Dienstag, 28 Mär 2017
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Inneneinrichtung, ...


Aquarell Hochaltar von Frau Melanie Fröschl (2003) 
Danke für das Original


Dieses Bild zeigt den Innenraum (von Blickrichtung Langhaus  zum Chorraum) noch vor der Restaurierung mit den alten Kehlheimer Platten und den in barocker Form gehaltenen (alten) Gestühlen, mit dem 2000 entferntem Speisgitter sowie die vormals in Hell-, Mittel- und  Dunkelbraun gestrichenen Kreuz-, Gurt- und Scheitelrippen des Chorraumes; rechts sieht man noch einen der beiden fehlenden Holzleuchter und mittig die jetzt im Turm befindliche „Ewiglichtampel“.



Wappen Harrach

 
1825, 6. Oktober, erstand Karl Leonhard von Harrach (Harrachwappen über dem Hochaltarbild) in öffentlicher Versteigerung das Amt Zelking vom Stift Seitenstetten um 5.010 fl. C. M., worauf es am 4. Jänner 1826 den Harrach’schen Herrschaften zu Zelking und Matzleinsdorf übergeben wurde.
(Stiftsarchiv Seitenstetten, Akten, Nr. 45)
(C. M. = Conventionsmünze.
2 Gulden sind 1 Taler; gültig 17541858)


Blick von der Empore zum Chorraum mit der Grabplatte von Christoph Wilhelm II. von Zelking (Vater)
und Ludwig Wilhelm von Zelking (Sohn)


Pfarrkirche Zelking

Auf einem kleinen Hügel,
steht unser Gotteshaus.
Es gingen viele Menschen,
bei ihr schon ein und aus.

Sie suchten Trost beim Herrgott,
in manch‘ stillem Gebet.
Gingen mit frohem Herzen
hinaus, Glücks übersäht.

Der Alltag bringt viel Sorgen,
ein Menschenleben lang
und geht es wieder besser,
dann sage Gott auch Dank!

Er wird dich nie verlassen,
prüft er auch manchmal viel.
Leg‘ ihm die Sorg‘ zu Füßen,
halte in allem still.

Und stehst vor seinem Throne.
Das ird’ne Leben aus.
Ein Engel trägt doch gerne,
die Seel‘ in Gottes Haus!
27. Februar 2013


Chorraum
 
 
Hochaltar mit dem Altarblatt vom Wiener Historienmaler Theodor Josef Petter
und dem Chorraum mit den 12 figuralen Glasscheiben



Der Reliquienbehälter des Hochaltares


Eine Reliquie (lateinisch Überbleibsel) ist ein Gegenstand religiöser Verehrung, besonders ein Körperteil oder Teil des persönlichen Besitzes eines Heiligen. Eine Sonderform sind Berührungsreliquien, also Gegenstände wie Kleidungsstoffe, mit denen der Heilige in Berührung kam oder gekommen sein soll (Internet).

 

Dekoration, Mai 2011


Bemerkenswerter neugotischer Hochaltar mit freistehender gemauerter Mensa, dreieckförmiger Altarstaffel, Tabernakel (mit Drehtürchen zum Aufbewahren der Monstranz und Ziborium), Adorationsengeln; dahinter in kielbogenförmiger Rahmung mit Knospenranken zentrales spätnazarenisches Ölgemälde „Hl. Erhard erscheint den Kranken, vom „Nazarener (nach den Wirren der Napoleonischen Kriege und der Wiedererrichtung des Absolutismus auf dem Wiener Kongress 1815, bildete sich in Rom eine deutsche Künstlerkolonie, die vielleicht wegen ihrer Haartracht, eher aber wegen ihrer Vorliebe für religiöse Bildmotive als „Nazarener“ verspottet bzw. bezeichnet wurden. Ihnen ging es um eine Erneuerrung der Kunst im Geiste des Christentums. Die Vereinigung klassischer Schönheit, deutscher Innigkeit und eines wahren Christentums sollte zu einer neuen Renaissance führen. Ein ernster, verinnerlichter Gesichtsausdruck der Figuren, wallende Gewänder und passtellige, warme Farbtöne sind auffallende Merkmale dieser religiös romantischen Kunst. – Entnommen aus: momag [mostviertel magazin] 307, Winter 2012/13, Seite 46) Theodor Petter – Wien 1845 (darüber Wappen der Harrachs) in zeittypischer „milder Ausdrucksform und seitlich – unter neugotischen Säulenbaldachinen – vergoldete barocke Statuen zweier (unbekannter!) Bischöfe.


Der rechte, über dem Tabernakel befindliche (kleine) Engel

 
Die beiden in Gold gefaßten Statuen heiliger Bischöfe unbekannter Zuordnung links und rechts beim Hochaltarbild
(Die linke Figur ist aber nicht der hl. Erhard, da sich auf dem aufgeschlagenem Buch kein Augenpaar befindet!)


Es sind sicher nicht der heilige Ambrosius (Attribut: Bienenkorb) und der heilige Augustinus (Attribut: flammendes Herz) wie im DEHIO Niederösterreich Teil 2, M
Z 2003, Seite 2790, beschrieben wurde!

1897 wurde der Hochaltar durch Rupert Lorenz aus Emmersdorf um 200 Gulden neu „staffiert (H. A. 8/1976).
(„staffiert = ausgestattet)


Links und rechts vom Hochaltar befinden sich Sedilien im modernen Stil (Sesseln für die Ministratinnen und Ministranten)
und vor dem Hochaltar Bänke (für den Priester und einigen Meßdienern)
 
 
 
Volksaltar und Ambo aus Holz
 
 
Der moderne Volksaltar mit Ambo


Hochgotischer, nach Osten ausgerichteter Chor, mit 5/8-Schluss, 3. Viertel 14. Jahrhundert mit zweiteiligen Maßwerkfenstern zwischen einfach abgestuften Strebepfeilern mit Pultdächern.

Einspringender zweijochiger, auf zarten Hornkonsolen kreuzrippengewölbter Chorraum.



Kreuzrippengewölbe im Chorrraum (rechts Hornkonsole)


An der Südwand befindet sich ein großes Wandgrab 3,40 x 2,55 x 0,70 cm (Höhe/Breite/Tiefe) mit einem aus rotem Marmor und schwarzen Kugelsteinen (Porphyr) bestehenden Aufbau; mit Wappen aus weißlichem Kalkstein. Unten Bank mit betonten Ecken, von vorspringenden profilierten Platten eingefasst; an der Vorderseite der Ecksockel ovale Wappen. Auf der Bank von zwei auf Kugeln stehenden Pyramiden flankierte, schwarz gestrichene Inschrifttafel, von glatten, roten Rahmen eingefasst, mit ausladender Deckplatte abgedeckt. Darauf runder Aufsatz mit Zwickeln, der von einer kleinen Spitzpyramide über geschwungener Sockelplatte bekrönt ist. An dem Aufsatz großes Mittelwappen in einem Kranz von 16 kleinen Allianzwappen befestigt.
Die (vertieften und vergoldeten) Inschriften auf Magdalena Frau von Zelckhing geb. Gräfin von Hardegg-Glatz, verstorben am 29. Oktober 1626 lautend.



Inschrifttafel der Magdalena von Zelking (Schrift in Gold auf schwarzem Untergrund)
 

(Die Inschrift der obigen Inschrifttafel)
ALLHIER REVHET TVGENT VND EHR DIE HOCH:VND WOHLGEBORNE FRAV FRAV MAGDALENA VON ZELCKHING GEBORNE GRÄFIN ZU HARDEEG GLOCZ VND IM MACHLAND DES HOCHVNDWOLGEBORNEN HERRN HERRN CHRISTOPH WILHELM HERRN VON ZELCKHING HÖCHSTGELIEBTE GEMAHL DIE GESTORBEN IST DEN OCTOBRIS VMB II VHR IN DER NACHT DES 1626 IAHR IHRES ALTERS IM 51. IAHR DER GOTT GENAD.

Die “Übersetzung“ in die heutige Rechtsschreibung:
Hier ruht Tugend und Ehr, die Hoch- und Wohlgeborene Frau, Frau Magdalena von Zelking, Geborene Gräfin zu Hardegg, Glatz und im Machland, des Hoch- und Wohlgeborenen Herrn, Herrn Christoph Wilhelm (II.), Herrn von Zelking Höchstgeliebte Gemahlin, die gestorben ist den 29. Oktober um 2 Uhr in der Nacht, des Jahres 1626, ihres Alters im 51. Jahr, das ihr Gott genadet (hat).


Rote Marmorplatte mit Wappenrelief in vertieftem Felde (105 x 227 cm). Inschrift auf Christoph Wilhelm II. Herr von Zelckhing,  gest. in Wien, den 27. April 1631 und seinem Sohn Ludwig Wilhelm, gestorben den 10. April 1634 bezogen.


Verherrlichung des hl. Johannes von Nepomuk


An der linken Chorwand Bild in prächtigem Rokokorahmen Verherrlichung des hl. Johannes von Nepomuk, welches das ehemalige Altarblatt der Schlosskapelle in Matzleinsdorf war, aus dem 3. Viertel 18. Jahrhundert. Der Legende nach, kam Nepomuk als Priester im Streit mit König Wenzel, der von Nepomuk wissen wollte, was seine Frau gebeichtet hatte, aber Nepomuk wahrte das Beichtgeheimnis. Deshalb wurde er gefangen genommen, gefoltert und 1393 von der Karlsbrücke gestürzt, wo er im Moldaufluss ertrank. Der im Wasser treibende Leib soll von fünf Flammen umsäumt gewesen sein, deshalb findert man seinen Kopf manches Mal mit fünf Sternen umkränzt dargestellt.

Johannes Nepomuk ist Patron der Flößer, Müller, Schiffer und Brücken, der Beichtväter und aller Priester.


Sakristeitüre (Chorraumansicht): Reliefabbildung Kelch mit Hostie und Strahlenkranz im stehenden ovalen Feld 
(vermutlich aus Ende 18. Jahrhundert stammend)



Hauptschiff/Langhaus


Blick in das Langhaus und zur Empore


Im Hintergrund (Mittelgang) Grabplatte von Urban Herrstorffer 1597, rechts vorne von Christoph Wilhelm II. von Zelking († 1631) und Ludwig Wilhelm von Zelking († 1634, als Letzter seines Geschlechts).



Orgel aus 1846, Prospekt aus 1915


Im Westen Balkonempore mit schlichter Holzbrüstung vom Ende 19. Jahrhundert und einer einmanualigen Orgel mit 8 Registern von Leopold Breinbauer aus Ottensheim bei Linz (dieser ersetzte die Orgel von Josef Gatto), seit 1915 mit einem neubarocken Prospekt versehen.

 

Gewölbe aus dem Langhaus, bzw. Konsole


Hauptschiffgewölbe um 1580 mit angeputzten, profilierten Kreuz-, Gurt- und Scheitelrippen auf Konsolen und drei große Scheitelringe.

Zweischiffiges, im Kern (Hauptschiff) romanisches Langhaus mit gotischem bzw. Spätrenaissancegewölbe und Chor.
 
 

Beide Glasfenster befinden sich im Langhaus, an der südseitigigen Mauer
 


(*) In der Südmauer (Hauptschiff) zwei Fenster (welche um 521 Gulden angeschafft wurden, die Pfarrgemeinde spendete hierfür 100 Gulden) – (* H. A. 8/1976 – siehe Sachwörter); links „Hl. Familie“, im Fußschemmel OOG (ineinander geschlungen, mittig ein Kreuz), unten: Gewidmet A. D. 1897, rechts „Lourdesmadonna“ (Jungfrau Maria mit Bernadette darstellend) Ende 19. Jahrhundert.



Innenansicht Glasfenster im Emporebereich
(es ist das linke Fenster in der Südmauer von außen gesehen)


Marmorplatte mit vertieftem Wappenrelief im Gang vom Hauptschiff (106 x 170 cm). Die Umschrift bezieht sich auf Urban Herrstorffer, gestorben 1597. Herrstorffer wurde deshalb in der Pfk. Zelking beigesetzt, weil Matzleinsdorf damals bereits katholisch, Zelking aber noch protestantisch war.

Nach dem Tode des Urban Herrstorffer scheint der Edle und Gestrenge Herr Jorig von Wopping den Edelhof besessen zu haben; er starb den 26. Februar 1606 im Edelhof in Matzleinsdorf und wurde in der Kirche in Zelking begraben.
Der Vorzug, welchen beide dieser Kirche vor der ihres Wohnortes gaben, ist sehr wahrscheinlich daraus zu erklären, weil in Zelking noch protestantischer Gottesdienst gehalten wurde, während die Kirche in Matzleinsdorf eine Filiale der katholischen Pfarrkirche zu Melk war.
(**) Der Edelsitz zu Matzleinsdorf war indessen wahrscheinlich kaufsweise an „Urban Herrstorffer zu Matzelstorf“ übergegangen, mit welchem Titel dieser schon 1585 genannt wird, und zwar als Gläubiger des Stiftes Melk mit einer Forderung von 4.000 Gulden zu acht von Hundert, noch aus der Zeit des Kaisers Ferdinand I. (gest. 1564) herrührend.
Die Familie Herstorfer (dieser Name wurde vorerst so geschrieben!) hat ihren Namen nicht von Hörsdorf bei Mank, sondern von Hörsdorf in der Pfarre Zeillern (V.O.W.W.). Abt Rudolph zu Seitenstetten kaufte 1330 von Herrn von Herstorf einige Güter (Wendenthal’s Gesch. d. österr. Klerisei, VIII. Bd., S. 258). Leonhard Herstorfer wird 1365, Niklas von Herstorf 1378 in Urkunden als Zeuge gelesen (Kaltenegger Collect. chart. T. I. p. 668 und T. II. p. 213). Hanns Herstorfer, bürgerlicher Bau- und Steinmetzmeister in Wien, kommt 1637 vor (Hormayr’s Wien I. Jahrg. V. Bd., 2. und 3. Heft S. CCL). Er beschloss sein Leben am 1. November 1597, liegt in der Pfarrkirche zu Zelking begraben, war Protestant, und von seiner Tochter Regina gibt ein altes Sterbeprotokoll der Pfarre Maria Laach am Jauerling die Nachricht: „1620 den 6. Juli ist begraben Wordten die Edle und Ehrnthugentreiche Junckhfraw Regina, Ein geborne Herrstorfferin, Weyland des Edlen und Gestrengen Herrn Urban Herrstorffer zu Mätzlstorf, und Frauen Sophia, geborne Poppin, bayder Seeligen Hindterlaßne Eheleibliche Tochter, welche in Gott seliglich verschiden Ihres Aldters bei 30 Jahren.“ Sie wurde in der (damals lutherischen) Pfarrkirche zu (Maria) Laach beigesetzt, wo aber kein Leichenstein von ihr zu finden ist.

Nach dem Tode des Urban Herrstorffer scheint der Edle und Gestrenge Herr Jorig (Georg) von Wopping den Edelhof besessen zu haben; wenigstens starb er den 26. Februar 1606 im Hofe zu Matzelstorf und wurde in der Kirche zu Zelking begraben. Lucas verkaufte das Stammgut Wopping und ließ sich in Österreich nieder. Sein Sohn Georg von W. zu Mühlfeld und Baumgarten ist wahrscheinlich derselbe Jorg (sic!), welcher den Edelhof zu Matzleinsdorf bewohnte und zu Zelking seine Ruhestätte fand, wenn dieser nicht vielmehr ein älterer Georg, des jüngeren Vaterbruder (Onkel) war. Der Vorzug, welchen beide dieser Kirche vor der ihres Wohnortes gaben, ist sehr wahrscheinlich daraus zu erklären, weil zu Zelking noch protestantischer Gottesdienst gehalten wurde, während die Kirche zu Matzleinsdorf eine Filiale der katholischen Pfarrkirche zu Melk war (** DASP I. F. Keiblinger, Band II, Seite 296).
DASP = Diözesanarchiv St. Pölten



Das ehemalige Hochaltarbild von Martin Johann Schmidt (1718–1801)


 
Ehemaliges Hochaltarbild (Ausschnitt und mit Rahmen)


Martin Johann Schmidt
„Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Post AG



Die Gefallenen des zweiten Weltkrieges
 


Gefallene 1938–1945


Über dem Scheidbogen („Triumphbogen – es befinden sich an dessen rechter Seite 33 Fotos unter Rahmung von Gefallenen des Zweiten Weltkrieges angebracht) verblasstes und bmkw. ehemaliges HA-Bild – mit dem gleichen Bildthema wie das jüngere HA-Gemälde, signiert M(artin) J(ohann) Schmidt 1791; Martin Johann Schmidt (genannt „Kremser-Schmidt) hat mit seinen Gemälden in mehr als 120 Kirchen und Klöstern Niederösterreichs die spätbarocke Kunstlandschaft unseres Landes mitgeprägt. Gleichzeitig wurde er zum Kirchenmaler (laut Walter Kleindel, Österreich Daten – Zahlen – Fakten, 2004, Seite 212, schuf er über 1000 Altar- und Andachtsbilder) schlechthin, vermochte er doch mit seiner zugleich lebensnahen und visionären Malerei die Menschen anzusprechen und im Inneren zu bewegen.

(*) Pfarrer Leutmötzer ließ 1790 dieses ehemalige Hochaltarbild malen, das Ziegelpflaster gegen Kehlheimer Platten tauschen und bei einem Melker Goldschmied um 600 Gulden eine Monstranz anfertigen. Auch dotierte er ein Pfarrarmeninstitut mit 300 Gulden, dessen Stiftung 1870 aufgehoben wurde. 1842 schuf er eine Art Begabtenförderung für arme Schulkinder in der Pfarre, und er dürfte auch der letzte Geistliche gewesen sein, welcher durch Fahnenzeichen von der Burg Zelking (Teilbereiche dürften somit damals noch bewohnbar gewesen sein!) zum Essen geladen wurde (* H. A. 8/1976).



Die Kanzel


Die Kanzel ist geschmückt mit Abbildungen von Erstkommunionskindern


Einfache neobarocke Hängekanzel von 1870.
Unterhalb dieser wurde beim Abgraben für die neue Pflasterung im Bodenbereich ein Skelett mit schwarzer Bekleidung gesichtet, aber ohne es fotografisch festzuhalten wieder zugeschüttet – es hieß nur „schnell schließen.
Daher wurde angenommen, dass es sich hier um eine Frauensperson in einem schwarzen Seidenkleid (dann begütert!) gehandelt haben könnte.
In der Broschüre Kirche Klein-Pöchlarn (1391–1991) Pfarre Klein-Pöchlarn (17921992), Seite 31 steht unter anderem: Motter Andreas, Mag. der Philosophie (1694–1695). Scheint um 1670 (diese Jahreszahl dürfte nicht ganz stimmen) in Zelking auf und war hier nur zwei Jahre tätig. Starb 44-jährig und wurde in der Pfarrkirche vermutlich in der Gruft im Mittelgang bestattet.
Ob es sich hier um die sterblichen Überreste von Motter handeln könnte (welche unterhalb des Kanzelbereiches gefunden wurde)
  es wurden leider keine Untersuchungen jeglicher Art vorgenommen), kann aber nicht ausgeschlosssen werden!.



Das alte Taufbecken



(Seitlich der Kanzel) Polygonales Taufbecken (fünfseitig) mit gotischer Rankenmalerei,
am Deckel Taufe-Christi-Skulptur, 19. Jahrhundert
(Wilhelm Zotti Kirchliche Kunst in Niederösterreich, Band 1, Seite 371)


Der moderne Kerzenleuchter für die Osterkerze


Leuchter für die Osterkerze (jetzt rechts beim Herz-Jesu-Altar)


 
Herz-Jesu-Altar anstelle des „Johannes-Altars“

 
Herz-Jesu-Altar

 

Rechter Seitenaltar (neugotisch) mit Herz-Jesu-Statue aus 1910 anstelle des ehemaligen „Johannes-Altares (Heiliger Johannes von Nepomuk), dessen Statue sich nun an der Rückwand zum Emporeaufgang befindet.


(*) Zwischen 1767 und 1785 erfolgten unter Pf. Simon Schmidhuber eine große Restaurierung der Kirche und die Aufstellung des Johannes-Altares, welchen vermutlich der Bürger Bernhard Kotzinger gestiftet hatte (* H. A. 7/1976).


Seit 2006 wird das aus je 13 Personen und Tieren bestehende „Kripperl hier aufgestellt.

Seit vielen Jahren fehlt der Elefant. Eine Figur soll nach Matzleinsdorf abgegeben worden sein (passt dem Typus nach zu unseren Figuren).


Heiliger Johannes von Nepomuk


Statue heiliger Johannes von Nepomuk, vom ehem. „Johannes-Altar“ stammend, derzeit an der Rückwand zum Emporeaufgang befindlich.



Türe zur Empore
 

Die Tür zur Balkonempore ist in ähnlicher Ausführung wie die Innentüre der Sakristei gehalten.



Das Nordschiff

 

Sakristeimadonna“ und
Marienaltar (Foto vor 1910)


Die ehemals in der Sakristei befindliche Madonna (befand sich anstelle der gotischen einstmals auf dem
Marienaltar – siehe rechtes Foto) soll aus 1900 stammen (befindet sich derzeit auf dem Hochaltar angebracht) und ist nach HR Architekt Dipl.-Ing. Wilhelm Zotti eine gute Arbeit eines Südtiroler Bildschnitzers (wie Ferdinand Stuflesser, Josef Rifesser, ...).



Marienaltar (März 2011)


Der rechte Fuß des linken Engels hat (siehe mittige Aufnahme) einen abgeschrägten Fußteil
ein Hinweis, dass beide aus dem früheren Hochaltar stammen 


1514 erfolgte die Aufstellung eines Flügelaltars (!) – „Unser lieben Frau (Geschichtliche Beilagen, Band 17, 2001, Seite 578), wovon die Madonna mit Kind (am derzeitigen Marienaltar) stammte (wobei beide in einer 1909 erschienenen Abbildung noch barocke Kronen trugen!).Der Frauenaltar stammte vermutlich von Hanns Peham, Maler, Glaser und Bürger von Melk, wurde aber 1846 durch den neuen Hochaltar ersetzt. Aus den Bestandteilen des früheren Hochaltares (und mit einem Sinzendorf’schen Wappen versehen) wurde dann dieser Seitenaltar (mit in Adoration befindlichen Engeln/Putten) zusammengestellt (Geschichtliche Beilagen, Band 17, 2001, Seite 578) und um 1940 (?) leicht abgeändert – was dem heutigen Aussehen entspricht.
Der „Aufsatz am Marienaltar stammt vom ehemaligen Hochaltar.
Die oberen, etwas kleineren Putten stammen aus dem ehemaligen Nepomuk-Altar.

Auf dem Altartisch des Marienaltares wurde bis 2005 das handgeschnitzte „Kripperl aufgestellt.

 
Frühklassizistische vergoldete Holzleuchter vor 1800
(nach einer Beschreibung von Franz Eppel, Die Wachau, Seite 242)
Vier davon entnommen und als „schwammig/entsorgt deklariert




Der Reliquienbehälter des Marienaltares


  
Auf den Schwarz-Weiß- Aufnahmen sieht man noch die sechs (vier als „schwammig/entsorgt deklariert) Kerzenleuchter!


Von sechs solch schönen Holzleuchtern befinden sich nach der schwammig/entsorgt-Aktion nur mehr zwei Leuchter (auf dem Marienaltar) in unserer Pfarrkirche!



„Hl. Grab



Unter der Mensa befindet sich ein „Hl. Grab – unter Pf. Platzer 1896 errichtet

 

Das leere „Hl. Grab“ (am Ostermontag 2011)



Putti
 
 

Obere Putten (links/rechts)


Untere Putten (mittig der beschädigte rechte Fuß der linken Figur)


Ich sehe dich in tausend Bildern

Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
dich keins von allen kann dich schildern,
wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel
seitdem mir wie ein Traum verweht
und ein unnennbar süßer Himmel
mir ewig im Gemüte steht.
Novalis


Alt & Neu
Eines der zwei ehem. Fenster (Innenansicht) vom Nordschiff  (wurden durch die Restaurierung gegen weißes Glas ersetzt)


Öffnungen in drei gedrungenen Spitzbogenarkaden zu dem wesentlich niederen Nordschiff mit Kreuz- und Gurtrippen und geradem Ost-Schluss (darin befindet sich ein Rundfenster mit Wappen Heussenstamm), Anfang 15. Jh.


Gewölbe im Nordschiff


Im Boden vor dem Marienaltar befindet sich eine große rote Marmorplatte (136 x 274 cm) mit zwei eingeritzte Wappen (sehr abgetreten). Die Inschrift lautet nach alten Schriften: Anno dni MCCCCXIIII feria sexta obiit dna Katherina († 1414 *) uxor dni Hainrici de Zelcing († 1420) hic sepulta.
(* Nach der Stammtafel der Herren von Zelking ist Katharina von Zelking 1413 verstorben.)


Grabplatte (Erdbestattung) von Heinrich und Katharina von Zelking

 
Weihwasserbecken aus Granit
 
 

Glasfenster mit dem Heussenstammwappen (an der westlichen Außenmauer)
 
 

Haupteingangstüre
– Innenansicht


215 Sitzplätze (ohne Emporebereich und Notstühle)
 

 

Langhaus/Choraumbereich, Ostermontag 2011