Dienstag, 28 Mär 2017
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Österreich

Pfarrkirche Zelking



Magdalena von Zelking


ALHIER RVEHET TVGENT UNND EHR DIE HOCHVNNDWOLGEBORNE FRVFRA/ MAGDALENA FRA/ VON ZELCKHING GEBORNE GREFN ZV HARDEEGG GLOOCZ UNND IM MACHLAND DES HOCHUNNDWOLGEBORNEN HERRN HERRN CHRISTOPH WILHELM HERRN VON ZELCKHING HÖCHSTGELEBTT GEMAHL DIE GESTORBEN IST DEN  29. OCTOBRIS  VMB II VHR IN DER NACHT DES 1626 IAHR IHRES ALTERS IM 51. IAHR DER GOTT GENAD.

Hier ruht Tugend und Ehr, die Hoch- und Wohlgeborene Freifrau Magdalena Frau von Zelking (eine) geborene Gräfin zu Hardegg, Glocz und im Machland, des Hoch- und Wohlgeborenen Herrn, Herrn Christoph Wilhelm (II.), Herr von Zelking Höchstgeliebte Gemahlin, die gestorben ist den 29. Oktober um 2 Uhr in der Nacht, des Jahres 1626 (des 1626er Jahres?) ihres Alters im 51. Jahr den Gott gegnadet (hat).


Hanns Wilhelm von Zelking
 

Personalisierte Briefmarke (2010) mit dem Wappen des Hans (Hanns) Wilhelm von Zelking (* 1568, 1626)
„Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Post AG


1627 (???), 30. Juni, verschied Hanns Wilhelm, Herr auf Zelking, im hiesigen Schloss. Seine Beisetzung in der Gruft verzögerte sich nicht nur bloß (ausschließlich) durch Erbauung einer Gruft in der Kirche zu (in) Zelking, sondern vor allem durch Verhandlungen mit den geistlichen und weltlichen Behörden, da er als Lutheraner gestorben war und seit Einführung der Gegenreformation und Ausweisung der Pastoren alle Kirchen dem katholischen Gottesdienste zurückgegeben worden waren. Deshalb wurde die Leiche in einem kupfernen Sarge in einem Gewölbe des Schlosses aufbewahrt und konnte erst am 13. November 1628 (!) in aller Stille in der Kirchengruft beigesetzt werden (GB Band 17, 2001, S. 586).
(Eine kleine Gruftanlage befindet sich im Chorraumbereich, rechts beim Scheidbogen, unterhalb den Bänken, wo Hanns Wilhelm von Zelking bestattet worden sein könnte.)


Christoph Wilhelm und Ludwig Wilhelm von Zelking

 

Grabplatte des Christoph Wilhelm und Ludwig Wilhelm von Zelking (im Chorraumbereich)

(*) Nach göttlichen Willen starb der Leichnamb des hochunt wolgebornen herrn Herrn Christofh Wilhelm herr von Zelckhing in Wien den 27 Abrils 1631 alß er in gottesforcht und alten christlichen Tugenten sechs und Fünftzig Jahr gelebt deme er volgt durch auch selliges absterben sein Herr Sohn herr Ludtwig Wilhelm herr von Zelckhing den 10 Abrils 1634 als er 28 Jahrzeit weniger alß sein herr Vatter an Reichlichen christlichen Wandl gelebt mit welches abgang dan der völlige Mannsstam dieses uralten herrngeschlächt deren herrn von Zelckhing Ganz abgestorben ohne Zweifel aber entgegen Ihren christlihen vorsaz gemeß durch gottes Barmherzigkheit undt gnadt die Ewige kron erworben welche auch Sie Zu rechter Zeit auf diesem ihren Schlafkämmerlein mit Himblischer hosann Zum Ewigen Leben erwachen wolle
(* Die Abschrift wurde,
da schon teils schwer entzifferbare Buchstaben vorhanden sind, meines Könnens wiedergegeben!)

(**) Nach göttlichem Willen starb der Leichnam des Hoch- und Wohlgeborenen Herrn, Herr Christoph Wilhelm, Herr von Zelking in Wien den 27. April 1631, als er in Gottesfurcht und allen christlichen Tugenden Sechsundfünfzig Jahr gelebt und dem folgt auch durch seliges Absterben sein Herr Sohn, Herr Ludwig Wilhelm, Herr von Zelking den 10. April 1634, als er 28 Jahre weniger als sein Herr Vater an reichlichem, christlichem Wandel gelebt hat, mit welchem Abgang dann der völlige Mannesstamm dieses uralte Herrengeschlecht der Herrn von Zelking gänzlich Abgestorben, ohne Zweifel aber entgegen Ihren christlichen Vorsatz gemäß, durch Gottes Barmherzigkeit und Gnade die ewige Krone erworben, welche sie zu rechter Zeit auf diesen, ihren Schlafkammern mit himmlischen Hosanna zum Ewigen Leben erwachen wollen.
(** Die „Übersetzung“)