Dienstag, 28 Mär 2017
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Ortskapelle

 
Ansicht der Ortskapelle nach einem Aquarell
von Herrn Edmund Eigner (Loosdorf), 2003


Seit wann es in Mannersdorf eine Kapelle gibt, ist urkundlich nicht (mehr) fassbar.
1820 könnte ein mögliches Errichtungsjahr sein. Aus dieser Zeit sollte auch das Marienbild abstammen, welches durch schlechte Restauration zerfallen ist und durch das derzeitige ersetzt wurde.
Bereits 1838 wird diese Kapelle erwähnt – mit hölzernem Türmchen, aber schon als gemauert bezeichnet. Aus dem Errichtungsjahr sollen auch die Holzkreuze stammen.
1966 wurde die baufällige Kapelle abgerissen und an der gleichen Stelle dieser Neubau, den die gesamte Dorfgemeinschaft bewerkstelligte, errichtet.
Die Familie Engelbert Schönbichler stellte das Grundstück wiederum zur Verfügung, wobei Anton Schönbichler die Bauführung übernahm. Alois Gattringer stiftete die Glocke. Eine Statuespende – hl. Antonius – erfolgte durch die Familie Ignaz Fischer.
Pfarrer Franz Schnepf segnete im Mai 1969 diese Ortskapelle.
1978 wurde die Glocke elektrifiziert und 1993 durch ein Läutwerk mit Schaltuhr (Kostenpunkt ca. 30.000 Schilling) automatisiert.
Es wird dreimal täglich zum „Englischen Gruß (Gruß des Erzengels Gabriel bei der Verkündung Mariä; ein Gebet, Ave Maria) geläutet und dient auch als Sterbeglöckchen.
Im Mai 1995 wurde das von der Akademischen Malerin Fr. Hildegard Kaltenbrunner gemalte Marienbild durch Pf. GR Edmund Warchol in der Zelkinger Pfarrkirche gesegnet und schmückt nun anstelle des alten Bildes die Ortskapelle.


Das „Schmuckstück“


Zum Schutz vor Witterungseinflüssen wurde eine Glastüre mit Gitterwerk eingesetzt. Eine Gelb-Färbelung verschönt dieses Kleinod.
Zwei Mal werden im Mai Maiandachten abgehalten.
Die obigen Informationen wurde freundlicherweise von der Familie Schönbichler/Riegler zVg.
PS: Als Zeichen einer sehr guten Dorfgemeinschaft kann diese Kapelle mit Fug und Recht als ein Schmuckstück für Mannersdorf bezeichnet werden!
Veröffentlicht in: Im Zeichen des Kreuzes (Kirchenführer) 2005, Seite 45/46