chirbet Kana, etwa 14 km nördlich von Nazareth
Kanoniker – nach Regeln lebende Klerikergemeinschaft
Kanzel – (die; lat. „Schranke“) hochgelegener, mit Brüstung (und Schalldeckel) versehener Stand des Predigers in K. – heute nicht mehr gebräuchlich
Kapelle – (lat.) kleines Gotteshaus, kleiner gottesdienstlicher Raum, begehbares „Marterl“
Kapitell – (lat.) oberer, unterschiedlich gestalteter Teil einer Säule oder eines Pfeilers
Kaplan – Hilfsgeistlicher
Katastralgemeinde – (österr.) Steuergemeinde
kath. – katholische, -en, -er
Kehlheimer Platten Fußblatten die aus Kalksandstein bestehen
KG – Katastralgemeinde
Kielbogen – in der Baukunst aus- und einschwingender Bogen in Form eines Schiffskiels (siehe Hochaltarbildumrahmung in der Pfarrkirche Zelking)
Kirche – (grch., kyriaké) = „dem Herrn gehörig“
Klafter – 1,896 m
Kleinod – Juwel, Schmuckstück
Kleriker – kath. Geistlicher
Klerisei – veraltet, auch abfällig für Klerus
Klerus – (der; grch.) Bez. für den Stand der kath. Geistlichen gegenüber dem Laien
Kloster – (das; lat., claustrum, „Verschluss“, „Umfriedung“) die zu einer Einheit zusammengefassten Gebäude gemeinsam lebender Ordensangehöriger (nur bei Franziskanern und Dominikanern spricht man von Klöstern – im Gegensatz zu – siehe Stift!)
Knospenranken – gotischer Dekor
Koadjutor – (lat.) Bischofsgehilfe – Gehilfe eines Geistlichen im Amt
Kodex – (lat.) 1.) zwischen Holzdeckel gebundene Papyrusblätter; 2.) Sammlung alter Handschriften
Koloman (hl.) – bis 1663 Landespatron von Österreich, dann wurde er durch den 1485 heilig gesprochenen Markgrafen Leopold III. abgelöst; sein Gedenktag ist der 13. Oktober. Koloman war ein irischer Pilger, der sich zu Beginn des 11. Jh.s auf einer Wallfahrt in das Heilige Land befand; wurde bei seiner Rückkehr in Österreich als Spion verdächtigt und bei Stockerau an einem dürren (der später wieder ergrünte) Holunderbaum erhängt
Kommunion – (die; lat., „Gemeinschaft) – Empfang des Abendmahls
Konfession – (lat.) Bekenntnis
kongruent – (lat.) zusammenfallend, sich deckend
konisch – (lat.) kegelförmig
Konsekration – Weihe (von Personen oder Sachen)
konsekriert – geweiht (verwandelt)
Konservierung – Haltbarmachen; die Bez. Konservierung gilt hier auch für mittelalterliche Glasscheiben
Konsistorialrat – Titel für Mitglied eines Konsistoriums
Konsistorium – (kath. K.) vom Papst geleitete Versammlung der Kardinäle, aber auch bischöfliches Konsistorium
Konsolen – (die; frz.) aus einer Wandfläche hervorspringender Stein-, Holz- oder Metallteil als Träger anderer Bauglieder (Balken, Balkone usw.)
konstatieren – feststellen
konstatiert – festgestellt
Konvention – Übereinkunft; Vereinbarung
Konviktspräfekt – (leitender) Geistlicher, der u. a. das Wohnheim von Theologiestudenten überwacht
Kooperator – kath. Hilfsgeistlicher
Korbbogen – gedrückter Rundbogen
KR – Konsistorialrat (Titel eines kath. Priesters)
Krabben – (got. Baukunst) kleine Blatt- oder Blumenornamente
Kreuzrippen – Konstruktionselemente der got. Baukunst in Form eines diagonal von Stütze zu Stütze gespannten Mauerbandes im Gewölbe
Kreuzrippengewölbe – von vier Seiten gleichzeitig gemauertes Gewölbe
Kruzifix – plastische oder gemalte Darstellung Christi am Kreuz
kulminiert(e) – den Höhepunkt erreicht(e)
Kurrentschrift – laufende, nicht abgesetzte, schräge Schreibschrift

Landherr (Herrenstand)
– ursprünglicher Standesname für Grund- und Hauseigner, die über Personen geboten
Langhaus – räumlicher Teil einer Kirche
lat. – lateinisch
Laterne – (in der Baukunst) Türmchen mit Fenstern auf der Scheitelöffnung einer Kuppel oder auf einem Zwiebelturm
Laurentius – Märtyrer, Gedenktag 10. August
laviert – eine aufgetragene Farbe (oder Tusch) wird mit Wasser verteilt, die Farben gehen ineinander über – verwischen sich
Layout – Entwurf für Text- und Bildgestaltung (eines Buches, einer Broschüre, Zeitung, ...)
Legende – Heiligenerzählung
Lehen – Amt mit Einkünften
Lehensdienste – Entlohnung für etwas zu Erbringendes
Lektor – (lat., „Leser“, „Vorleser“) Angestellter oder freiberuflicher Mitarbeiter eines Verlages, der die eingereichten Manuskripte überprüft und begutachtet; auch liturgische Funktion in der Kirche
LH – Landeshauptmann
Liturgie – (die; grch., „Werk für das Volk, Dienst am Volk“) die Gesamtheit der offiziellen gottesdienstlichen Handlungen innerhalb der christl. K.
Lokalplanei – war eine kleinere josehinische Pfarre, deren Seelsorger als Lokalkaplan bezeichnet und geringer als ein Pfarrer besoldet wurde. Um 1880 wurde diese Unterscheidung beseitigt und die Lokalplaneien zu Pfarren (Dr. Gottfried Auer, Ordinariatskanzler)
Lorenzi – siehe Laurentius
Lot/Loth – ca. 17,5 g (Gramm) – es gibt auch Angaben zwischen 15,616,6 g!
Lt./lt. – Laut/laut
Luther, Martin (Reformator) – * 10. 11. 1483 Eisleben, † 18. 2. 1546 Eisleben. Luther formulierte seine Bedenken betreffs des Ablasshandels schon in seinen Predigten (berühmt sind seine 95 Thesen)
lutherische – evangelische

M.
– Mitte
Mag. – (lat.) Magister = Lehrmeister, Lehrer; ursprünglich als höchster akademischer Grad aller Fakultäten und Berufsbezeichnungen vollberechtigter Hochschullehrer – wurde nicht vom Doktortitel unterschieden
Maierhof – (alte Schreibweise) – siehe Meierhof
Manuskript – (lat.) „mit der Hand geschrieben“
Marchese – italienischer Adelstitel zwischen Graf und Herzog
Märtyrer – (grch., „Zeuge“) der mit seinem Leben oder Blut für eine Überzeugung Einstehende
Martyrium – schweres Leiden, insbesondere um des Glaubens oder der Überzeugung willen
Maßwerk – in der Gotik die aus Passformen, so genannten Fischblasen und flammenähnlichen Gebilden zusammengesetzten, geometrisch konstruierten Steinfüllungen in Fenstern usw.
Meierhof – die von den Herrschaften in Eigenregie genützten Güter waren meist in großen Höfen zusammengefasst
Mensa – (lat.) Altartisch
Michelangelo Buonarroti – italienischer Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter, * 6. 3. 1475 Caprese, Toskana, † 18. 2. 1564 Rom. 15081512 schuf er die Gewölbefresken der Sixtinischen Kapelle nach Themen aus der Schöpfungsgeschichte. Ab 1534 war Michelangelo wieder ständig in Rom tätig. Fresken des „Jüngsten Gerichts“ entstanden zwischen 1536 und 1541 an der Stirnwand der Sixtinischen Kapelle. Der (abgezogenen) Haut des hl. Bartholomäus verlieh Michelangelo seine eigenen Gesichtszüge!
Mio. – Million(en)
Mittichen – Mittwoch
Moderator – Leiter einer kirchlichen Behörde ...
Monogramm – (grch.) Anfangsbuchstaben des Namens, Namenszeichen (oft ineinander geschlungen)
Myrrhe – (grch.) wohlriechendes, aber bitter schmeckendes, aus einem afrikanischen Baum gewonnenes Gummiharz, wird als Räuchermittel sowie zusammenziehendes Arzneimittel verwendet
Mz. – Mehrzahl

N
– Nord(en)
n. Chr. – nach Christus (nach Christi Geburt)
nachgot. – nachgotisch
Namensfest – Tag, an dem ein bestimmter Namensträger gefeiert wird
Nazarener – Angehöriger einer Malergruppe der Romantik, die eine Erneuerung der Kunst auf relig. Grundlage erstrebte (Deutscher Malerbund, der sich 1810 in Rom auf christlicher Grundlage zusammengeschlossen hat)
nazarenisch – eine erneuerte Kunst(richtung) 1. H. 19. Jh.
neogotisch – neugotisch
Nepomuk (hl.) – Johannes von (Johannes Wölfflin aus Pomuk), geb. um 1350 in Pomuk, Westböhmen, gest. (ertränkt) am 20. 3. 1393 an der Moldaubrücke in Prag, wurde 1721 selig und 1729 heilig gesprochen. Sein Haupt wird meist umrahmt von einem Kranz mit fünf Sternen. Als Erinnerung an seine Todesart werden Statuen meist auf Brücken oder bei Wasserläufen aufgestellt
neugot. – neugotisch
Nonne – (die; spätlateinisch nonna, „ehrwürdige Mutter“) Angehörige eines weiblichen kath. Ordens
Nov. – November

O
– Ost(en)
Oblate – (die; lat.) dünne Scheibe aus gärfreiem Weizenmehlteig, bei schwacher Wärme gebacken
Odilia – Heilige, erste Äbtissin des von ihr gegründeten Klosters Hohenburg, später nach ihr Odilienberg genannt; verst. um 788; Patronin des Elsass, Schutzherrin gegen Augen-, Ohren- und Kopfleiden. Namensfest ist am 13. Dezember
Offizial – (herrschaftlicher oder staatlicher) Beamter
o. J. – ohne Jahresangabe
opus spicatum – (lat. „Ährenwerk“ von lat. spica = Ähre) ist ein Mauerwerk aus Steinen oder dünnen Ziegelsteinen, die in Lagen hochkant abwechselnd schräg gegeneinander versetzt angeordnet werden und so ein ähren- bzw. fischgrätenartiges Muster bilden
Oratorium – Betraum, kleine Kapelle für den Gottesdienst, Hauskapelle
Ornament – (das; lat.) in sich geschlossene Verzierungsform
Ornat – (der; lat.) die den Geistlichen bei Amtshandlungen vorgeschriebene Kleidung
Ortsobrigkeit – besorgt die Polizeigeschäfte innerhalb der Dorf- und Feldfreiheit bzw. des Burgfriedens
OSB/O.S.B. – (lat. = Ordo Sancti Benedicti) Benediktinerorden
österr. – österreichische(r)
Ottilia – siehe Odilia
oval – länglich-rund, eiförmig

P.
– Abk. von Pater
Papyrus – antikes, aus der Papyrusstaude gewonnenes Schreibblatt
parallel – (grch.) eine gerade Linie, die sich nicht schneidet
Passio – Lebensgeschichte, Überlieferung über Leben und Wirken einer Person, eines Heiligen
Pater – (der; lat., „Vater“, abgek. P.) Angehöriger einer kath. Ordensgemeinschaft, der die Priesterweihe empfangen hat
Patron – (lat.) Schutzherr, Schirmherr, Schutzheiliger (einer Kirche oder eines Berufsstandes; kann auch der Patron über Tierarten sein und kann auch bei gewisse Krankheiten angerufen werden)
Patronat – (das; lat.) Sammelbezeichnung für verschiedene Arten der schutzherrlichen Stellung einer Privatperson usw., beinhaltet das Vorschlagsrecht für eine Pfarrstellenbesetzung und (auch die) Verpflichtung zur Kirchenbauunterhaltung (Renovierung) beizutragen
Patronin – (lat.) Schutzheilige, Schutzherrin (von Kirchen; wird auch bei gewisse Krankheiten angerufen, Patronin von Berufständen)
Patrozinium – Schutzherrschaft eines Heiligen über eine Kirche, Fest des Schutzheiligen
Pergament – zu Schreibpapier verarbeitete Tierhaut
Pest – (lat.) schwere, epidemisch auftretende Infektionskrankheit
Petter, Theodor Josef (Maler) – (geb. 29. Mai 1822 Wien, gest. 15. Oktober 1872 Wien)
Pf. – Pfarrer
Pfarre – nach kath. Kirchenrecht der unterste selbständige, räuml. oder personal abgegrenzte Seelsorgebezirk
Pfarrer – (lat. parochus) Inhaber der Amts- und Seelsorgepflichten in einer räuml. begrenzten selbständigen Kirchengemeinde (Pfarrei); in kath. Gemeinden der vom Bischof berufene Verwalter des Pfarramtes, dem noch Hilfsgeistliche (Kaplan, Kooperator, Koadjutor, Vikar) zugeordnet sein können
Pfarrmatriken – Personenstandsregister für Taufen, Trauungen und Sterbefälle
Pfd. – Pfund (als Zählmaß: 240 Stück)
Pfister – herrschaftlicher Bäcker
Pfk. – Pfarrkirche
Pfleger – Grundherrschaftsverwalter
Pfründe – Einnahmen eines Kanonikers, die sich aus dem Kirchenamt ergaben
Pilaster – (ital.) Wandpfeiler mit Basis und Kapitell
pinx./pinxit – (lat.) hat (es) gemalt. Vermerk auf Bildern vor oder nach dem Namen des Malers
P. L. – Pichler Ludwig; Text/Bilder in: Heimatkundliche Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Melk Nr. 2 vom 15. Februar 1999, 25. Jahrgang
Polychromie – (grch.) Mehr- oder Vielfarbigkeit
polychromiert – bunt ausgestattet (auch goldfarbig)
polygonal – vieleckig
port. – portugiesisch
Portal – (lat.) Tor, architektonisch verzierter Eingang
postuliert – keine bewiesene, aber glaubhafte und einleuchtende Annahme
Prädikant – evangelischer Prediger der Reformationszeit
Praef./Präfekt leitender Geistlicher (in bestimmten Ämtern)
Prälat – (lat.) geistl. Würdenträger/kirchl. Titel; alle Geistlichen, die ein mit Jurisdiktionsgewalt für den äußeren Rechtsbereich versehenes Amt bekleiden: Bischöfe, Ordensobere
Prandtauer, Jakob (österr. Baumeister und Bildhauer) * 16. 7. 1658 Stanz bei Landeck (Tirol), † 16. 9. 1726 St. Pölten (NÖ). Sein Hauptwerk war der Neubau von Stift Melk
Präsentation – Vorlage, Vorzeigen
Präzeptor – (veraltet) Lehrer, Erzieher
Predella – die, (ital.) „Stuhl“, „Sockel“, Unterbau eines Flügelaltars
Prediger – (lat.), früher, z. T. auch heute noch üblicher Titel für Geistliche der reformierten Kirche
Predigt – (lat.), Ansprache des Geistlichen im Gottesdienst über einen biblischen Text
Presbyterium – (das; lat.) in der Urchristenheit Gemeinschaft der Ältesten zur Gemeindeleitung; in der altchristlichen K. Chorapsis – Sitz der Geistlichen
Prior – Stellvertreter eines Abtes
Prisma – (grch., „das Abgesägte“) Körper, der von zwei kongruenten n-Ecken und n-Parallelogrammen oder Rechtecken begrenzt ist
Prof. Professor (lat.) Hochschullehrer, Titel für verdiente Lehrkräfte, Forscher, Künstler, usw.
profan – (lat., „vor dem geweihten Bezirk“) – unheilig, weltlich
Profanbau – Bau für weltliche Zwecke (siehe Sakralbau)
profiliert – mit Profil versehen, gerillt; in bestimmtem Querschnitt hergestellt
Promotion – Verleihung der Doktorwürde
Prospekt – Schauseite der Orgel
protestantisch – evangelisch
Provenienz – Herkunft, Ursprung
Pultdach – einseitige, schräge Dachfläche
Putten (Putti) – in der Malerei und bildenden Kunst: kleine Engelsfiguren

Rankenmalerei
– Malerei aus der Zeit der Gotik stammend, mit rankenden (um etwas aufgerichtet) Blättern
räuml. – räumlich
Reformator – Erneuerer, Neugestalter
Regesten – (chronologisch geordnete Urkundenverzeichnisse); Regesten, Grabinschriften und Notizen zur Genealogie (Geschlechterkunde) und Geschichte der Herren von Zelking, gesammelt von Friedrich Kern in: Heraldisch genealogische Zeitschrift. Organ des heraldisch genealogischen Vereines „Adler“ in Wien 1873 bzw. 1875 ff.
Relief – (das; frz.) aus einer Fläche erhaben heraus gearbeitete Plastik
relig. – religiöse (r)
Reliquien – (lat.) sind die Gebeine, also die sterblichen (kultisch verehrten) Überreste von Heiligen (oder einem Heiligen einstmals gehörender Gegenstand). Schon in der Urkirche hat man Reliquien von Märtyrern, die für ihren Glauben getötet wurden, als besonderen Schatz gehütet und verehrt
Renaissance – (die; frz., „Wiedergeburt“) nahm im 14. Jh. von Italien ausgehend ihren Anfang. Erst in der ersten Hälfte des 19. Jh.s (um ca. 1820) begann sich der Renaissancebegriff mehr und mehr mit seiner heutigen Bedeutung zu füllen
renoviert – wieder hergerichtet
Renovierung – Instandsetzung
Requiem – (lat.) kath. Totenmesse
Resignation – Verzicht, Entsagung
respektive – beziehungsweise
Restaurierung – (lat.) Wiederherstellung, besonders von beschädigten, teilzerstörten Bauwerken usw.
Revers – Bescheinigung, Rück- oder Gegenschein usw.
Risse – (Bau)Pläne
Rokoko – (das; frz., „Muschel“) europäische Kunstepoche von etwa 17201775; aus dem Barock hervorgehend
rom. – romanisch; Kunst in die Zeit der Romanik fallend
Romanik – kunstgeschichtlicher Stilbegriff, wegen der Wiederverwendung röm. Architekturmotive (Rundbögen, Säulen) in der romanischen Architektur anfänglich auf die Baukunst beschränkt, von de Gerville um 1820 eingeführt für die abendländische Kunst von ca. 1000 bis zur 1. Hälfte des 13. Jh.s
röm. – römische, -er
Römische Ziffern – (wurden in früheren Zeiten bei Grabinschriften usw. verwendet) I = 1, II = 2, III = 3, IV = 4, V = 5, VI = 6, VII = 7, VIII = 8, IX = 9, X = 10, XI= 11 usw., XIV = 14, XV = 15, XVI = 16, IXX = 19, XX = 20, XXI = 21, XL = 40, IL = 49, L = 50, LI = 51, XC = 90, IC = 99, C = 100, CI = 101, CX = 110, CXI = 111, CC = 200, ICD = 399, CD = 400, D = 500, DC = 600, CM = 900, IM = 999, M = 1000, MI = 1001 usf. Aus ihnen werden durch Addition (Zusammenzählen) die anderen Zahlen gebildet, jedoch werden höchstens 3 der Ziffern I, X, C, M nebeneinander gesetzt. Außerdem ist zu beachten, dass eine kleinere Zahl vor einer größeren subtrahieren (abziehen) bedeutet!
röm.-kath. – römisch-katholisch (-e, -er, -es)
Rotte – kleine Ansiedlung
Rs – Rückseite

S.
– Seite
S – Süd(en)
Saallanghaus – Saalartiger Teil einer Kirche, welcher sich zwischen Baugliedern befindet
Sakralbau – kirchlicher Bau, Kirche (siehe Profanbau)
Sakramentshäuschen – Behälter für die geweihten Hostien neben dem Altar, vielfach aus Stein; in der Gotik turmartig und reich verziert
Sakristei – Nebenraum in der K. für den Geistlichen und die gottesdienstlichen Geräte
Sanierung – (die; lat., im allgemeinen „Gesundung“) Maßnahme zur Verbesserung baulicher Verhältnisse
Satteldach – Dachfläche mit zwei Neigungen
Sch. – Schilling. 1 Sch. = 100 Groschen (die österr. Abk. für Groschen ist g)
Schaffer – Verwalter eines Stiftes oder Stiftsmeierhofes
Schankgerechtigkeit – das Recht, Wein usw. auszuschenken
Scharwachttürmchen – kleine Wacht- und Aussichtstürmchen
Scheitelringe – am gotischen Gewölbe im Zentrum von Scheitelrippen kreisförmig angebrachte Ringe
Scheitelrippen – auf die Scheitelringe zulaufende Scheitelrippen
Schiff – der größte Raumabschnitt in einer Kirche
Schilling – österr. Währung von 1925 bis 1938 und von 1945 bis Anfang 2001 (zwischen 1938-1945 1 Reichsmark (RM) = 100 Reichspfennig (Rpf); 1 Reichsmark = 1½ Sch.; ab 1. 1. 2001 Euro und Cent).
Es war auch noch bis 20. 12. 1945 die Alliierte Militärschilling-Note (AMS) – (nur Banknoten) gültig!
Schindel – Holzbrettchen, die zum Dachdecken verwendet werden und meist aus Lärchenholz bestehen
Schlitzfenster – sehr schmale Fenster
Schloss – im Mittelalter auch Bez. für Burg. Wohnwehranlage, die zum geschlossenen Gebäudekomplex angewachsen war
Schluss – Schnittpunkt der Diagonalrippen bei einem Kreuzgewölbe
Schlussstein – (häufig verzierter) Stein im Scheitel eines Bogens oder Gewölbes
Schmidt, Martin Johann (österr. Maler und Radierer) * 25. 9. 1718 Grafenwörth, † 28. 6. 1801 Stein bei Krems
Sedilien – die Sedilien sind die Sitze für Priester, Messdiener und Lektoren, die sich im Altarraum katholischer Kirchen befinden. Der Priestersitz ist in der Regel herausgehoben und hat im Gegensatz zu den anderen meist eine kleine Lehne
Seelenamt – Requiem
Seelsorge – christliche Betreuung des einzelnen, in äußerer und innerer Not und in Glaubensfragen stehenden Menschen
Seelsorger – ein Geistlicher
Segen – (der; lat., signum, „Zeichen“) in der kath. K. gehört der Segen des Priesters (Benediktion) zu den Sakramentalien (bei Trauung, Hausweihe und Ähnlichem); oft ist der Segen von Handlungen begleitet (Handauflegen), …
Segnung – niedere Weihe
Selekte – Auswahlstücke (aus Akten)
Semester (lat.) Studienhalbjahr
SG – Schützengilde
(sic!) – Hinweis, dass ein Wort falsch geschrieben und trotzdem die falsche Schreibung wiedergegeben wurde
Siegel – Beglaubigungsmittel bei Beurkundungen von Rechtsgeschäften (durch Richter, Grundherrn usw.)
Skulptur – (lat.) Werk in der Bildhauerkunst
Skulpturen – Statuen
Sonntag nach Kreuzerfindung – Sonntag nach dem 3. Mai, dem früheren Fest der Kreuzauffindung
sonntägliche Bitte – Fürbitten für eine(n) Verstorbene(n), die an einem oder jeden Sonntag zu verlesen waren
Speisgitter – ein im Chorraum (vor dem Altarbereich) befindliches Gitter, welches vor dem Empfang der Kommunion geschlossen wurde; heute nicht mehr üblich
Sphäre – (die; grch., „Kugel“) im allgemeinen Erd- und Himmelskugel, Lebens-, Wirkungskreis. Sphäre = Bez., die im Altertum für das Himmelsgewölbe verwendet wurde
Spitzbogen – (erhöhte) got. Bogenform
St. – Sankt (der, die Heilige, Heiliger)
staffiert – ausgestattet
Statuette – kleine Statue
Stift – Stifte sind nur Klöster der Chorherren und Benediktiner (und ihrer Zweige)
stiften – Vermögenswerte vermachen
Stiftsbrief – Widmung einer Vermögensmasse für einen bestimmten Zweck durch den Willensakt eines Stifters
Stiftung – Zuwendung von Vermögenswerten zu einem vom Stifter bestimmten Zweck
Strebepfeiler – pfeilerartige Verstärkung der Außenwände, um den Gewölbedruck aufzufangen
Subprior – Stellvertreter des Priors
Sustentation – Unterhalt für einen Priester
Symbol – (das; griech.) = „Sinnzeichen“; in der bildenden Kunst ist das Symbol eines der Mittel, die dem Künstler zur Veranschaulichung von relig. Glaubensinhalten zur Verfügung stehen

T.
– Tabernakel
t – tief
Tabernakel – (der oder das; lat., „Zelt“) in der kath. K. kunstvoll gestaltetes Gehäuse „auf dem Altartisch“, das als Aufbewahrungsort für die konsekrierten Hostien dient. Vorläufer des T. war das Sakramentshäuschen
Tafelbilder – Altarbilder
Tagwerk – (Tagewerk) altes Feldmaß (so viel man an einem Tag mit einem Gespann pflügen konnte)
Taler –  deutsche Münze (15. bis 18. Jh.)
Tatar – Angehöriger eines mongolischen Volksstammes
Taverne – Gastwirtschaft (zur Burg oder Herrschaft gehörend) mit der Berechtigung zur Abhaltung von Hochzeiten und Leichentrunk
Testament – Vermächtnis, letzter Wille
Theologie – (grch., „Wort, Rede von Gott“) im Unterschied zur Religionswissenschaft die Wissenschaft, die unter Voraussetzung des Glaubens die in Christus kulminierte göttliche Offenbarung genau zu erfassen und geordnet darzustellen strebt
These – (grch.) Behauptung, Lehrsatz
tonnengewölbt – in Gestalt eines Halbzylinders auf zwei parallele Widerlager gemauertes Gewölbe
Totenschild – eigens angefertigtes, meist hölzernes, oft kostbar verziertes Wappenschild an Begräbnisstätten und in Kirchen
Trauflinie – Kante einer Dachfläche, von der das Wasser abrinnt
Truchseß – Küchenmeister (ursprünglich Aufseher eines fürstlichen Haushaltes)
Tümling – dieser ca. 500 Meter lange Flussabschnitt der Melk im Gemeindegebiet der KG Mannersdorf gelegen wird heute als Diemling beschrieben und der Name kommt vermutlich vom Tummeln (Beeilen durch die Enge des Flusses in diesem Abschnitt) her
Türmel – Türmchen
Turnier – Massenkampf von Reitern, ging meist nicht ganz unblutig aus
Typus – (lat. typus) „Figur, Form, Ausprägung“

u. a. – unter anderem, unter anderen, und andere
u. dgl. – und dergleichen
Uhrengiebel – an Türmen im Giebelfeld angebrachte Uhren sowie deren Uhrenfelder – siehe Uhrengiebel bei der Pfk. Zelking!
Uni – Abk. für Universität
Universität – (lat.) „Gesamtheit“ der Lehrenden und Lernenden
Unser Frauen Schiedung – Maria Himmelfahrt (15. August)
Untertan – Untergebener
Urbar – nutzbar gemachter Boden
urkundlich (nicht fassbar) – (es ist) kein rechtskräftiges Schriftstück vorhanden
usf. – und so fort
u. U. – unter Umständen
usw. (u.s.w.) – und so weiter

V
– Viertel
v. – von
verst. – verstorben
Veste – veraltet: Festung (Burg)
vgl. – vergleiche
Viertel – (Flächenmaß bei Weingärten) = ¼ Joch
Vigil – (die; lat., „Nachtwache“) in der kath. K. Vorbereitungsfeier am Tag vor bestimmten Festen
Vikar – (lat.) Stellvertreter
Vikariat – Amt und Sprengel eines Vikars, Filialkirche – Vikar/Stellvertreter, vor allem des Pfarrers
villa (lat.) Dorf (Ort), ursprünglich Gutshof
visionär – in einer Art Vision, traumhaft, seherisch
Visitation – (prüfende) Besichtigung
Vogesen – Tiefebene gegenüber dem Schwarzwald
V.O.W.W. – Viertel ober dem Wienerwald (Mostviertel)
Vs – Vorderseite

W
– West(en)
Wallonen – Nachkommen romanisierter Kelten und Germanen in Belgien und Nordfrankreich (hier sind niederländische Soldaten gemeint)
Weihe – (im weitesten Sinn) Segen über Personen, Tiere, Pflanzen oder Sachen. Auch das feierliche Ingebrauchnehmen von Brücken, Fahnen und anderem ist eine Segnung in der kath. K. Liturgische Handlung durch den Vollzug wird der geweihte Ort (z. B. Kirche), eine Person (z. B. in der sakramentalen Priesterweihe) oder Sache (Weihwasser, Altar, Glocken) dem profanen Bereich entzogen und für den Kult bestimmt
Weihrauch – Milchsaft aus den Rinden des Weihrauchbaumes (Boswellia carterii usw.. Das in gelblich bis rötlich weißen Körnern gehandelte Gummiharz wird besonders als Räuchermittel verwendet. (*) Der Begriff Weihrauch (von althochdeutsch wîhrouch: heiliges Räucherwerk; zu wîhen: heiligen, weihen) bezeichnet zum Räuchern verwendete Harze (Olibanum) sowie die Pflanzenarten, aus denen diese Harze gewonnen werden (auch Weihrauchbaum, Weihrauchpflanze), und schließlich den Rauch selbst (* Internet)
Weiler – kleines Dorf
Weinberger, Nikolaus (schweizerischer Pfarrer) – * 1584 Solothurn (Schweiz), † 1644 (?), auch Weinzapf genannt, stammte aus dem Kanton Solothurn und kam 1622 nach Österreich (lt. freundlicher Mitteilung des Staatsarchivs von Solothurn)
Wendenland – Gebiet der Westslawen zugehörigen Gruppen
Widerlager – (in der Bautechnik) die Wölbkonstruktion auf stützenden Mauerwerksteilen übertragenen Auflagerdruck an den Baugrund abgeben

z. B.
– zum Beispiel
Zeche – Zunft, Bruderschaft
Zehent – Abgabe eines Zehntels (10%) der Ernte an die Kirche
zelebrierten – (hatten) die Messe gelesen
Zeltdach – (meist bei Kirchtürmen) steiles, vierseitiges Pyramidendach wie z. B. bei der Pfk. in Zelking (oder eine Dachform, die sich durch mehrere  mindestens drei  gegeneinander geneigte Dachflächen auszeichnet, die in eine Spitze zusammenlaufen)
Ziborium – das Ziborium ist ein Behälter, wo die für die Kommunion der Gläubigen bestimmten (kleinen) Hostien nach geschehener Konsekration derselben zum Zweck und bis zu ihrer Ausspendung aufbewahrt werden
Zimier – Helmschmuck
Zinnen – häufig rechteckige Zacken (auf Mauern und Türmen)
z. T. – zum Teil
zu – alte Bez. für in; z. B. zu Zelking = in Zelking; zu Matzleinsdorf = in Matzleinsdorf usw.
Zukirche – Filialkirche
zVg – zur Verfügung gestellt
Zwerch – quer (nach der Breitseite)
Zwickel – (in der Architektur) dreiseitig begrenzte Wandfläche
Zwiebelhaube – geschweifte (zwiebelähnlich aussehende) Dachhaube an Kirchtürmen (siehe Pfk. Matzleinsdorf)

Viele der Sachwörter sind unter Zuhilfenahme von „Das moderne Lexikon“ (Band 1 bis 20), diversen Glossaren, Genealogisches Wörterbuch, Österreichisches Wörterbuch, „Die neue deutsche Rechtschreibung“ und Österreichs Burgen, aber auch teilweise durch Mithilfe von Experten erfasst worden.
Die Auflistung der SACHWÖRTER erfolgte, damit auch Kinder im „Kirchenführer“ ihnen einfache, aber auch unbekannte Wörter und deren Ausdrücke verstehen lernen