Kleindenkmäler

Sakrale Kunst und Kleindenkmäler I

 


Liebe Marterlfreunde!



Die virtuelle Reise zu den sakralen Flurdenkmälern wird in der Diemling (Gemeindegrenze zwischen St. Leonhard am Forst und der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf) begonnen, geht über Anzenberg, Hofstetten, Arb, Mannersdorf in den Bereich Einsiedl, dann nach Zelking (Ort/Umgebung), Gassen und Hiesberg. Weiters wird im
Hiesberg, Mösel (Ortsteil von Matzleinsdorf) weiter gewandert, dann die im Ort und Umgebung von Matzleinsdorf, Bergern, Maierhöfen befindlichen sakralen Kleindenkmäler besucht und zum Schluss der Ort Freiningau (Umgebung), wo die „Marterlwanderung endet.

Wünsche allen ein interessantes Wandern.

Die virtuelle und auch vor Ort Wanderung, kann jeder beginnen und beenden wo und wie er will!

Die Bitttage sind christliche Gebets- und Prozessionstage vor dem Fest Christi Himmelfahrt mit Bittgang und Prozession. Der Priester segnet die Äcker, und alle bitten Gott um eine gute Ernte. Die Woche, in der die Bitttage liegen, wird auch als Gangwoche, Betwoche, Bittwoche oder Kreuzwoche bezeichnet.
Bittgänge sind ein Jahrtausend altes und geschätztes Zeichen, den Glauben an Gott, an die Macht des vertrauenden Gebetes und die helfende Fürsprache der Heiligen zu bekunden. „Warum gehet man in den Processionen um die Fluren, Aecker und Felder? – Um den gütigen Gott zu bitten, er wolle mit seiner milden väterlichen Hand die Fluren segnen, die Früchte der Erde erhalten, und wie er alle Thiere mit Segen erfüllt, und ihnen ihr Speis zu gelegener Zeit gibt, also auch uns Menschen die nothwendige Nahrung mittheilen.“ heißt es bei Leonhard Goffine 1690 in seinem „Christkatholischen Unterrichtsbuch“ zur Funktion der Bittgänge in der katholischen Tradition.
Unter dem Begriff „Bittgang“ versteht man darüber hinaus alle Gebetsprozessionen, die im Verlangen nach übermenschlicher Hilfe und im Glauben an den Helferwillen Gottes unternommen werden. Sie lassen sich auf eine Anordnung des Bischofs Mamertus von Lyon im Jahr 469 zurückführen, wegen Erdbeben und Missernten an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit Fasten verbundene Bußprozessionen zu halten. Um 800 wurden diese drei Bitttage (rogationes oder litaniae minores) auch von Rom eingeführt, allerdings ohne vorgeschriebenes Fasten.
Der Sprachgebrauch hat den Ausdruck „Bittgang“ allmählich auf Prozessionen beschränkt, die mit der Landwirtschaft in Verbindung stehen, so genannte Flurprozessionen. In den letzten Jahren ist dieser Themenkreis erweitert worden. So heißt es im Messbuch der katholischen Kirche: „An den Bitt- und Quatembertagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen“.
(Entnommen aus dem Internet)

Da Herrgott am Roa

Da Herrgott am Roa,
jo, er steht so alloa,
ob bei Tog oda Nocht,
ob de Sun obelocht,
ob es stürmt, oda schneit,
is fia uns do jedazeit!

Siachts des woxn  und blian,
tuas den Wind imma gspian.
Gib unsre Föda dein Seg’n,
Licht, Wärme und Regn.
Ob es stürmt, oda schneit,
bist fia uns do jedazeit!

Liaba Herrgott am Roa,
is guat gmocht, wia i moa,
des woxn und grean,
unsa Dorf is so schean.
Ob es stürmt oda schneit,
host fia uns imma Zeit!
LP April 2004

Kreuz am Wege …

Was willst du uns künden?
Mahnmal willst du sein an längst vergangene Zeiten!
Du sahst der Menschen viele auf dem Wege schreiten,
An dem du stehst.
Dein Standplatz sah viel Leid und Not, bitteren Tod,
Sahst der Feinde grimmige Scharen, die einst im Lande waren,
Sahst Feuer und Gespenst, sahst frommer Leute mutiges Gebaren,
In Freud und Leid, in längst vergangnen Tagen. – – –
So sprichst du stumm, du Sinnbild unseres Glaubens.
Gar mancher achtet deiner, doch viele sehen dich nicht. – – – 

Was will das Kreuz?

Was will das Kreuz, das am Wege steht?
Es will dem Wanderer der vorübergeht,
Das große Wort des Trostes sagen:
Der Herr hat deine Schuld getragen.
Was will das Kreuz, das am Wege steht?
Es will dem Wanderer, der vorübergeht,
Das große Wort der Weisheit sagen:
Du sollst dem Herrn dein Kreuz nachtragen.
Was will das Kreuz, das am Wege steht?
Es will dem Wanderer, der vorübergeht,
Das große Wort der Hoffnung sagen:
Das Kreuz wird dich zum Himmel tragen.
(Verfasser unbekannt)


(Foto aus Datei)



ANZENBERG

Dötl-Kapellenbildstock


Vor der ehemaligen „Diemlingmühle“ (rechts an der B 215 in Richtung St. Leonhard am Forst), noch im Gemeindegebiet der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf, befindet sich ein gemauertes Flurdenkmal.
Im sogenannten „Sturmjahr“ – (bei dieser Revolution gab es viele Tote, aber es brachte u. a. am 9. September 1848 den Bauern die Freiheit von Robot und Zehent) verunglückte hier ein Bauer aus der näheren Umgebung tödlich.


Aufnahme vom Jahre 1989


Auf der Gedenktafel steht folgende Beschreibung:
Josef Dötl, Wirthschaftsbesitzer zu Schönbuch Nr. 1, Pfarre St. Leonhard am Forst, ist am 27. September 1848 im Alter von 68 Jahren infolge eines unglücklichen Sturzes von seinem Wagen hier seinen Verletzungen erlegen.
Gott der Allmächtige erbarme sich seiner, lasse ihm die Sünden nach und führe ihn in das ewige Leben. Amen.

(Wirtschaftsbesitzer wird hier mit einem „h“ geschrieben!)
Es konnte nur mehr aus einer alten, mündlichen Überlieferung eruiert werden, dass der tödlich verlaufende Unfall durch ein Ochsengespann erfolgte!
Obiger Artikel erschien in: Heimatkundliche Beilagen zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Melk – Nr. 1, 15. Jänner 1999, 25. Jahrgang.

 
„Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Post AG
„Kudlichmarke“ (in Schillingwerten) und ungarische Briefmarke mit dem Revolutionjahr eingedruckt


„Bauernbefreier“ war unter anderem auch der österreichische Abgeordnete Hans Kudlich, * 25. Oktober 1823 Lobenstein (Österreichisch Schlesien), † 11. November 1917 Hoboken bei New York (USA). Als Mitglied des österr. Reichsrats, stellte er 1848 den Antrag auf Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses und der bäuerlichen Lasten; zum Tode verurteilt wegen Teilnahme an der Revolution; später Arzt in den USA.


Das Christusbild
(im „Doppelwald“ bei Anzenberg)


Wenn man sich von der B 215 zur Ortschaft Anzenberg begibt, sieht man auf der linken Straßenseite in etwa 3 m Höhe, im so genannten „Doppelwald“ (weil rechts und links der Straße sich ein Wald befindet), eine Bleistiftzeichnung (Kopie) aus einer Parte abgezeichnet, mit einer Holzumrahmung und unter Glas befindlich, auf einer großen Buche angebracht.
Herr Franz Loidl (ein ehemaliger Zelkinger) brachte dieses Bild 1988 hier oben an, da das alte Bild der Witterung zum Opfer gefallen war.
Die Großmutter von Franz Loidl (Frau Anna Mirtic), kann sich erinnern, dass hier schon immer ein „Bildbaum“ bestanden hat, aber nicht mehr an den Grund der Ersterrichtung.
Anfang des Jahres 2001 wurde durch Herrn August Loidl (Vater vom Franz) eine neue, wetterfeste Umrahmung für das „Christusbild im Doppelwald“ geschaffen.


Das auf dem „Bildbaum“ befindliche Abbild und das Totenbildchen selbst

 

Kreuzkapelle

Hat man die Steigung (zum Ort) Anzenberg hinter sich, sieht man rechts, kurz vor der Ortschaft (auf einem Grundstück der Familie Gutsjahr) ein gemauertes Flurdenkmal älteren Ursprunges.
Im Inneren befand sich eine größere Statue der Muttergottes („Lourdesmadonna“), welche in Wien gekauft, aber wegen Holzwurmbefall und starker Beschädigung einer Hand entfernt wurde.
Frau Anna Mirtic (Anzenberg) kann sich erinnern, dass ihre Mutter von Pesttoten erzählte, die unter diesem religiösen Kleindenkmal begraben sein sollen!
Auch das Umfeld wird Kreuzkapelle genannt.
Vermutlich stand am Anfang zur Erinnerung (an die Pesttoten) einmal ein Kreuz, bevor man die Kreuzkapelle errichtet hat.
Herr Johann Kirchweger (Anzenberg) erzählte (mir) bei den „Marterlgesprächen“, dass zur Pestzeit in Anzenberg nur 7 Personen diese schreckliche Seuche überlebt hätten, daher dürfte sich schon sehr bald eine Gedenkstätte hier befunden haben!
Derzeit befindet sich das „alte Madonnenbild“ wieder im Inneren der Kreuzkapelle.
2000 mußte die ca. 200 Jahre alte Linde gefällt werden.

 
Die Kreuzkapelle:Links mit der ehemaligen Lourdesmadonna und rechts mit dem „alten Madonnenbild“

Unter „Marterlsuche“ – wurde in der NÖN Bezirk Melk, Woche 07/1999 ein Bild mit Text von der Kreuzkapelle noch mit der „Lourdesmadonna“ gebracht!
Die St. Rochus-Wallfahrt der Pfarrgemeinde Ruprechtshofen erinnert vermutlich an die Pestzeit, die der Überlieferung nach in den Jahren 1620 bis 1630 in Zelking und Umgebung bis Anzenberg gewütet haben soll und bei der die dortige Bevölkerung fast zur Gänze umgekommen sein sollte.
Entnommen aus: Geschichte der Marktgemeinde Ruprechtshofen (1993), Seite 92 – Rudolf Schierer, Redaktion Gerhard Floßmann.

Gerstl-Kreuz

Am Ortsende von Anzenberg in Richtung Weghof (Gemeinde Ruprechtshofen), steht ein Holzkreuz mit einem Abbild des Gekreuzigten auf Blech gemalt.
Frau Maria Gerstl konnte den Grund einer Aufstellung nicht nennen. Schon zu Urgroßvaters Zeiten gab es hier laut mündlicher Überlieferung, immer ein Flurdenkmal.
Es würden hier dann sicher schon über 150 Jahre Holzkreuze (mit gemalten Christusfiguren?) an dieser Stelle gestanden sein.

Das Holzkreuz wurde um 1970 erneuert; das Christusbild 1996 renoviert.


Blitzlichtaufnahme vom Gerstl-Kreuz

 

Fichtinger-Kreuz

Außerhalb von Anzenberg (Richtung Grub/Baulanden), in der so genannten „Holzwiese“, steht  abseits der Straße, bei einem eingezäunten und aufgeforstetem Waldstück ein Gußeisernes Kreuz (altes Grabkreuz mit silberfarbigen Christuskorpus und einer Namenstafel), welches im Gedenken des bei einer Waldarbeit überraschend ums Leben gekommenen, jungen Ignaz Fichtinger aufgestellt wurde.

 
Das Fichtinger-Kreuz (aufgenommen Februar 1999 mit Rauhreif behafteten Gräsern)

Auf der Gedenktafel steht folgendes geschrieben:
Hier an dieser Stelle, verschied plötzlich Ignaz Fichtinger am 20. N 1923 im 17. Lebensjahr.
Gewittmet von Engelbert und Aloisia Fichtinger.


Gewidmet wurde hier noch anders geschrieben;  N steht für November! 


 
„Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Post AG
(Sonderstempel) Sappel mit Holzstamm und Briefmarke mit Hochwald – passende philatelistische Motive zum obigen Beitrag

 

HOFSTETTEN


Christiana Lemp-Gedenktafel


Am 8. Jänner 1998 um ca. 8 Uhr morgens, soll Frau Christiane Lemp durch ein plötzlich auftretendes Glatteis, sich mehrmals drehend, in einen entgegenkommenden Pkw hineingerutscht sein und beim Haus Wieland/Holl, Hofstetten Nr. 1 dadurch ihre tödliche Verletzung erlitten haben.
Am Gartenzaun dieses Hauses befindet sich eine Gedenktafel (mit Bild der Verunglückten) angebracht, darunter befindet sich eine Grablaterne und Blumenschmuck beigestellt. Es soll an den Unfall erinnern, der die Familie ein halbes Jahr später noch ein Mal getroffen hatte – mit dem tödlichen Verkehrsunfall (in der Nähe) durch den Sohn Josef!    



Die Gedenkstätte für Frau Lemp (Sommer 1998)

Auf der Parte stand folgender sinniger Spruch: 

Im Leid denke an jene,
die mehr leiden als du,
und deine Last
wird dir leichter erscheinen.
Rosemarie Gros

 

Tippl-Kreuz

Biegt man nach Mannersdorf von der B 215 in Richtung Hofstetten ab, sieht man neben der Straße ein Holzkreuz neueren Datums.
Zuerst stand ein Holzkreuz nach dem Hochwasser 1959 an dieser Stelle.
Das Eichenholz für das erste Holzkreuz stellte Herr Josef Holl sen. zur Verfügung und  Herr Alois Resch zimmerte damals das Kreuz.
Die auf dem ehemaligen Flurdenkmal Kreuz am Kirchenweg befindliche Christusfigur, wurde auf das Tipplkreuz übertragen.
Das derzeitige Holzkreuz steht seit 1989 (von der Familie Tippl wiederum erneuert – daher der Name Tippl-Kreuz) an dieser Stelle.
Die Segnung (verbunden mit einer Feldmesse) erfolgte durch Pater Stephan Holpfer O.S.B. Mag. Theol. am 11. Juli 2002.


Das Tippl-Kreuz und Pater Stephan bei der Segnung

Eibl-Kapelle

Der derzeitige Bau dieser Kapelle auf dem Grundstück der Familie Eibl, nahe beim Haus Nr. 3 welche sich in Hofstetten befindet, dürfte um 1930 durch Herrn Engelbert Eibl entstanden sein.
Herr Franz Eibl, ein Vorfahre, vollendete um 1860 den Bau dieses bei der Eiblkapelle befindlichen Bauernhauses.
Unmittelbar nach der Vollendung des Wohn-, und Wirtschaftstraktes, wurde ein Holzkreuz zur „Ehre Gottes“ aufgestellt.
Vermutlich folgten weitere Holzkreuze dem ersten nach, bis die derzeitige Kapelle entstand.
Alle Angaben von Herrn Franz Eibl sen., nach  mündlicher Überlieferung!


Die Eibl-Kapelle

 

Hofstettener-Kreuz

Am 8. Mai 1999 wurde durch Herrn Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn das Hofstettener Kreuz feierlich gesegnet, welches durch die Familie Eibl am 26. April 1999 aufgestellt wurde.
Der Christuskorpus (Abguß) stammt aus dem Saarland (D), das Original schnitzte ein Tiroler Holzschnitzer.
In Eigenregie wurde die hölzerne Umrahmung, der Sockel usw. hergestellt.
Das unmittelbar in der Nähe der Eiblkapelle befindliche Holzkreuz fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.

Aufnahme vom Hofstettner-Kreuz 1999


Der Name Hofstetten dürfte laut einem Glossar aus Hofstatt, Hofstätte stammen (kleine bäuerliche oder städtische und märktische Besitzeinheit, Halb- oder Viertelhube, oft Anteil eines Gutshofes).
Hofstätte ohne Grund ———-
Hofstätte mit Grund  5–12 Joch
Hube 25–30 Joch

ARB

 

Kapelle zur Heiligsten Dreifaltigkeit

(beim Gredinghof *)


(* Gredinghof  ist eine vulgo-Bezeichnung für das zuhöchst gelegene Bauernhaus in der Rotte Arb.)
Sonntagnachmittag, den 14. Juni 1998, segnete Pf. KR Edmund Warchol während einer Feldmesse diesen 1997/98 errichteten Neubau, welcher anstelle vom (ehemaligen) Bildstock Gredinghof errichtet wurde.
„Gesichert“ mit einer schmiedeeisernen Gitter-, Glastüre.
Diese schmucke Kapelle befindet sich (laut Herrn Gerhard Bürg, als Initiator des Marterlneubaues der Dorfgemeinschaft Arb) an einer Tiefenhorizontalen Wasserscheide, zwischen dem Melk- und dem Erlauffluss liegend.
Zwei Robinienbäume  (Akazien) „krönen“ diese schöne Lage der Kapelle.
In etwa 340 Arbeitsstunden und unter Verwendung von ca. Euro 2.500 sowie Materialspenden seitens der Bevölkerung und der Gemeinde, aber auch durch „freiwillige Hände“, konnte wieder etwas von unseren Vorfahren übernommenes, den zukünftigen Generationen weitergegeben werden!

 
Das Hauptbildnis zeigt eine Dreifaltigkeitsdarstellung;
links der hl. Florian, rechts der hl. Leonhard

Durch den Leiter der Behindertenwerkstatt in Roggatsboden, Herrn Franz Guger, wurde durch eine Spende der Volksbank Ötscherland in Matzleinsdorf der Holzleuchter ermöglicht; die Kerze dazu wurde von der Landjugend gespendet.

Pf. KR Edmund Warchol bei der „Marterlsegnung

Der Erstabdruck obigen Artikel betreffend erfolgte in: Heimatkundliche Beilage zur Bezirkshauptmannschaft Melk Nr.12 vom 15. Dezember 1998 er beinhaltet aber einige Fehler, so unter anderem auch, dass „Marterl“ anstatt Kapelle geschrieben war.
Ein begehbares „Marterl“ wird immer mit Kapelle umschrieben!
Zeitungsartikeln die „Kapelle zur Hl. Dreifaltigkeit“ betreffend in: NÖN, Woche 26 vom Juli 1998 Seite 14, Kirche bunt 28 vom 12. Juli 1998 Seite 6.

St. Josef-Bildstock

Gegenüber vom „Gredinghof“ (es ist das höchst gelegene Haus in der Rotte Arb!) befindet sich der St. Josef-Bildstock. Bei einer Waldarbeit verunglückte am 12. Februar 1973 Herr Franz Schreyvogl tödlich. Zur Erinnerung an diese Tragödie ließen die Angehörigen im Herbst desselben Jahres den Bildstock errichten.
Über dem Sockel aus Steinplatten, befindet sich eine geschnitzte Abbildung des hl. Josef (um Schutz rufen ihn die Handwerker, aber besonders die Zimmerleute an; außerdem Familien, Ehepaare und Sterbende).
Dieser Bildstock wurde inzwischen von der ursprünglichen Stelle entfernt und in Verwahrung genommen.


Der Standfuß besteht aus einem Teil des Stammes, welcher den tödlichen Unfall verursachte.

 

Josef Lemp-Gedenktafel

Eine Gedenkstätte an einer nicht alltäglichen Stelle, ist beim Bauernhaus der Familie Mayer in der Arb Nr. 7 zu sehen.
Auf einer neuen Betonmauer einer Dungstätte befindet sich eine Gedenktafel angebracht und darunter ist eine Laterne und Blumenschmuck zu sehen. Warum?
Sonntag den 19. Juli 1998, um etwa 15 Uhr, prallte Herr Josef Lemp, im 21. Lebensjahr stehend und aus St. Leonhard am Forst stammend, mit einem Motorrad (Honda) an die (oben erwähnte) Mauer.
Briefmarkenmotiv einer Honda aus dem Staat Guinea-Bissau
Durch die Wucht des Aufpralles, wurde ein Teil der Betonmauer weggerissen (!) und Herr Lemp erlitt hier an dieser Stelle eine so
starke Verletzung, die kurz darauf für ihn letal endete.

Gedenkstätte in der Arb

Auf einer der zahlreichen Parte steht folgender, sehr tiefgehender Spruch:
Wer dich gekannt,
kann unser Leid ermessen.
Was du uns warst,
bleibt ewig unvergessen.“


Abbild einer Honda

MANNERSDORF
 

Ortskapelle in Mannersdorf

Um 1820 wurde eine gemauerte Kapelle mit einem Holzturm errichtet (*). Aus dieser Zeit stammte das alte Marienbild, welches durch schlechte Restauration immer mehr zerfallen ist (und um 1995 durch das derzeitige ersetzt wurde), ebenso das Kruzifix.
Wegen der Baufälligkeit der alten Kapelle, erfolgte 1966 ein Neubau durch die gesamte Dorfgemeinschaft von Mannersdorf. Das Grundstück stellte die Familie Engelbert Schönbichler zur Verfügung, und die Bauführung übernahm Herr Anton Schönbichler. Die Statue des hl. Antonius wurde durch die Familie Ignaz Fischer angekauft, die Glocke stiftete Herr Alois Gattringer.
Im Mai 1967 wurde die Kapelle durch Hw. Hrn. Pf. Franz Schnepf gesegnet.
Die akademische Malerin Frau Hildegard Kaltenbrunner malte im Mai 1995 ein neues Marienbild, welches von GR Edmund Warchol in der Pfarrkirche Zelking gesegnet wurde.
Zwei Mal im Mai werden Maiandachten abgehalten.
Seit 1978 elektrisches Geläute, welches 1993 mit einer Schaltuhr automatisiert wurde.
Alle Angaben wurden mir freundlicherweise von der Familie Riegler (Schönbichler), Mannersdorf Nr. 11 zur Verfügung gestellt!
(*) Schweickhardt, 1838, Elfter Band – Darstellung des Erzherzogthumes in Oesterreich unter der Ens, Seite 146/147 – darin wird eine „kleine gemauerte Capelle mit hölzernen Thürmchen“ erwähnt.


Aufnahmejahr der Ortskapelle 1998

Stöhr-Christus

In einer Ecke der Außenmauer des Hauses von Frau Herta Stöhr, Mannersdorf Nr. 10, befindet sich eine moderne Holzskulptur von einem Polnischen Künstler, der im Raum vom bekannten Wintersportort Zakopane (*) wohnt, angebracht.
Diese moderne Skulptur zeigt einen sitzenden Christus unter Posaunenblasenden Engeln mit Kreuzen auf den Köpfen der Engel. Die Schrägbalken versinnbildlichen die INRI-Tafel.
(* Südpolnische Stadt und Wintersportplatz im Nordwesten der Hohen Tatra)


1991 wurde diese Skulptur von einer Reise, die Karl-Heinz und Herta Stöhr nach Polen unternahmen, mitgebracht und 2003 aufgestellt.

Hl. Florian in Mannersdorf
(auf dem Gerätehaus der FF)

Florianikreuz

Betreut wird das Florianikreuz von der Familie Schiefer, Hofstetten Nr. 5.
Bei der Straßenverbreiterung um 1965 wurde das alte Flurdenkmal entfernt und getreu nach dem alten Vorbild wiedererstellt und an die Stelle der Straße Mannersdorf Richtung Zelking hingestellt, wo schon in der Nähe davon das alte Flurdenkmal gestanden hatte.
Ob es mit den Türken (?) zusammenhängt wie es die Vorfahren der Familie Schiefer erzählten, oder doch eventuell mit der „Franzosenzeit“, wird für immer ein Rätsel bleiben.
Die Großmutter der jetzigen Seniorfamilie Schiefer erzählte, dass der „ganze“ Hiesberg blau von den  Uniformen der französischen Soldaten gewesen war, ob 1805 oder 1809/10 – weiß man nicht mehr!



Die Hll. Leonhard, Florian und Sebastian (fotografiert in den Nischen)

Das Straßenseitige Abbild zeigt den hl. Florian („Feuerpatron“), links sieht man den hl. Leonhard („Tierpatron“), rechts ist der hl. Sebastian („Pestheiliger“) abgebildet.
Das Bild mit dem hl. Sebastian könnte auf Pesttote hinweisen, die es einstmals  auch zahlreich in unserer Gemeinde gegeben hat!
Da meistens die Pesttoten außerhalb einer Ortschaft beerdigt wurden, könnte  vormals ein einfaches Flurdenkmal zur Erinnerung an diese Zeit aufgestellt worden sein!
Die Bilder wurden um 1986 von Frau Hilde Schiefer nachgemalt, da die alten Abbildungen schon sehr unter den Umwelteinflüssen gelitten hatten.


An Bittagen ging man früher hierher, um Gott zur Erhaltung der Feldfrüchte zu bitten.

 

BEREICH EINSIEDL

 
 

Bildstock (bei der ehem.) „Wallfahrerkapelle

Nach der höchsten Erhebung Wolfersdorf in Richtung Einsiedl links dann in einem Feldweg abbiegen und nach etwa 800 m befindet sich dieser „Bildstock“.
Dieser im Sommer 2001 aufgestellte Bildstock soll den Standort der ehemaligen „Wallfahrerkapelle“ versinnbildlichen, um so den heutigen Generationen vor Augen zu führen, wo vor Jahrzehnten noch Wallfahrer einstmals vorbeigekommen sind!
Da es von unseren Kleindenkmälern keine Aufzeichnungen gibt, ist es heute noch sinnvoll das derzeitige Wissen niederzuschreiben und so das wenige der Nachwelt zu erhalten!
Schon von einigen Flurdenkmälern in unserer Gemeinde, die nicht mehr bestehen, weiß man weder Namen noch Aussehen – daher wurde ein einfacher Bildstock aufgestellt!


Eine provisorische Erinnerungsstätte und die blaue Radierung von Maria Taferl

In der unter Glas gehaltenen Kopien (geschützt durch eine einfache Aluminiumumrahmung) befinden sich eine Abbildung eines blauen Kupferstiches der Basilika Maria Taferl des Emmersdorfer Künstlers Heinz Knapp (Sohn vom „malenden Fährmann“ Franz Knapp), Ansichtskarte der Gnadenmutter von Maria Taferl und das Wallfahrerlied aus dem Psalm 130.

Aus der Tiefe rufe ich Herr zu dir, höre auf meine Stimme.
Lass deine Ohren merken auf mein lautes Flehen!
Wenn du die Sünden anrechnest Herr, wer kann bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung, auf dass  man dich fürchte.
Ich hoffe auf dich, oh Herr, meine Seele hofft auf dein Wort.
Meine Seele harrt auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen.

 

Gröbl-Kapelle

Die in Einsiedl befindliche Kapelle wird auch Kreuzstöckl (*) genannt und daher vom Autor zur besseren Unterscheidung als Gröbl-Kapelle bezeichnet.
Schon vor der Jahrhundertwende dürfte hier ein christliches Symbol vorhanden gewesen sein, denn Hr. Ökonomierat Josef Gröbl († 1994) erinnerte sich, dass seit seiner frühesten Jugend schon immer eine Kapelle an der höchsten Erhebung der Landesstraße 5331 sich befunden hat. Es dürfte einstmals aus einem einfachen Holzkreuz/Bildstock mit der Zeit dann eine (diese?) gemauerte Kapelle entstanden sein.

 
Ansicht der Kapelle von der Zufahrt des Bauernhofes aus gesehen und wie der entwendete Christuscorpus
einstmals ausgesehen haben könnte (entnommen aus einem älteren Totenbildchen)!
 

1986 wurde aus dieser Kapelle ein polychromierter, schön geschnitzter Christus alter Herkunft entwendet! Das Lendentuch war blau bemalt; die Christusfigur hatte eine echte Dornenkrone auf seinem Haupt und das besondere (Frau Renate Gröbl erinnert sich gut daran, als sei es erst „gestern“ gewesen) – ein zum Himmel aufschauendes  Antlitz – sehr selten in der christlichen Kunst!
Ein Jahr später wurde das Kreuz von der Familie Gröbl im Wald gefunden; es dürfte dem Dieb (den Dieben?) der Größe wegen zu umständlich gewesen sein, auch dieses mitzunehmen!


Aufnahme mit dem Herz-Jesu-Bild 1998

Die Madonna stammt aus dem Fundus des Stiftes Melk.
Der obere (kürzere) Balken bei einem Doppelbalkenkreuz ist anstelle einer „INRI-Tafel“ zu verstehen!
(*) Da es das zweite „Marterl“ mit dem Namen „Kreuzstöckl“ war, welche ich bei meinen „Marterlbeschreibungen“ vorfand, gab ich zur besseren Unterscheidung diesem Flurdenkmal den Namen Gröbl Kapelle!

 

Hl. Florian

Am Bauernhof der Familie Schmoll, Einsiedl Nr. 1, befindet sich oberhalb der Eingangstüre in einer Rundnische auf einer Eternitplatte ein Abbild dieses „Feuerheiligen“.
Franz Knapp (*), ein damals junger Hobbykünstler schuf gegen Naturalien (**) vermutlich zwischen Sommer 1946 und Herbst 1950, den allerdings noch immer gut zu erkennenden Heiligen. Florian hält in der linken Hand eine Fahne, daneben befindet sich ein Mühlstein. Mit der rechten Hand löscht er mittels Eimers die zu brennen beginnende Kirche
mit ziemlicher Sicherheit, die von Klein-Pöchlarn darstellend. Franz Knapp, schuf nach dem Krieg an mehreren Gebäuden div. Heiligenabbildungen in  den verschiedensten Techniken.
Wenig bekannt dürfte trotzdem das Abbild, aber noch weniger dürfte den  Menschen, der damalige Künstler sein.
(*) Franz Knapp geb. 20, November 1916, verst. 11. Februar 2007, zuerst Bäcker, später wegen seines Berufes – Fährmann und zeichnerischen Talentes, als „malender Fährmann“ weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
(**) Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Geld und Nahrungsmittel rar. Viele Menschen nahmen anstelle Bezahlungen, daher Essbares für die geleistete Arbeit in Empfang (Hunger hatten alle, Geld wenige Menschen).

 

ZELKING
(und Umgebung)

Kreuzstöcklkapelle

Zwischen Zelking und Einsiedl steht rechts am Waldesrand ein gemauertes Kleindenkmal, welches von der Gemeinde bzw. Straßenverwaltung um/nach 1972 neu errichtet, und als Kreuzstöckl (*) bezeichnet wird.
Einstmals von Angehörigen der Famlie Leonhartsberger, dann viele Jahre lang von Renate Gröbl und seit einigen Jahren von Maria Anna & Michael Weiß betreut.
Das alte Kreuzstöckl (**) mußte wegen der Straßenverbreiterung abgetragen werden.
Ob früher an dieser Stelle einmal ein hölzernes Kreuz gestanden ist, und daher eventuell der Name Kreuzstöckl stammen könnte, wußte man nicht – ebenso wenig den Grund der Ersterrichtung des ursprünglichen Kleindenkmals.
Es könnte eine Gelübdeeinlösung wegen der glücklichen Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg, oder aus irgendeinem  Anlaß der Neutrassierung der Landesstraße 5331 um 1906 gewesen sein (***)!
Die „uralte Straße“ (mit ziemlicher Sicherheit nur ein Feldweg) soll hinter dem ehemaligen Haus Hansmann, Besitzerin derzeit Frau Dr. Sonja Födermair (dieser Vierkanter war früher einmal ein großes Bauerngut) bis zum asphaltierten Feldweg (Teichfeld; es war ein ehemaliger Hohlweg der inzwischen zugeschüttet wurde!) gegangen sein. Es führte einst nur ein Feldweg nach Einsiedl und weiter nach Pöchlarn (aber nicht auf der heutigen Trasse).
Im Inneren war ein etwas verblaßtes Bildnis der Hl. Dreifaltigkeit (übermaltes Foto, welches in der Filialkirche Maierhöfen aufgenommen wurde) und vom ehem. KR Pf. Edmund Warchol stammte.
An den Bittagen wurde in früherer Zeit am Markustag hierher gegangen um für die Erhaltung der Feldfrüchte zu Bitten.
(*) Da es der erste Text für ein „Marterl“ mit dem Namen „Kreuzstöckl“ für mich war, welchen ich für eine „Marterlchronik“ verwendet hatte, so blieb ich (und nur hier) bei der alten Bezeichnung!
Diese Abbildung entspricht genau dem heutigen Flurdenkmal!  
(**) Entstammt aus einer früheren mündlichen Überlieferung!
Am 6./7. Juni 1972 wurde die Straße zwischen Zelking und Einsiedl asphaltiert.

Kreuzstöckl-Kapelle Winteraufnahme vor der Renovierung


Hauptbildnis
(durch die Witterung schon etwas in Mitleidenschaft gezogen)



 

Bildbaum Sixtinische Madonna

Befindet man sich beim „Ötscherbankerl“, so sieht man seit Mai 2000 ein Abbild „Sixtinische Madonna“ (*) an einer Eiche über dem „Ötscherbankerl“ angebracht.

 
Aquarellkopien vom Ötscher; links von OSR Alfred Kreisa ( 2000) und rechts von Hans Czettel. Er war u. a. von 19641966 Innenminister und von 19691980 LHStv. von NÖ ( 1980)

Bei Schönwetter (guter Fernsicht) kann man von hier aus den Ötscher (* 1893,13 m) „fast zum Greifen nahe“ sehen!
Von hier aus kann man nach Mannersdorf, Einsiedl (Pöchlarn) und Zelking (ca. 800 m bis zum „Hochbauer“) wandern.
Diese Stelle ist ein sehr beliebter Rastplatz bei den Wanderern.
Der Name Ötscher (Öcan – Altvater) trägt einen slawischen Namen – es wird auch manchmal Othzan geschrieben!
(* Im Juli 1992 wurde durch eine GPS-Kampagne [elektronische Anpeilung mehrerer Satelliten] diese Höhe festgestellt. Entnommen aus: Werner Tippelt Der Ötscher, 2. überarbeitete Auflage 2002, Seite 14)

Das Ötscherpanorama
Im vorigen Jahrhundert besaß das Gipfelpanorama eines Berges für einen Bergsteiger einen wesentlich höheren Stellenwert als heute. Einerseits bedeutete für ihn der Gipfel eine symbolische Verbindung mit Gott und dem Jenseits, was sich bis in die heutige Zeit durch das Aufstellen von Gipfelkreuzen manifestiert, anderseits erlaubte es ihm Einblicke in Gebiete, die er sonst nur mit anstrengenden, mehrtägigen Reisen erreichen konnte
(Entnommen aus: Werner Tippelt Der Ötscher, 2. überarbeitete Auflage 2002, Seite 18)


 

Ein wunderschönes christliches Motiv

(*) Das Originalbild wurde von Raffael (eigentlich Raffaelo Santi – * 26. März 1483 in Urbino, † 6. April 1520 in Rom) um 1513 gemalt.

In anderen Beschreibungen (Raffaelo Sanzi) wird er auch Raffaelo di Urbino (nach seinem Geburtsort) genannt. Er war der jüngste der großen künstlerischen Genies der italienischen Renaissance. An einem Karfreitag erblickte er das Licht der Welt.

 

Bildstock Maria Verkündigung

Etwa 200 m nach dem Bauernhaus „Hochbauer“ (Richtung „Ötscherbankerl“) befindet sich bald nach dem Waldanfang rechts ein Bildstock neuen Datums (*).
Aufgestellt im Sommer 2005.
(*) Säule und Tabernakelartiger Aufsatz bestehen aus Beton.

Leonhartsberger-Kapelle

Die ziemlich mittig in der Ortschaft Zelking, direkt an der B 215 befindliche Kapelle wird im Volksmund Leonhartsbergera-Kapelle genannt
Die Initialen R L – Rudolf Leonhartsberger, geben den Erbauer dieser Kapelle an. Anstelle eines (vermutlich) einfachen Holzkreuzes, welches um 1927/28 vermorscht umstürzte, wurde eine Kapelle, versehen mit einem hellgrauen Rieselputz und glatten, weißen Bändern errichtet.
Oberhalb der schmiedeeisernen Gittertüre kann man die Jahreszahl der Erbauung – 1928, sehen.
Der Grund der Aufstellung eines (vermutlichen) Holzkreuzes  konnten nicht mehr in Erfahrung gebracht werden.
Es war eines der ehemaligen „Bittagsmarterln“ in unserer Gemeinde.
Das (von der Sonne schon etwas gebleichte) Hauptbildnis, ist der Trinität gewidmet.
Die Bilder wurden von Herrn Verwalter Andreas Harrer gestiftet – laut Herrn Johann Resch (Mannersdorf).
Bei der Erstveröffentlichung in: Heimatkundliche Beilagen zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Melk Nr. 12 vom 15. Dezember 1989, hatte ich in Unkenntnis dieses Flurdenkmal auch als „Marterl“ beschrieben, da es jedoch begehbar ist, erfolgt jetzt die richtige Bezeichnung – Kapelle!

Aufnahme der Leonhartsbergera-Kapelle vom Jahre 2006

Aquarell (von 2001) mit der Leonhartsberger Kapelle von der Hobbykünstlerin Frau Cäcilia Gruber aus St. Leonhard am Forst – vielen Dank!

 
Frau Cäcilia Gruber († 15. Juli 2010) mit dem 2001 geschaffenem Aquarell und die daraus entstandene Privatpostkarte

Im Frühjahr 2004 wurde die krumm gewachsene Birke gefällt.

Hl. Florian in Zelking
(am Gerätehaus der FF)

Kriegerdenkmal (beim Kirchenparkplatz)



Die hinter dem Kriegerdenkmal errichtete lose Steinmauer (vom Hang wurde etwas abgebaggert) bewerkstelligten  die Herren Josef Motusz, Maximilian Grafinger († 2009) und Johann Vorlaufer.


Der beschädigte Adler (am alten Standplatz)


 
Durch den Sturm „Kyrill“ schlugen die Äste von der rechten Eiben so an den Adler, dass dadurch  der linke Flügel abgebrochen wurde. Der restaurierte Adler fand wiederum als krönender Abschluß (am neuen Standort) seine Verwendung.

Kriegerdenkmal
(neuer Standort)

Für den Bau einer Vier-Klassen-Volksschule, mußte das Kriegerdenkmal abgebrochen werden. Es soll die zukünftigen Generationen erneut Mahnen, dass es nicht mehr zu einer solchen „Menschenvernichtungsaktion“ wie Kriege es sind, kommt.
Die abgebrochenen Steine wurden markiert, bzw. ein „Plan“ gemacht, wo welcher Stein hingehört. Anhand dieser Vorgangsweise, wurde innerhalb weniger Tage (zwischen 20. und 24. August 2007) das „neue“ Kriegerdenkmal errichtet.
Das Versetzen der Randsteine und das Herstellen der Pflasterung erfolgte vom 27.–31. August 2007.
ÖKB-Obmann Herbert Peham und die Gemeindearbeiter Franz Kienast, Johann Göschl und Johann Vorlaufer verrichteten diese Arbeit.

 
P. Lukas bei der Segnung am 1. November 2007 und sonniges Herbstmotiv

Oberes und unteres Friedhofskreuz

Beinahe rundum der Pfarrkirche „zum Hl. Erhard“ befindet sich der Gemeindefriedhof.
Das „obere“ Holzkreuz wurde 1989 neu aufgerichtet und es befindet sich seit 2002 im „neuen“ (erweiterten) Friedhof. Auf der Rückseite des Friedhofskreuz befindet sich eingraviert: F. Eibl im Juni 1989.
Das im „unteren“ Friedhof befindliche Holzkreuz wurde 1989 von Franz Eibl (sen.) erneuert. Rückseitig ist  zu lesen: Gesegnet im August 1989.

 

 
Das „obere“ und das „untere“ Friedhofkreuz



Die alte Friedhofsmauer besteht noch teilweise aus mittelalterlichem Mauerwerk (Bruchsteine!).
Die zwischen dem „oberen“ und „neuen“ Friedhof befindliche Steinmauer wurde im Sommer 2006 teilweise abgetragen und mit den alten, noch brauchbaren, und zugekauften Steinen auf gleiches Niveau gebracht um eine einheitliche Ansicht zu erhalten.

 

Erzengelbildstock

Gegenüber dem Haus Pöchlarnerstraße 16 befindet sich dieser Bildstock, welcher  einige Jahre vorher aufgestellt, aber erst im Frühjahr 2011 mit Inhalt versehen wurde.

Anfängliches Aussehen nach dem errichten der philatelistischen Gedenkstätte.
Vermutlich einmalig in Österreich!


Erzengel Michae
l = „Wer ist wie Gott“; er gilt als Überwinder des Satans. Dargestellt wird er meist im Kampf mit dem Drachen, mit der Seelenwaage oder als Wächterengel.
Im Buch Daniel (10, 13) heißt es: „ … dann kam Michael, einer von den höchsten Fürsten, mir zu Hilfe; ich habe ihn im Kampf mit dem Perserkönig allein gelassen.“

Erzengel Raphael
= „Gott heilt“; begleitete den jungen Tobias und heilte den blinden Vater, deshalb wird er als Patron der Reisenden und Kranken verehrt.  Seine Geschichte kennen wir aus dem alttestamentlichen Buch Tobias.
Auch aus dem Protoevangelium des Jakobus (um 150) erfahren wir von der Verkündigung des Erzengels Raphaels an Anna und Joachim: „Und ein Engel des Herrn trat herzu und sprach zu ihr: “Anna, Anna! Erhört hat der Herr deine Bitte: Du sollst empfangen und du sollst gebären, und dein Name soll in aller Welt genannt werden…
Ein Engel des Herrn war zu ihm hinabgestiegen und hatte zu ihm gesagt: Joachim, Joachim! Erhört hat der Herr Gott  deine Bitte. Geh hinab von hier! Denn siehe: „Dein Weib wird schwanger werden“ (Anna und Joachim waren die Eltern von Maria).

Erzengel Gabriel
= „Mann Gottes“; deutet im alttestamentlichen Buch Daniel (8, 16 f., 9, 21 f.) die Geschichte des Propheten Daniel: „Siehe, ich kündige dir an, was in der letzten Zeit geschehen wird; denn die Vision bezieht sich auf die Zeit des Endes.“
Im neuen Testament verkündet er Zacharias die Geburt Johannes dem Täufer (Lukas 1, 5 ff.) und kündet Maria die Gottesmutterschaft an (Lukas 1, 26 ff.).
Der Erzengel Gabriel ist Patron der Post und Philatelisten (Briefmarkensammler).

 
Modern gestaltete Abbildungen der drei Erzengeln (Raphael fehlt noch)


In ausserbiblischen Quellen (Henochbuch 9,1) findet sich noch ein Uriel, auf Deutsch: „Mein Gott ist Licht“, als Erzengel, dem die Überwachung der Unterwelt anvertraut ist.
Entnommen aus: Weltbund St. Gabriel vom Juni 2000


 

Poldi Wagner-Gedenkstein

Zwischen Straße und Wohnhaus Pöchlarnerstrasse 16, befindet sich auf einer Steinplatte eine Messingtafel, und oberhalb dieser ein Bild angebracht, zur Erinnerung an die hier durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommene Leopoldine Wagner (* 22. 4. 1956, † 8. 8. 1960).
Am „Kirtagsmontag“ (an jedem zweiten Sonntag im August wird in Zelking ein Kirtag abgehalten – früher vom Besitzer des Gasthofs Erber arrangiert und seit 19.. von der örtlichen FF veranstaltet), 8. August 1960, durchfuhr ein Motoradfahrer vom Ortskern kommend, diesen Straßenteil. Das gut vier Jahre alte Mädchen, Leopoldine (Rufname „Poldi“), wollte ihren auf der anderen Straßenseite verlorenen Schuh holen und lief beim zurücklaufen in die Elterliche Wohnung in das auf der Höhe des Stadels, Pöchlarnerstraße 14 fahrende Motorrad.
Durch die Wucht des Anpralls wurde der kleine Körper etwa 20 m vorwärts geschleudert und sie verstarb hier, nahe der Gedenktafel.


Auf der Gedenktafel steht geschrieben:

In Erinnerung
an die hier
verunglückte
POLDI WAGNER
1956 -1960
2002



Der Gedenkstein wurde erst im November 2004 versetzt

Das Bild von der gut 4-jährigen wurde Oktober 2005 von den Eltern zur Verfügung gestellt!


Kapellenbildstock zur höheren Ehre Gottes

 

Haas-Kreuz

Das neu errichtete „Rote Kreuz
(nach der 2002 erfolgten Renovierung)

Vor Ostern 1986 ließ ich ein Holzkreuz vom ehemaligen Tischlermeister aus Matzleinsdorf, Josef König herstellen, malte auf Aluminium den Christus und errichtete den Sockel, damit an dieser Stelle wieder ein Flurdenkmal besteht!
Am Karfreitag 1986 wurde das Holzkreuz aufgerichtet, um Generationen etwas weiter zu geben.
Auch dieses Flurdenkmal war einmal ein „Bittkreuz“!
In der Osterwoche 2002 bekam der Sockel eine Färbelung und auch das Holzkreuz wurde gestrichen, sowie Halterungen für Blumen angebracht. Wegen der Witterungseinflüssen wurde das Kreuz mit Kupferblech versehen, umso besser vor Witterungseinflüssen geschützt zu sein; und unseren Nachkommen für eine gewisse Zeit etwas weitergeben zu können, was wir einstmals von unseren Vorfahren übernommen hatten!


Das Aussehen im April 2002 (ohne Messingtafel)

In  der angebrachten Messingtafel ist eingraviert:
OSTERN    1986
Renoviert  2002
AM                 LP

Material: Betonsockel (Schalsteine mit Thorstahl versehen) 0,30 x 0,25 x 0,90 m; Holzkreuz 1,10 x 2,35 m (ohne Witterungsschutz = Kupferblech); Christuskorpus aus Blech; bemalen.


„Gebet“

Bei einer Wanderung durch den Wald bin ich bei einem Marterl vorbeigekommen, und dort ist mir folgendes Gedicht eingefallen:
Hier bin ich dir mein Gott so nahe.
Verbinde mich mit der Natur.
Die Blume trägt die schönste Farbe.
Da spüre ich das Leben pur.

Versunken im Gebete, knie ich
hier vor des Schöpfers Wunderwelt.
Und spüre, wie mein Herz lustwandelt
und meine Seele innehält!
Christa Hölzl,
Klosterneuburg

(Entnommen aus der Kronen Zeitung. Samstag, 23. Juni 2012, Seite 32)

Bitttag-Flurdenkmal
(zwischen Möselsteg und unterer Gassen)

Vor den Bitttagen 2009 wurde durch Herrn Franz Gundacker und Firmlingen ein modernes Flurdenkmal aufgestellt. Inmitten zweier gespaltener Äste befindet sich eine Holztafel, verbunden mittels Nirostaelementen.Das ganze wurde auf einer Steinplatte montiert. In die Holztafel wurde ora et labora (bete und arbeite) hineingefräßt. Auf der Rückseite Bitttag 2009 hineingebrannt.

Größe des Flurdenkmals 113 x 65 cm; der Gedenktafel 20 x 43 cm
Material: Steinplatte, Holz und Nirostaelemente
Aufstellungsjahr: 2009
Aufstellungsgrund:

 

Jandl-Marterl
(Mittlere Gasse)
(wird vermutlich eine andere Bezeichnung erhalten!)

Seit Advent 2010 befindet sich im Garten der Familie Jandl, Gassen Nr. ein hölzernes Flurdenkmal.
Weitere Daten dieses Fludenkmals sind dzt. nicht eruierbar.


Gesamthöhe und Breite: 240 x 98 cm
Material: Holz und Alublech
Aufstelllungsjahr: 2010
Aufstellungsgrund: Persönliche Anliegen

 

Bildstock
(Mittlere Gassen)

Bei einem Urlaubsaufenthalt von Frau Auguste Lassletzberger (sen.) in Kärnten, entstand der Gedanke, auch in der unmittelbaren Nähe des Wohnhauses, Gassen Nr. .. einen Bildstock dieser Bauart aufstellen zu lassen.
Den Bildstock stellte Enkelsohn Peter Traxler 1988 her.
DenVorgarten ziert nun ein Bildstock mit vier Hinterglasbildern von Fr. Auguste Lassletzberger (jun.) gemalt.
Die Motive zeigen im Osten die Madonna mit Kind, im Süden einen Geige spielenden Knaben, im Westen den hl. Hubertus und im Norden den hl. Christophorus.

Pötscher Madonna
(neuer Standort)

Sigri, ein ungarischer Bauer ließ 1676 vom Ikonenmaler Stephan Papp dieses Abbild  auf Holz malen.  
Am 4. November 1696 sah ein Bauer auf dem Antlitz der Gottesmutter einen sonderbaren Glanz und dann bemerkten er und die Umstehenden, dass von den Augen der Gottesmutter helle Tränen herunterfielen. Das Weinen dauerte drei Tage und später wiederholte sich das noch einige Male, dadurch verbreitete sich rasch die Verehrung des Bildes.
Graf Emmerich Czoki, Abt von Topolcz brachte im Auftrag von Kaiser Leopold I. das Bild nach Wien. Durch Kaiserin Eleonora wurde das Bild mit Juwelen geschmückt und am 1. Dezember 1697 in der Domkirche zu St. Stephan in Wien zur Verehrung aufgestellt.

 


Die Neusegnung 2003

Am Nationalfeiertag 2003 erfolgte eine Neusegnung durch den St. Leonharder Seelsorger Mag. Franz Kraus.
Der neue „Bildbaum“ (Jungbuche) mit der „Pötscher“ Madonna  befindet sich jetzt links vom Harrer Gedenkstein (vom Betrachter aus gesehen). Die Anbringung bewilligte die Familie Bauer aus Zelking/Gassen.

Harrer-Gedenkstein

Seit Oktober 2003 befindet sich der Harrer Gedenksten zwischen der Pötscher Madonna und dem Eisernen Bild.
Begibt man sich von der Ruine Zelking nach Großweichselbach, so findet man am Scheitelpunkt des Hiesberges diese drei Flurdenkmäler (seit Herbst 2003) nebeneinander.
In Erinnerung an den Zelkinger Fritz (Friedrich) Harrer, wurde in der Nähe der bekannten „Bildbuche“ eine Grabsteinähnliche Steinsäule (schwarze Marmortafel) mit folgender Inschrift (von J. Dier) aufgestellt:

Andenken
an
Fritz Harrer
Forstadjunkt
geb. 30. Oktober 1891
zu Zelking,
erlitt als Korporal
des 49. Inf. Rgnt.
Fr. v. Hess
den Heldentod
am 30. August 1914
bei Zamosc
in russ. Polen.
Gedenket seiner
im Gebete!


Die grabsteinähnliche Erinnerungsstätte und die Neusegnung 2003

Die ehemalige Zelkingerin, Frau Johanna Grafenberger (geb. Stark – früher auf dem derzeitigen Gasthaus Schaider als Wirtin tätig!) erzählte (mir), dass die Familienangehörigen (in „früheren Zeiten“) oft zu diesem Gedenkstein „Wallfahrten“ gingen.
Zu Allerheiligen wird auch heute noch immer Fritz Harrer beim Gedenkstein gedacht.
Die Neusegnung durch den St. Leonharder Seelsorger Mag. Franz Kraus erfolgte am Nationalfeiertag 2003.
Ein Zeitungsartikel von den abgenommenen Bildern (Pötscher Madonna und Eisernes Bild) erfolgte in der NÖN-Melk Woche 49/2002.
Kurzbeschreibung in der Marterlchronik von St. Leonhard am Forst von SR Franz Handl.

Eiserne Bild
(neuer Standort)

Dieses Bild ist im weiten Umkreis bekannt!
Durch das Entfernen der im Stammbereich morschen „Bild-Buche“, musste das Eiserne Bild jetzt rechts (vom Betrachter aus gesehen) neben dem Harrer Gedenkstein an einer jüngeren Buche angebracht werden.

 

Frau Cäcilia Gruber († am 15. Juli 2010) am „Einsegnumgstag“ vor dem „Eisernen Bild“, welches von ihr neu (Trinitätsabbildung auf Kupfertafel) gemalt wurde und Pf. Kraus bei der Neusegnung

Im Rahmen einer kleinen Feier, vom Bläserduo Roman Punz und Thomas Zimola umrahmt, wurden neben dem Eisernen Bild auch die Pötscher Madonna und der Harrer Gedenkstein (neu) gesegnet.
Der St. Leonharder Seelsorger Mag. Franz Kraus (seit dem 1. September 2003 „in Amt und Würde“), segnete alle drei Flurdenkmäler am Sonntag, den 28. Oktober 2003.
SR Franz Handl, Vorsitzender des Alpenvereins bedankte sich bei Mag. Kraus und konnte an diesem Nachmittag (es gab schon vorher den ersten Schnee in diesem Jahr!) etwa 130 (!) Personen bei dieser Feier begrüßen.
Von der „Zelkinger–Seite“ kamen nebst Bgm. Leopold Labenbacher an die 40 Personen mit um dieses Ereignis mitzufeiern.
Das Anbringen des Bildes gestattete ebenfalls die Familie Maria  und Johann Bauer.


Das „Eiserne Bild“ in „eisiger Kälte“ mit dem Gipfelbuchkästchen“


Unter dem  Eisernen Bild befindet sich ein „Gipfelbuch“ (ein Zeitungsartikel der NÖN-Melk Woche 03/2004 weist darauf hin!).

 

Marterl beim Rogelstein

Dieses aus Holz bestehende Kleindenkmal befindet sich nahe beim  „Rogelstein“.
Der Linsenförmige Felsblock läßt sich zwar schwer, aber immer noch in Bewegung versetzen!
Die Aufstellung dieses Marterls erfolgte am 25. November 2000 und es wurde darauf ein Herz-Marienbild angebracht.

Herr Werner Pöchhacker stellte den Steinsockel her, und das Kreuz zimmerte sein Schwiegervater Herr Franz Klaushofer (beide aus Matzleinsdorf).

Die Einsegnung erfolgte am 2. Juni 2001 durch den Seelsorger von Zelking und Matzleinsdorf Pater Stephan Holpfer O.S.B. Mag. Theol.
Der Aufstellungsgrund erfolgte aus persönlicher Dankbarkeit.
Die Genehmigung zur Aufstellung gestatteten Frau Maria und Herr Johann Bauer Gassen/Zelking.

Das „Rogelsteinmarterl“


Flurdenkmäler außerhalb des Gemeindegebietes
(für hier verunglückte Gemeindebürger- oder Bürgerinnen)

 

Karlheinz Stöhr-Kreuz

Kurz nach Kilometer 108,8 an der B 1 zwischen Kolm  (Gemeinde Bergland) Richtung Ybbs, konnte man seit dem „Vatertag“ 2003 ein Holzkreuz mit Parte, Blumen und Grablaterne am Straßenrand angebracht sehen (*) – in Erinnerung an den OSM der SG ÖKB-Zelking, Karlheinz Stöhr (aus der KG Mannersdorf, Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf stammend).
Am Donnerstag, den 17. Oktober 2002 abends bei regnerischem Wetter, ging Stöhr (mit einem Jäger) am Straßenrand Richtung Ybbs nach einem Reh suchend (er kam aus der Gegenrichtung), welches kurz vorher in das Auto gerannt war.
Durch den Regen (und einer Blendung?) und angeblicher Trunkenheit eines Autofahrers wurde Stöhr übersehen und in ein angrenzendes Feld geschleudert, wo er hier seinen  schweren Verletzungen erlag – ein tragischer Tod nicht nur für die Familie. 

 


Das ehem. Erinnerungskreuz für Karlheinz Stöhr

(*) Das Holzkreuz wurde in der Zwischenzeit entfernt; es besteht hier kein Gedenkzeichen mehr!

Marterl in der Diemling
(mit neuer Bildnistafel)



Nach der ehemaligen „Diemlingmühle“ (B 215 – etwas außerhalb der KG Mannersdorf in Richtung St. Leonhard a. F. befindlich)  befindet sich an den Hang des Hiesberges angeschmiegt, ein aus Natursteinen errichtetes Marterl (im Inneren befand sich ein sehr verblasste Abbild Hl. Familie (und stark verwitterte Inschrift), welches durch die Witterung sehr gelitten hatte.
Durch Frau Cäcilia Gruber, eine St. Leonharder Hobbymalerin, wurde im Sommer 2009 eine neue Abbildung Hl. Famile angefertigt.



Frau Gruber mit der von ihr gemalten Tafel

Frau Cäcilia Gruber († am 15. Juli 2010) mit der von ihr gemalten Tafel „Hl. Familie“ und Szene des letal verlaufenden Unfalls von Georg Lutz aus Anzenberg (KG Mannersdorf).
Im April 2010 wurde diese neu bemalte Hoztafel angebracht, die nach Erinnerungen ihres Gatten Josef  (wie etwa die alte Abbildung des Unfalls einmal ausgesehen hatte) angefertigt wurde um zukünftigen Generationen die Gläubigkeit in unserer Gegend auch Anfang des dritten Jahrtausend den Menschen bildlich vor Augen zu führen.
Gatte Josef besorgte die Holztafel, Plexiglasabdeckung usw. und montierte alles.

Die neue Erinnerungstafel trägt die Inschrift:

Heilige Familie!
Bitt‘ für uns und beschütze alle unsere Straßenbenützer.
Gedenke auch des hier verstorbenen Lutz Georg (1825)
und den Verstorbenen des Melkwasserverbandes!



 

Gatte Josef Gruber beim streichen des Schutzgitters



Am letzten Maisonntag 2010 wurde nach der bei der Schnaubichl-Kapelle abgehaltenen Maiandacht durch Mag. Franz Kraus, Pf. in St. Leonhard am Forst dieses steinerne Flurdenkmal gesegnet.

 
Pfarrer Mag. Franz Kraus bei der Segnung am 30. Mai 2010

Marterl in der Diemling
(mit alter Bildnistafel)

Auf der Holztafel  konnte man ein sehr verblasstes Abbild Hl. Familie sehen. Die darunter befindliche Inschrift war – bis auf wenige Wörter schwer, aber doch noch zu entziffern.
Ursprünglich befand sich (lt. Marterlchronik der Marktgemeinde St. Leonhard, 1990, Seite 26, zusammengestellt von SR Franz Handl) hier einmal eine kleine Gedenkstätte zur Erinnerung an den am 2. Oktober 1825, durch einen Steinschlag verunglückten Georg Lutz aus Anzenberg.
Dieses steinerne Flurdenkmal wurde unter Hrn. Anton Schönbichler (Mannersdorf) im Zuge der Straßenverbreiterung in diesem Abschnitt, errichtet.

 
Die sehr stark verwitterte Bild- und Inschrifttafel und das Aussehen des Marterls vor Mitte April 2009

Die  Inschrifttafeln beinhalten links:
ZUM GEDENKEN AN DIE BEI DEN REGULIERUNGSARBEITEN VERUNGLÜCKTEN JOHANN ZINSENBAUER † 15. 1. 1941  
LEOPOLD HOCHHER † 28. 6. 1950
und rechts:
UMGEBAUT VON DER MELKFLUSSKONKURRENZ ANLÄSSLICH DER MELKFLUSSREGULIERUNG IM JAHRE 1955

Günter Köninger-Erinnerungsstätte

 
Die Erinnerungsstätte an Köninger (an der linken Straßenseite) nach Sierning in Richtung Prinzersdorf

 

SACHWÖRTER

(*) – geboren
(†) – gestorben (verstorben)
a – (lat., frz.) 1a (Ar) = 100 m²
A 1 – Autobahn 1 (E 5)
Abk. – Abkürzung
Abschneider – ein Fußweg, wo möglichst gerade ausgegangen wird, damit man sich etliches von der Wegstrecke zu gehen erspart
allg. – allgemein; allgemeinen
anno dazumal – vor langer Zeit, einstmals
Apokryphen – (grch., „Verborgene“) im hebräischen A. T. fehlende Schriften, die in den grch. und lat. Übersetzungen vorhanden sind. Die röm.-kath. K. wertet sie in ihrer Mehrzahl seit dem Tridentinum als kanonisch; Luther hat sie als „der Hl. Schrift nicht gleichgehalten und doch nützlich und gut zu lesen“ bezeichnet
Artillerie – (franz.) mit Geschützen ausgerüstete Truppen
A. T. – Altes Testament (Teil der Bibel)
Autor – (lat.) Verfasser

B 1 (B 215) – Bundesstraße 1 (Bundesstraße 215)
„bei der Selnhoferin“ – Flurname
belg. – belgische
Bez. – Bezeichnung
Bgm. – Bürgermeister
BHW – Bildungs- und Heimatwerk
Bibel – (griech.) „Buch der Bücher“
Bildbaum – Baumart (Laub-, aber auch Nadelbaum) an den Bildern mit chr. Motiven angebracht  wurden (so entstand u. a. die zweitgrößte Wallfahrtsstätte in Österreich, Maria Taferl)
Bildbuche – Buche  mit einem Heiligenbild darauf angebracht
Bildstock – Betsäule, ein an Wegen usf., aufgestelltes relig. Zeichen
Bronze – Legierung Kupfer (ca. 85%) mit Zinn (ca. 15%)
Brunnerfeld – Flurname
bzw. – beziehungsweise

ca. – circa (etwa, ungefähr)
Collage – (frz.) aus Papierstücken oder anderem  Material geklebtes Bild
chem. – chemisches
chr. – christlich, -e, -en, -er, -es
Corpus – Körper

D
– Deutschland
definitiv – endgültig
Detonation – mit Knall und Gasentwicklung verbundene Zersetzung von explosiven Stoffen mit starker Sprengwirkung
d. J. – dieses Jahr
Dogma – (griech.) Glaubenssatz, kirchl. Lehrsatz mit dem Anspruch unbedingter Gültigkeit; starre Lehrmeinung
dogmatisch – auf Dogmatimus beruhend
Dr. – Doktor; Titel auf Grund einer akademischen Prüfung
d. s. J. – dasselbe Jahr; (desselben Jahres; des selbigen Jahres)

Eiben
– Nadelbäume (lat. Taxus)
Eisen – chem. Zeichen Fe
Element – Urstoff, Grundstoff
epidem. – epidemisch –e/in einer Art Epidemie (grch.) ansteckende Massenerkrankung; Seuche
Erzengel – (grch.) im Spätjudentum und in der Bibel Bezeichnung für einzelne höchste Engel, nach späterer Systematisierung  die zweitniedrigste Klasse der himmlischen Geister; die jüdische Überlieferung nennt 3 bis 7, die christl. 4: Michael, Gabriel, Raphael und Uriel
ev. – eventuell(en)
evang. – evangelisch(e)

Fegefeuer – Das Fegefeuer (lat.: purgatorium), auch Reinigungsort genannt, ist nach der römisch-katholischen Lehre ein Prozess der Läuterung, in dem die Seele eines Verstorbenen auf den Himmel vorbereitet wird (Internet)
FF – Freiwillige Feuerwehr
Flurname – althergebrachte Bezeichnung für ein bestimmtes Stück Flurbereich wie z. B. Acker, (Feld) Wiese, Wald
Forstadjunkt – (Adjunkt veraltet für Gehilfe), Gehilfe eines Försters; österreichischer Beamtentitel
Fr. – Frau
Fronarbeit – Arbeit eines unfreien Bauern bei Grundhörigkeit
frz. – französisch , -e
Fundus – Bestand

geb.
– geboren
gefasst(e) – polychromiert(e); (in Farbe oder Goldauflagen gehaltene Statuen)
geistl. – geistlich (-e, -er, -es)
Gesims – waagrecht vorspringender Bauteil an Mauern oder Pfeilern
gest. – gestorben
Glorienschein – (in der bildenden Kunst) Heiligenschein (lat. Aureole)
Glossar – Wörterverzeichnis
GR – Geistlicher Rat
Granate – Sprenggeschoß
grch. – griechisch (-e, -er, –es, -en)

HA – Hochaltar
Hart – Flurname
Henochbuch – Das Äthiopische Henochbuch gehört zu den sogenannten Apokryphen: Das sind in den Jahrhunderten um die Zeitenwende entstandene jüdische und christliche Texte, die einen dogmatischen Anspruch erhoben, von der Kirche jedoch nicht als kanonisch anerkannt und deshalb von der gottesdienstlichen Lesung ausgeschlossen wurden. Die Apokryphen gerieten aus diesem Grunde mit der Zeit in Vergessenheit oder gingen sogar ganz verloren, und sie wurden erst in relativ junger Vergangenheit wieder entdeckt. Das Äthiopische Henochbuch etwa (es gibt auch ein Slawisches und ein Hebräisches) fand man erst Ende des 18. Jahrhunderts wieder. Diese Schrift genoß im Christentum der ersten Jahrhunderte ein beachtliches Ansehen und wird sogar im Neuen Testament erwähnt. So heißt es im Sendschreiben des Judas (14f.):“Gegen solche (Lästerer) hat auch schon Henoch, der siebente von Adam, geweissaget mit den Worten: Siehe! Der Herr kommt mit vielen Tausenden seiner Heiligen, Gericht zu halten über alle und zu bestrafen alle Gottlosen unter ihnen wegen aller ihrer verübten Ruchlosigkeiten und wegen aller Lästerungen, die sie gegen ihn ausgestoßen, die gottlosen Sünder
heroisch (grch. und lat.) – heldenmütig, heldisch
Hiesberg – Ein aus Granit bestehender, (bis) 558 m hoher Bergrücken, der die Grenze zwischen der Marktgemeine St. Leonhard am Forst, Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf bildet und im Gemeindegebiet von Melk (Land) endet
Hl. – Heilige (-er)
hl. – heilig (-e, -er)
Hlgst.
– Heiligste
Hll. – Heiligen (mehrere Heilige)
Hochstraß – Flurname
Holzwiese – Flurname
Hr. – Herr
Hrn. – Herrn
Hube – Bauernlehen, häufigste bäuerliche Besitzeinheit (25 bis 30 Joch)
Hw. – Hochwürden (Hochwürdiger), alte Anrede für kath. Priester u. bestimmte Grade der ev. Geistlichkeit

Inf.
– Infanterie (die für den Kampf zu Fuß ausgebildeten Soldaten, Fußtruppe
Initiative – (frz.) Entschlusskraft, Unternehmungsgeist
Initiator
(lat.) Urheber, Anstifter
INRI – Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum (Jesus von Nazareth, König der Juden)
ital. – italienisch

Joch
– 57,55 a

K
. – Kirche
Kanon – (griech.) Die als echt anerkannten Schriften einer Kirche, besonders die Bücher der Bibel, im unterschied zu den Apokryphen
kanonisch – dem Kanon entsprechend, auf ihn beruhend
Kartusche – (franz.) im Artilleriegeschoß: Metallhülse, in der sich die Pulverladung befindet
kath. – katholisch (-e, -en, -er)
KG – Katastralgemeinde
kirchl. – kirchlicher
Kommassierung – Zusammenlegung (von Grundstücken)
Konvoi – mehrere u. a. militärischer Fahrzeuge
Konzil – (das; lat.) kirchl. Versammlung , die über Fragen der Lehre u. des Lebens berät
KR – Konsistorialrat (lat.); Titel für einen kath. Priester
Krone – ehem. österr. Währung von 1900 bis 1924 (1 Krone = 100 Heller)
Kruzifix (das; lat. cruzifixus, „der Gekreuzigte“) – in der christlichen Kunst die gemalte oder plastische Darstellung Jesus am Kreuz
Kruzifixus – der gekreuzigte Christus
Kupfer – Zeichen: Cu, chem. Element
KZ – Konzentrationslager von 1933 bis 1945: Arbeits- und Vernichtungslager für Juden und dem Nationalismus missliebige Personen

l.
– links
lat. – lateinisch
lt. – laut
Legende – Heiligenerzählung
letal – tödlich
Lisenen – flach erhabener, senkrechter Mauerstreifen
Lisenengliederung – flach erhabene, senkrechte Mauerstreifen an Mauern
Lstr. – Landesstraße
Luther, Martin, Reformator – * 10. November 1483 Eisleben, † 18. Februar 1546 Eisleben. Durch den in „marktschreierischer Weise“, vorgenommenen Ablasshandel von Johann(es) Tetzel (Dominikaner) für den Neubau der Peterskirche in Rom, wurde die Spaltung in eine röm.-kath. und evangelische Kirchengemeinschaft verursacht

Madonna
– die Jungfrau Maria, die Gottesmutter
Mag. – Magister (lat.), Lehrmeister, Lehrer
Mai-Andacht – Der Monat Mai ist ganz besonders der Gottesmutter gewidmet
Markgraf – (früher) Verwalter einer Grenzmark
Marterl – Gedenkzeichen (Kreuz oder Tafel mit Bild) als Erinnerung an einem Unglücksfall; Steinpfeiler mit Nische oder Holztafel mit Dach und Kruzifix oder Heiligenbild
Mäander –  Flußwindungen
Metropole – (griech.) Landeshauptstadt
Mill. – Million -en; Bezeichnung für eine Wertgröße
Monarchie – (grch., „Alleinherrschaft“) Staatsform mit einem Monarchen (Kaiser, König, …) an der Spitze (eines Landes, Staates)
Monument – Denkmal
Mösel – Orstteil von Matzleinsdorf

Nihilismus
– (lat., „nichts“) Außerhalb der Theologie aufgekommende  Bez. für den durch die Entwertung aller relig. Glaubensinhalte, Autoritäten, sittlichen Gebote entstehenden Zustand einer Überzeugungslosigkeit
Nimbus
– Ruhmesglanz
NÖN – Niederösterreichische Nachrichten (Ausgabe Melk)
Nothelfer – eine Gruppe von 14 kath. Heiligen, die man in besonderen Nöten um Hilfe ruft
Nr. – (Haus)Nummer
NS-(Zeit) – Nationalsozialismus; Weltanschauung die entscheidend durch Adolf Hitler begründeten u. organisierten Bewegung (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Abk.: NSDAP), die von 1919 bis 1932 in steigendem Maß einen Einfluß gewann (schuld war die Politik der 30er Jahre; durch sehr hohe Arbeitslosigkeit; nur dadurch konnte diese Bewegung entstehen!), von 1933–1945 die Politik Deutschlands bestimmte u. 1945 durch den Zusammenbruch des Deutschen Reichs ihr Ende fand

OG
– Ortsgemeinde
O. S. B. (OSB) – Ordo Sancti Benedicti (Orden der Benediktiner)
OSM – Oberschützenmeister
OSR
Oberschulrat
ÖKB – Österreichischer Kameradschaftsbund
öS – österreichischer Schilling
österr. – österreichische

P
Pater
Pater – Anrede für Ordenspriester
Pest – (lat.), Pestilenz, durch Pestbakterien hervorgerufene epidem. Krankheit
Pf. – Pfarrer
polychromiert – (Polychromie, grch.), Mehr oder Vielfarbigkeit (aber auch vergoldete Statuen werden als polychromiert bezeichnet)
Pour
le Mérite – Der Orden Pour le Mérite (dt. „Für das Verdienst“) wurde von Friedrich dem Großen (1712–1786) gestiftet und war neben dem Orden vom Schwarzen Adler die bedeutendste Auszeichnung, die in Preußen vergeben werden konnte. Der Orden geht auf den 1667 gestifteten Orden de la Générosité zurück. Den Pour le mérite gab es in der militärischen Klasse bis 1918.
Protoevangelium – ursprüngliches Evangelium
Psalm – (griech.) geistl. Lied aus dem  AT
Pultdach – Dach mit schräger (und einseitiger) Fläche

qm –  Quadratmeter

r. – rechts
Rain – Grenze zwischen Feldern
Reichsrat – das österr. Parlament 1867–1918 (1. Kammer: Herrenhaus, 2. Kammer: Abgeordnetenhaus)
„Reichsstraße“ – Bezeichnung für Hauptstraßen in der Monarchie
rel. –  religiös
relig. – religiöse,-en, -er, -es
Relikt – Überrest; Überbleibsel (aus der Vergangenheit)
Reservoir – Wasserbehälter
restaurieren – ausbessern
Revolution – (lat.), im allg. Bez. für die gewaltsame Veränderung des Bestehenden usf. Österreichs
Rgnt. – Regiment
Robinie (Gemeine R.) – diese wird bei uns fälschlich „Akazie“ genannt (benannt nach dem frz. Botaniker J. Robin
Robot – Fronarbeit, unentgeltliche Leistung der Untertanen für den Grundherrn
röm. – römisch (-e, -er, -en)
russ. – russisch

Schacherl – kleines, von Fluren umgebenes Waldstück
Schilling – österr. Währungsbezeichnug von 1924 bis 1938 und ab 1945 bis zur Einführung des Euro (Anfang 2002)
Segnung – niedere Weihe
SG – Schützengilde
Sgraffito – (ital., „Kratzmalerei“) Technik der Wandmalerei, bei der Linien und Flächen in verschiedenfarbige, übereinandergelegte Putzschichten eingeschnitten oder geritzt werden
Signatur – Zeichen, meist Buchstabe(n) oder Zahl(en)
SR – Schulrat; ein Beamter der Schulaufsichtsbehörde
St. – Sankt (heilig)
Staffel – Stufe; Sprosse
Steinmetz – Handwerker der Steine bearbeitet
stiften (stiftete) – schenken, spenden (schenkte, spendete)
Synonym – Wort von ähnlicher oder gleicher Bedeutung, sinnverwandtes Wort

Theol. – Theologe
Theologie – Religionswissenschaft
Thuja – (griech.) Lebensbaum, (österr. Thuje)
Tiefenhorizontal
Tridentinum – das Tridentinische Konzil, Trienter Konzil setzte in 3 Sitzungsperioden (1545–1547 in Trient u. 1547 in Bologna, 1551/52 u. 1562/63 in Trient) gegenüber den Reformatoren die Lehre der röm.-kath. K. über Hl. Schrift u. Überlieferung, Erbsünde Rechtfertigung u. Gnade, Eucharistie u. a. Sakramente, Heiligenverehrung u. Fürbitten für Verstorbene fest
Trinität – die heilige (heiligste) Dreieinigkeit/Dreifaltigkeit
Trassierung – Vermessung einer Eisenbahnstrecke, den Verlauf (der Bahnstrecke) festlegen
Tümpel – kleinere, mit Wasser gefüllte tiefere Stelle

u. – und
u. a. – unter anderem
usf. – und so fort
usw. – und so weiter
u. U. – unter Umständen

v.
– von
Veteran – (lat.) Soldat, der schon auf einem früheren Feldzug teilgenommen hat
vulgo – gewöhnlich benannt

Wallfahrt
– Das Wort „Wallfahrt“ ist eigentlich eine begriffliche Verdoppelung, kommt doch der Wortteil „Wall“ vom mittelhochdeutschen „wallen“, das vorerst einmal nur „reisen“ bedeutet hat, aber sehr früh im Sinne von „pilgern“ verstanden wurde Der „wallaere“ war der Pilger, die „wallevart“ die Pilgerfahrt
Walz – Wanderjahre zünftiger (z. B. die eine Lehre als Zimmermann absolvierten) Gesellen.  Ausgelernte Handwerker, die eine Gesellenprüfung hatten, gingen einige Zeit auf Wanderschaft (Walz), wo sie bei verschiedenen Meistern gearbeitet hatten, um so andere Arbeitsmethoden kennen zu lernen, bzw. um auch mehr Praxis in ihren jeweiligen Berufen zu erreichen
Waterloo – belgische Stadt
Weingarten – Flurname

z. B.
– zum Beispiel
Zehent – Naturalabgabe (10% einer Ernte von z. B. Getreide)
Ziborium – das; -s, …en (grch.) In der röm. kath. K. Aufbewahrungsgefäß für Hostien
Zigeuner – Eigenname Roma, auch Manusch, ein unter allen Kulturvölkern (außer Ostasien) verbreitetes Volk
Zille – Frachtkahn
Zinn – Zeichen: Sn, chem. Element
zVg – zur Verfügung gestellt



Literatur:
Das moderne Lexikon – Wien 1972; Die neue deutsche Rechtschreibung, Bertelsmann Lexikon Verlag 1996; Paola Giovetti, Engel – Die unsichtbaren Helfer der Menschen, 2002; Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Vera Schauber und Hanns Michael Schindler, Pattloch Verlag, 2001; Gräfin Schönfeldt, Menschenkinder Gotteskinder, Verlag St. Gabriel, 1994
; Internet bzw. diverse Broschüren, Zeitungen, …!