Lehm und Ziegel

Notgeld, Münzen, Banknoten, …

Veröffentlicht


 
Münzen, Banknoten, … die mit unserer Gemeinde einen direkten
oder indirekten Bezug haben

Dieser Beitrag wird aus bereitgestellten Belegen und aus Internetdaten zusammen gestellt

erheben aber trotz alledem kein Recht auf Vollständigkeit!

Das Notgeld der Gemeinde Matzleinsdorf von 1920

(10  ZEHN HELLER / 30  DREISSIG HELLER / 50  FÜNFZIG HELLER)
 
Nicht nur der Mangel an Bekleidung, Nahrung, Heizmaterial, … war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges spürbar – es befanden sich auch für einen kürzeren Zeitraum zuwenig Münzen im Umlauf.
Aus Mangel an münzbar zu machendem Edelmetall, wurde sogenanntes „Notgeld“  (Gutscheine) herausgegeben.
Man gehorchte (zuerst) der Not (daher kommt der Name „Notgeld“) und ließ (nachher) sehr oft in zahlreichen Serien solche Gutscheine drucken (für Sammler!).
Die Leitung der Katastralgemeinde Matzleinsdorf ließ in einer Wiener Druckerei für ihren Bedarf Scheine mit einem Nennwert von 10, 30 und 50 Heller herstellen.
 
 
Vorderseite:
Gutschein
der Gemeinde Matzleinsdorf bei Melk
Die Gemeinde Matzleinsdorf bei Melk gibt  Gutscheine im
Gesamtbetrage von 13.500 Kronen aus und haftete für die Ver-
bindlichkeit dieser Scheine mit ihrem ganzen beweglichen und
unbeweglichen Vermögen.
Gültigkeitsdauer bis 31. Dezember 1920.

Der Vizebürgermeister:                  Der Bürgermeister:
Richard Wallner                             Johann Grabmayer 
(Unterschrift)                                                   (Unterschrift)

Matzleinsdorf bei Melk, am 31. Mai 1920
Die Nachahmung dieser Scheine wird gesetzlich bestraft!

 
   
 
 
Diese Serie bestand aus jeweils 15.000 Stück 10, 30 und 50 Heller-Gutscheine


Rückseite
:

10 (braun/schwarz), 30 (dunkelgrün/schwarz) und 50 (rot/schwarz) Heller mit Abbild der Pfarrkirche/Haus (in einer ovalen Bildfläche), Matzleinsdorf b. Melk, Giltig bis 31. Dez. 1920 und Druck der Gesellschaft für Graphische Industrie, Wien VI.

   
Die jeweils bunten Seiten sind die Rückseiten; die beschriebene ist die Vorderseite!

 

 

Das Notgeld der Gemeinde Zelking von 1920
 (10  ZEHN HELLER / 20  ZWANZIG HELLER / 50  FÜNFZIG HELLER)


Vorderseite:
Gutschein der Gemeinde Zelking,
Niederösterreich.
Die Gemeinde Zelking haftet für die
Verbindlichkeit, diesen Schein in gesetz-
lichem Bargeld einzulösen und hat hie-
für eine eigene Deckungsrücklage bestellt.
Der Bürgermeister:
(Franz) Erber
(Unterschrift)
Der Vize-Bürgermeister:           Der Gemeinderat:
A(lois)Gattringer                      Jos.(ef) Hörmann
(Unterschrift)                           (Unterschrift)
HERMES, BUCH u. KUNSTDRUCKEREI WIEN XVII

 
 Alle Gutschein der Gemeinde
Zelking haben die gleiche
Vorderseitenansicht!

Rückseite:

Gutschein der Gemeinde Zelking zu 10 (20 oder 50) Heller Giltig bis 31. Dezember 1920
Die Nachahmung dieses Scheines wird gesetzlich bestraft!
ENTWURF: RADIERER WALTER PRINZL, MELK

 

   
Die jeweiligen Rückseiten der Notgeldscheine stammen nach Entwürfen vom Radierer Walter Prinzl!

Diese Notgeldscheine mussten bis Ende Dezember 1920 eingelöst werden und man erhielt dann den Gegenwert ausbezahlt.

Ob man für diese Gutscheine beim Umtausch Münzen oder Banknoten erhielt – es  wurde noch in keiner Beschreibung erwähnt!

Durch die  graphisch oft recht schön gestalteten „Notgeldscheine“, kamen nicht nur die Sammler „auf den Geschmack“ – auch die jeweiligen Herausgeber.
Manche der Herausgeber (darunter befanden sich auch Private, Firmen, Bundesländer) gaben zahlreiche Sonderserien heraus. Trotzdem es an vielem mangelte, wurden diese „bunten Scheinchen“ in Massen hergestellt (vor allem in den größeren Gemeinden) und es wurde so zu einem Profit des jeweiligen Herausgebers, da diese Gutscheine gesammelt und daher nicht alle umgetauscht wurden!

Wir stehen jetzt am Anfang des dritten Jahrtausend und immer wieder tauchen solche Gutscheine in gut erhaltenem Zustand (Nachdrucke?) auf und werden auch noch immer gerne gesammelt!
 

Österreichische Währungen (I)
(ab 1. 1. 1925 bis 25. 4. 1938 gültig)


 

Halber Schilling; 10 Groschen- und 1 Schillingmünze


  Reichspfenning und Reichsmark
(Gültig vom 26. 4. 1938 bis 20. 12. 1945)
Quiz: Hätten Sie gewußt, dass der 1 Reichspfenning bis zur Einführung des Euro offizielles Zahlungsmittel in Österreich war?

Nach einer Anfrage (Jahr? noch im Schillingzeitalter!) seitens der nicht mehr existierenden Tageszeitung Alles täglich bei der Nationalbank, wurde mitgeteilt, dass der 1-Reichspfenning formell nicht außer Kurs gesetzt wurde. Man dürfte (alle anderen Münzen wurden nach und nach außer Kurs gesetzt) einfach darauf vergessen haben, oder das Finanzministerium scheute den Aufwand, die minderwertigen Zinkmünzen außer Kurs zu setzen.
Jedenfalls, konnte man damit in jedem österreichischen Geschäft damit bezahlen!
Allerdings, sind gut erhaltene 1-Pfenningmünzen um ein vielfaches teurer, als der damalige Wert betragen hatte!

1-Pfenningmünzen von (?) und 1942
 
 

Alliierte Militärschillinge
 
Die amerikanischen Streitkräfte waren 1945 auf den raschen Wiederaufbau einer Zivilverwaltung in den befreiten europäischen Ländern sehr gut vorbereitet.
Sie brachten (unter anderem)
eine fertige Banknotenserie nach Österreich mit.
Die Deutsche Reichsmark war im Jahre 1945 so gut wie wertlos.
Die Banknoten wurden ab Mai 1945 ausgegeben.
Die in den USA gedruckten Banknoten trugen das Bogenwasserzeichen
Military Authority; die aus Großbritanien Wellenlinien-Wasserzeichen (wie die abgebildete 50 Groschen Banknote).
Weiters gab es Banknoten zu 1, 2, 5 Schilling (die neben der 50 Groschen Banknote bis zum 9. Dezember 1947 gülig waren);. Die 10, 20, 25, 50, 100 und 1000 Schilling Banknoten wurden bereits am 21. Dezember 1945 ungültig.
Teilentnahmen aus: Die Briefmarke Nr. 8/2006, Seite 43
Beitrag von Dr. Hellwig Heinzel

Links die Vorderseiten (und daher rechts die Rückseiten) gilt für alle weiteren Abbildungen
 
  
50 Groschen Banknote der Serie 1944

 

Österreichische Währungen (II)
(ab 21. 12. 1945 bis 28. 2. 2002 gültig)
 

1 g; 2 g; 5 g; 10 g (2x); 20 g; 50 g (Groschen) und 1 S, 2 S und 5 S (Schilling)
 
 
 
Die Aluminiummünze mit dem Sämann und die Gemäldedarstellung (2. Fassung 1921) aus dem Internet
 
Auf der ehemaligen 1-Schillingmünze ist kein säender Bauer abgebildet, sondern es handelt sich um den Teufel, der Giftweizen hinterher sät! Die Figur stammt aus einem Gemälde von Albin-Egger Lienz. Eines der Bilder aus der Totenkapelle der Krieger-Gedächtnisstätte neben der Pfarrkirche St. Andreas in Lienz zeigt einen Bauern mit Hut und blauer Hose, der mit der Hand aus einem umgebundenen Tuch Samen auf das Feld streut und hinter ihm geht der Giftweizen ausstreuende Teufel, der als nackter, braungebrannter Mann abgebildet ist.
Eben dieser
Mann wurde als Vorbild genommen. Vermutlich hatte der damalige Künstler auch nicht gewußt um welche Person es sich hier handelt und schon gar nicht die Absicht, den Teufel zu verewigen. Vielleicht hatte ihn die muskulöse Gestalt des Sämanns so beeindruckt.


10-Schillingbanknote vom Februar 1946
(Originalgröße: 124 x 68 mm)
 
 
Mädchenbildis und der sechskantige Münzturm auf Burg Hasegg in Hall/Tirol

20-Schillingbanknote vom Mai 1945
(Originalgröße: 140 x 73 mm)

 
  
Frauenbildnis und säender Bauer

Weiter österreichische Währungen
(bis zur Einführung des Euro)

20 Schilling Banknote vom Jahr 1976
(Originalgröße: 133 x 65 mm)

 
 
Carl Ritter von Ghega 18021860 und Brückenmotiv der Semmeringbahn (mit Landschaft)
 
Österreichische Euro-Währungen
(Ab 1. 1. 2002 bis ? = normale Ausgaben)

 

AKTIEN


Aktien aus dem Jahre 1924 in Kronen-Währung