Kleindenkmäler

Sakrale Kunst und Kleindenkmäler II

 

Pöchhacker-Kreuz

Hoch über dem Melkfluß am Hiesberg, im Gemeindegebiet von Matzleinsdorf, sieht man schon von weitem, den sogenannten „Weißen Stein“ (einen Sagen-, Kult-, Grenzstein) und in der unmittelbaren Nähe, befindet sich ein Marterl aufgestellt. An dieser, von Herrn Werner Pöchhacker gerne besuchten, schönen Stelle, reifte der Gedanke ein christliches Symbol zu errichten und so wurde von ihm ein Steinsockel errichtet und von seinem Schwiegervater Herrn Franz Klaushofer das Marterl gezimmert. Mit der Zustimmung des Waldbesitzers wurde am 5. September 1997 das Holzkreuz aufgerichtet und am 25. Oktober 1997 erfolgte durch Pater Stephan Holpfer (als damaliger Seelsorger der KG Matzleinsdorf) OSB Mag. Theol. die Segnung des Kreuzes.
Bei schönem Wetter sieht man von hier weit in das Waldviertel hinein und auf Teile des Ortes Zelking. In Erinnerung an den Initiator, wird das Marterl (vom Autor) als Pöchhacker Kreuz beschrieben.

 

Oberleitner-Kapelle

Durch eine Straßenverbreiterung der B 215 wurde nach 1962 das alte Flurdenkmal abgetragen und durch Herrn Ignaz und Frau Maria Oberleitner entstand um 1965 das derzeitige.
Warum schon seit langer Zeit hier zwischen der „Kleinen Höhe“ und der „Großen Höhe“ (nach Matzleinsdorf in Richtung Zelking befindlich) ein Kleindenkmal besteht, konnte mir Fr. Oberleitner nicht mitteilen.
Bis Frühjahr 1988 befand sich ein etwa 80 bis 100 Jahre altes Kreuz – schwarzes  Holzkreuz mit silberfarbigen Christus darin, welches im Frühling oder Sommer 1988 entwendet wurde!!
Auch das „Nachfolgebild“ und ein einfacher Blumenschmuck fanden vor Ostern selbigen Jahres wiederum einen „Liebhaber“!! Wegen der Erbauer wird dieses Flurdenkmal (vom Autor) so benannt!
Es befand sich ein altes Bild – hl. Josef mit dem Jesuskind darin.
Die Oberleitner-Kapelle (links mit dem „entwendeten“ Holzkreuz, rechts eine Aufnahme mit dem „Nachfolgebild“)

Gesamtgröße: B/T/H 1,40 x 1,03 x 3,00 m
Material: Betonsockel, Ziegelmauerwerk, Dachziegel und schmiedeeiserne Gitterttüre.

 

Möselgedenkstein

Durch die Initiative des ehemaligen ÖKB-Matzleinsdorf Obmannes Herrn Erich Plasch wurde der Möselgedenkstein errichtet.
Früher befanden sich einmal ein „Bildbaum“ und später ein Holzkreuz an derselben Stelle. 
In einem damaligen Brunnen, der nur mittels Bretter abgedeckt war, soll eine Frau aus dem Ort hineingestürzt und darin ertrunken sein, daher wurde ein „Zeichen“ gesetzt.

 

Auf der am Granitstein befindlichen Messingtafel befindet sich eingetragen:  

Im Gedenken an eine um 1901
in einem Brunnen ertrunkene  
Matzleinsdorferin
Bildungs- und Heimatwerk
Dieser Gedenkstein wurde Anfang September 2002 errichtet



Engel-Kreuz

Wallfahrer aus der KG Mannersdorf und aus der KG Zelking ist dieses Holzkreuz schon seit Jahren ein Begriff, da an dieser Stelle das erste Mal eine kurze Rast bei der Wallfahrt nach Maria Steinparz eingelegt wird.
Früher befand sich ein Holzkreuz weiter im Garten drinnen, wo es auch wie viele andere hölzerne Flurdenkmäler durch morsch werden umgestürzt ist und längere Zeit kein Kreuz mehr aufgerichtet wurde.
Herr Josef und Frau Hermine Engel als „Möselbewohner“ entschlossen sich wieder ein Kreuz errichten zu lassen, und so zimmerte der ehemalige Tischlermeister aus Matzleinsdorf, Herr Josef König das Kreuz; seine 1996 verstorbene Mutter stiftete das derzeitige Marienbild. Daher sieht man seit dieser Zeit wieder ein Flurdenkmal beim Haus Engel, Mösel Nr.
Den (richtigen) Aufstellungsgrund des ersten Holzkreuzes berichtete der 1999 verstorbene Matzleinsdorfer, Herr Ludwig Neunlinger (mir) so: Vor der Melkflussregulierung hatte sich damals der Melkfluss, in Mäandern, nahe am jetzigen Haus der Familie Engel  vorbeifließend, befunden und in den damals Hochwasser führenden Fluten soll 1934 Frau Katharina Hiesberger ertrunken sein.

Auf der Messingtafel steht eingraviert:

Hier ist 1934 Frau Katharina Hiesberger in einem Tümpel der Melk ertrunken.
Bildung und Heimatwerk

 

Friedhofskapelle

An der nördlichen Friedhofsmauer befindliche kapellenartige Nische mit einfacher Lisenengliederung; Ziegelpultdach und Bekrönung aus zwei Steinkugeln und eisernem Stern. Drinnen befindlich aus Holz, polychromiert, Kruzifixus mit Maria und Johannes, in der Staffel die armen Seelen im Fegefeuer (um 1750). Darunter mehrere einfache Grabsteinplatten von Priestern (*), (**).
Renoviert mit derzeitigem Aussehen 1997.
(*) So lautet die Beschreibung aus: Die Denkmale des Politischen Bezirkes Melk, Wien 1909.
(**) Im Zeichen des Kreuzes („Kirchenführer“) 2005, Seite 33/34 befindet sich eine Beschreibung der hier bestatteten drei Priestern.

Johann Schima-Gedenkstein

An der neu errichteten Friedhofsmauer, rechts neben der Friedhofskapelle, befindet sich ein Granitstein eingemauert.
Der Aufstellungsgrund hängt mit dem Bau der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn  zusammen  (Bahnstrecke Wien-Linz-Salzburg).
Etwas seitlich unterhalb vom „Weißen Stein“ befand sich damals ein Steinbruch (u. a. wurden auch aus diesem Steinbruch  Steine für die Bahnbrücken herausgebrochen). Am 20. März 1857 erschlug die im Friedhof von Matzleinsdorf eingemauerte, zu einem Grabstein umgewandelte Steinplatte den böhmischen Steinmetz Johann Schima. 

 

Auf dem Gedenkstein steht folgendes geschrieben:

Johann Schima
aus Böhmen 26 Jahre alt
Steinmetz bei der Westbahn
Wurde am 20. März 1857 am
Hirschberg von diesem Stein
erschlagen.
RUHE SEINER ASCHE


Bei einer Beschreibung unserer Gegend von 1838 wurde damals schon Hiesberg und nicht Hirschberg geschrieben!
Im Zuge der Neuerrichtung der Friedhofsmauer wäre beinahe der Gedenkstein nicht mehr eingemauert worden, aber der damalige ÖKB-Obmann von Matzleinsdorf, Herr Erich Plasch bat den damaligen Bgm. Herrn Engelbert Köninger, die Einmauerung zu veranlassen.
Von Wien im August 1856 ausgehend, erfolgte hier – vermutlich ab 1857 – eine Trassierung  der Kaiserin Elisabeth-Westahn. Bereits am 18. Oktober 1858 fuhr der erste Zug (auf der damals nur eingleisigen Strecke) in Melk ein. 1860 erfolgte die Eröffnung  der Strecke bis Salzburg. 
Beschreibung vom Johann Schima Gedenkstein im Zeichen des Kreuzes („Kirchenführer“) 2005, Seite 34.

Hl. Leonhard

In Matzleinsdorf, am Haus von Herrn Anton Penz (und Gattin) Leopoldine  (Melkerstraße Nr.10), befindet sich ein Sgraffito hl. Leonhard angebracht. Dieses passende Motiv entstand nach einer Idee und im Auftrag der Familie Penz im Jahre 1980 an der Straßenfassade dieses Bauernhauses.
Die Signatur R. Pertermann, weißt auf einen inzwischen verstorbenen Eggenburger Künstler hin.
Im Glorienschein ist St. Leonhard eingeritzt; er wird mit seinen Attributen dargestellt. Im Schild befindet sich die Jahreszahl der Entstehung und A P L. Die Inschrift: … UND WÄRE NICHT DER BAUER, SO HÄTTEST DU KEIN BROT! deutet auf die Besitzer und Betreiber – einen landwirtschaftlich geführten Gemüseanbaubetrieb hin (dzt. Besitzer Herr Ing. Johann Penz). Der „Bauernheilige“, dessen Gedenktag am 6. November gefeiert wird, ist nicht nur für die Pferde (Vieh) „zuständig“, sondern er ist auch der Schutzpatron der Gefangenen.

Kriegerdenkmal

1921 wurde das Kriegerdenkmal errichtet und am 26. Juni desselben Jahres erfolgte die Segnung.
Im Ersten Weltkrieg gab es 21 Gefallene und 18 Vermißte.
Am 23. September 1962 fand eine Feldmesse mit Kriegerdenkmal- und Fahnenweihe statt.
Sonntag, den 6. Juni 1993 feierten der Ortsverband ÖKB-Matzleinsdorf die Eröffnung des neuen Dorfplatzes und die Segnung des restaurierten Kriegerdenkmals, welches durch den damaligen Pfarrer GR Edmund Warchol stattfand.
Die Kosten für die Dorfplatzgestaltung und Versetzung vom Kriegerdenkmal bzw. deren Renovierung  betrugen ca. 3,000.000 Schilling. 
(Die Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gattin Sophie Gräfin Chotek, Herzogin von Hohenberg durch den Serbischen Attentäter Gavrilo Princip am 14. Juni 1914 in Sarajewo, löste den Ersten Weltkrieg aus. Der Balkan war, ist und bleibt ein Pulverfass.)

 

Flurdenkmal „Zu Ehren Gottes“

Das am Hart (Flurname) nahe vom Modell-Flugplatz (Union Modell-Motorflug-Club Pöchlarn) befindliche, schon sehr alte Steinmonument, war mit Sicherheit kein römischer Grenzstein (wie es gerne angenommen wird), sondern könnte auf Grund eines hier 1708 erfolgten Mordes schon entstanden sein!
Es befand sich einmal eine Blechtafel angebracht, deren Worte keiner mehr weiß, bzw. auch nicht wann und von wem die Blechtafel entfernt wurde. Inmitten vom oberen Ende des säulenartigen Steins, befand sich ein Reststück von einem Eisen darin, an dessen Stelle ein Kreuz eingesetzt wurde!

 

Die derzeitige Inschrifttafel aus Messing enthält die Anfangsworte von:
GROSSER
GOTT,
WIR
LOBEN
DICH, …  
(und ein eingraviertes Kreuz)

Die seitens des ÖKB-Matzleinsdorf gestiftete Inschrifttafel wurde 2002 angebracht, welche noch zusätzliche Daten beinhaltet:
Hier wurde am 29. Jänner 1708 ein WANDERBURSCHE ermordet
(Dieser Mord geschah bereits am 20. Jänner 1708 und dürfte ein Tipp- oder Übermittlungsfehler sein) 

Ehemalige Flurdenkmal
(am Hart)

Nahe vom Union Modell-Motorflug-Club Pöchlarn, wo die ehemalige Römerstraße (Tabulastraße) aufstieg zum Hart und am Hochstraß (*) weiterführte, befindet sich ein aus dem Hiesberg heraus gebrochene Steinsäule.
Dem Aussehen nach, dürfte es eines der ältesten (noch vorhandenen) Flurdenkmäler in der Gemeinde Matzleinsdorf sein!
Wolfgang Jezinger um die 40 Jahre alt, lernte einen Wanderburschen aus Wien kennen. Gemeinsam gingen beide hier oben (damals gab es vermutlich hier noch viel mehr Baumbestände als jetzt!) durch den Wald. Jezinger dürfte erfahren haben, dass dieser junge Mann Geld bei sich hatte und ersch diesen mit seiner Reisighacke.
Wolfgang Jezinger wurde an der Melker Richtstätte durch das Flechten auf das Rad vom Leben zum Tode befördert.  
In den Heimatkundlichen  Beilagen zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Melk Nr. 6 vom 15. Juni 2002 wird die Verurteilung Jezingers beschrieben. In der Nr. 5 vom 15. Mai 2002 das Melker Rathaus, welches einmal auch Rechtssprechung ausübte.
Am Hochstraß entlang (Grenze zwischen der Stadtgemeinde Pöchlarn und der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf, aber noch auf unserem Gemeindegebiet!) führte die ehemalige „Tabulastraße“ (Römerstraße), diese diente damals dem römischen Heer zur schnellen Nachrichtenbeförderung, Truppentransport usw. Zum besseren Schutz der Truppen meist auf Anhöhen führend, – im Gegensatz zur Limesstraße, welche sich nahe der Donau befand, die für den „normalen“ Verkehr vorgesehen war und durch die vielen früheren Überschwemmungen, meistens gar nicht mehr vorhanden ist.

 

Detzer-Gedenkstein

Ende Juni 2002 wurde der vom (ehemaligen) ÖKB-Matzleinsdorf Obmann Herrn Erich Plasch erstandene Stein, mit einer Messingtafel versehen, versetzt, um wieder an der unmittelbaren Nähe, wo dieser 1945 letal verlaufende Unfall stattgefunden hatte, den heutigen Generationen die schreckliche Zeit des „tausendjährigen Reiches“ vor Augen zu führen!

 

Die Messingtafel beinhaltet folgenden Wortlaut:
OTHMAR DETZER am 21. Oktober 1945
beim Hantieren von Wehrmachtsmunition im
12. Lebensjahr tödlich verunglückt.
ÖKB MATZLEINSDORF
Binder KG Enns

Ehemaliges Detzer-Kreuz


Oberhalb vom Matzleinsdorfer Reservoir (Wasserbehälter) befand sich im Schacherl (kleiner Waldbereich), welcher meist aus Robinienbäume besteht, einstmals ein gusseisernes Kreuz in einem Betonsockel versetzt. 
Das Kreuz wurde vom damaligen Besitzer abgebrochen weil es „gestört“ hatte! Die „Folgen“ dieser Tat dürften heute noch  (2010) einigen BewohnerInnen von Matzleinsdorf bekannt sein.
Warum man an dieser Stelle einstmals ein Kreuz aufgerichtet hatte, wurde seitens Herrn Karl Fahrnberger folgenderweise berichtet: Nach den Zweiten Weltkrieg befanden sich unzählige Kriegsrelikte, so unter anderem auch Granaten meterhoch in diesem kleinen Waldstück aufgestapelt.
Immer mehrere Buben schlugen die Spitzen von den Kartuschen ab, um an das Pulver zu gelangen.
Am 21. Oktober 1945, so auch Othmar Detzer. Detzer dürfte vermutlich an einem Zünder einer Granate so unglücklich hantiert haben, dass er eine Explosion auslöste. Durch die Wucht der Detonation hatte es Detzer den Brustkorb zerfetzt und Herr Fahrnberger verlor „nur“ ein Auge; einer der Buben wurde an der Ferse verletzt.
Den anderen ist nichts passiert; ihnen dürfte aber das „spielen“ an diesem denkwürdigen Tag vergangen sein!
Weiter drinnen im Schacherl kann man noch heute eine trichterförmige Vertiefung erkennen, die nicht natürlichen Ursprunges sein könnte (zu kreisförmig – daher von der damaligen Explosion stammend?).


Das Grab von Othmar Detzer im Friedhof von Matzleinsdorf
(Anstelle des ehemaligen Flurdenkmals, da es kein Foto davon gibt!)


Kapelle bei der Autobahn

Der Bau der Westautobahn (heute A 1) Wien-Salzburg wurde zunächst in drei voneinander unabhängigen Teilstrecken begonnen, und zwar u. a. mit der niederösterreichischen Strecke St. Christophen–St. Pölten–Pöchlarn; was einer Streckenlänge von 51 km entspricht.
1955 begann man mit dem Bauabschnitt St. Christophen–Pöchlarn, da in diesem Bereich der Baufortschritt der „Reichsautobahnen“ schon beachtlich war.
Am 3. Dezember 1958 konnte die erste niederösterreichische Teilstrecke dem Verkehr übergeben werden.
Dieser etwas größere Kapellenbau (ein begehbares „Marterl“ nennt man immer Kapelle!) befindet sich auf der linken Straßenseite Matzleinsdorf Richtung Ornding, vor der Autobahnunterführung.
Im Zuge des Baues der Westautobahn (A 1), wurde das alte, gemauerte Flurdenkmal, Orndinger Kreuz genannt, abgetragen (da es sich im heutigen Straßenbereich befand) und durch diesen Kapellenbau (wurde zwischen 1956 und 1958 erbaut) in unmittelbarer Nähe des alten Flurdenkmals errichtet.
Da es für diese Kapelle keine eigene Bezeichnung bis dato gibt, bekam es wegen der unmittelbaren Nähe zur A 1, vom Autor diesen Namen.
Im Inneren: Ein großes Kruzifix (befand sich etwa 15 Jahre allein darin) und davor eine kleine Marienstatue sowie seitlich links ein Herz-Jesubild und rechts ein Herz-Marienbild befinden sich dzt. darin. Außer dem Kreuz, wurde alles andere so nach und nach von der Familie Riedl aus Bergern beigestellt.
Abgesichert durch eine schmiedeeisernen Türe.
1981 bei den „Bittagen“ wurde die Autobahnkapelle von GR Pf. Edmund Warchol gesegnet. Frau Christine Spanseiler übernahm von Hrn. Ludwig Riedl  die  Betreuung dieser Kapelle.

Eine Renovierung, dieses zwischen 1956 und 1958 erbauten Flurdenkmals anstelle vom Orndinger Kreuz, erfolgte durch den Bauernbund Matzleinsdorf Herbst 2006/Frühjahr 2007 (neue Dachziegel, Fassadengestaltung in Gelb, Innenfärbelung und Ausbesserung der Pflastersteine).
Eine Neusegnung sollte laut einer gedruckten Einladung im Zuge des Bitttages 2007, am 15. Mai durch Pater Lukas erfolgen. 
Bedingt durch den Regen an diesem Abend, wurde der Bittgang um Erhaltung der Feldfrüchte in der Pfarrkirche abgehalten; dieses große Flurdenkmal (mit anschließender Agape) trotzdem an diesem Tag gesegnet.

Orndinger-Kreuz
(abgekommen)

Dieses ehemalige Flurdenkmal, müßte laut den mündlichen Überlieferungen eigentlich auch Kapelle genannt werden, da es (gemauert und) begehbar war.
Im Jahre 1840 soll im Orndinger-Kreuz ein Bild Maria mit dem Leichnam Jesu und den hll. Benedikt und Scholastika, gemalt vom Wiener Maler Theodor Petter sich darin befunden haben (*)!
Es befand sich etwa rechts der heutigen Autobahnunterführung (Matzleinsdorf Richtung Ornding), im jetzigen Straßenbereich der A 1 und wurde im Zuge des Autobahnbaues abgetragen.
Leider gibt es auch von diesem ehemaligen Flurdenkmal kein Foto.
Zwei Jugendliche sollen in der NS-Zeit der Madonna die Augen ausgestochen haben und einer von den beiden erlitt bald darauf einen tödlichen Verkehrsunfall!
(*) Außerhalb Matzleinsdorf, an der Straße nach Ornding enthält eine sehr kleine gemauerte Straßenkapelle, das Orndinger=Kreuz genannt, ein Bild – Maria mit dem Leichnam Jesu und die heiligen Benedict und Scholastica – 1840 von Theodor Petter aus Wien gemalt.
Wenn man von jedem dieser in Österreich so häufigen Kreuze und Säulen an den Straßen und Wegen und in der Nähe der Ortschaften die Entstehungsgeschichte wüßten – meistens sind sie die stummen Zeugen von Stellen, wo ein besonderer Unglücksfall, eine Mordtat, ein Sturz vom Pferd oder Wagen, u. dgl. sich ereignete, oder von wunderbarer Rettung aus großen Gefahren – so würde sie allein eine „österreichische Trauerbühne,“ ein reichhaltiges Magazin für moderne Schauergeschichten eröffnen (Entnommen aus: Geschichte des Benedictiner=Stiftes Melk von Ignaz Franz Keiblinger, Wien 1869, II. Band, Seite 306. 
Collage (LP II/2004) Orndinger-Kreuz
(Anstelle eines nicht vorhandenen Fotos)

 

Stabenteiner-Kreuz

Begibt man sich von Matzleinsdorf nach Bergern, so sieht man auf etwa halber Wegstrecke an der linken Straßenseite, ein zwischen zwei Thujen, auf einem Steinsockel befindliches, schmiedeeisernes Kreuz (mit „Akazienkern“).
Die erste Frau vom Herrn Stabenteiner ließ dieses Kreuz (ohne Inschrift) errichten, welches sich früher im „Brunnerfeld“ befand. Herr Ludwig Riedl (aus Bergern) erzählte (mir), dass er der Initiator der Neuaufstellung 1968 gewesen sei. Herr Johann Eigner wollte das Kreuz nicht mehr aufstellen, da es durch die Kommassierungen  „keine Ruhe mehr fände.
Da Herr Riedl (früher) öfters diesen Weg beschritten hatte, „fehlte“ ihm dieses Kreuz und so wurde in Absprache mit dem Grundeigentümer wieder dieses Kleindenkmal von Herrn Riedl an der heutigen Stelle errichtet und von ihm auch lange Zeit „in Schuß“ gehalten.
Am Fuße befinden sich die Jahreszahlen 1939  1945 und soll eigentlich allen Soldaten des Zweiten Weltkrieges gewidmet sein (so wurde es mir mitgeteilt)!
Pater Stephan Holpfer OSB Mag. Theol. hatte als neu installierter Seelsorger die Idee, bei den Bittagen jedes Jahr zu einem anderen Flurdenkmal zu gehen, und um die Erhaltung der Feldfrüchte zu Bitten. Dieser „Schritt“, wurde erstmals 1997 zum Stabenteiner-Kreuz unternommen
1981 (?) anlässlich eines Bittages von GR Pf. Edmund Warchol gesegnet.
1987 erfolgte eine Restaurierung.
Im Sommer 2002 wurde seitens des ÖKB-Matzleinsdorf eine Gedenktafel angebracht. 
Das Stabenteiner-Kreuz (Foto: 1999)

Marterl beim „Brunnerfeld“
(Stabenteiner-Kreuz)

Vor der Kommassierung befand sich das Stabenteiner-Kreuz weiter innen im Gelände – mit Flurnamen „Brunnerfeld“.
Es wurde 1942 durch Frau Stabenteiner aufgestellt, damit ihr Mann gut vom Krieg zurückkehre
1948 verstarb Frau Stabenteiner durch einen Sturz vom Nußbaum.
Bei der Kommassierung wurde das Kreuz entfernt und bei der Fam. Eigner aufbewahrt.
1968 bewerkstelligte Herr Ludwig Riedl mit der Erlaubnis zur Errichtung durch Herrn Riedl (Brunner/Matzleinsdorf) die Aufstellung an der heutigen Stelle.  
Gedenkblock der ehemaligen UdSSR anlässlich des 2. Jahrestages der Befreiung Stalingrads (1945)
Foto von Herrn Ludwig Riedl († 2004) zVg


Matzleinsdorfer-Marienbild

Im Juni 2002 erwähnte Herr Ludwig Riedl, dass es auf der rechten Seite der Verbindungsstraße nach Bergern, in etwa dem heutigen Autobahnbereich, sich auch einmal ein Flurdenkmal befunden hätte, von dem die meisten heutigen Bewohner von Matzleinsdorf nichts mehr wissen.
Auf einem schiefen Apfelbaum soll ein Marienbild angebracht gewesen sein, über deren Entstehungsgeschichte aber keiner von den Alteingesessenen zu berichten  wußte.
Beim Bau der A 1 dürfte es vermutlich abgekommen sein, sodass dieser ehemalige „Bildbaum“ in Vergessenheit geriet!


Der „Bildbaum“
(Da kein Foto vorhanden – „Spielerei“ des Autors, Februar 2004)

St. Georgsfelsen

Bereits 1972 wurde vom Wanderverein ein Felsblock vom inzwischen verstorbenen Steinmetzmeister Herrn Robert Dier (Au bei St. Leonhard am Forst) besorgt, dieser mit einem Kreuz versehen und beim heutigen Wartehaus der Autobuslinie Mank–Melk–Mank; Fa. Kerschner (Mank), neben der (1936 erbauten) Melkbrücke aufgestellt.
Das auf dem Stein befindliche Abbild des hl. Georg wurde 1973 in Wels gegossen und nachträglich montiert. Der Gedanke vom Initiator, Herr Alfred Güttler war, für jeden Nothelfer ein eigenes Flurdenkmal errichten zu lassen. Der hl. Georg (einer von den 14 Nothelfern) war das erste und bis dato letzte Denkmal dieser Art im Gemeindegebiet.
1975 bei der Straßenverbreiterung und wegen der Brückensanierung wurde der St. Georgsfelsen an die heutige Stelle beim Gerätehaus der FF-Matzleinsdorf versetzt.

Hll. Florian und Sebastian

 

Güttler-Madonna

Beim Haus Herr Alfred und Frau Güttler, Großprielstraße Nr. 2 (Melkfeld) sieht man (ohne Belaubung) an der linken Seite der Einfahrt eine Rundnische in der sich eine Madonnenstatue aus Bronze befindet.
Die Mutter von Herrn Güttler erkrankte im 56. Lebensjahr stehend an Krebs und Herr Güttler gelobte bei einer Wallfahrt nach Mariazell und Maria Taferl, sollte seine Mutter gesunden, so würde er diese Statue aufstellen.
Tatsächlich wurde seine Mutter wieder gesund.
Als seine Mutter 1986 (20 Jahre danach) durch einen Schlaganfall verschied, wurde das einstige Versprechen eingelöst!
Seit dieser Zeit „bewacht die „himmlische Hilfe“ dieses Haus.
GR Edmund Warchol segnete 1991 diese Statue in Verbindung mit einer Fahrzeugweihe.

Engel-Kapelle

Durch die unmittelbare Nähe zum ehemaligen Haus der Familie Engel (Großprielstraße), wurde dieses religiöse Kleindenkmal schon seit langer Zeit Engelkreuz benannt.
Wegen seiner „Begehbarkeit“ nun Engelkapelle benannt.
Eine (von den zwei) „Entstehungsgeschichten“ war diese (glaubwürdiger!): Ein Einheimischer (ev. ein Angehöriger der Familie Engel?) wurde von einem Zigeuner im Streit mit einem Messer getötet, daher dürfte früher schon hier ein Holzkreuz errichtet worden sein.
1998 begab sich die Bevölkerung im „zweiten Bittagsjahr“ unter Pater Stephan zum Bittag hierher.  
Im Inneren befinden sich ein Betstuhl und ein Gußeisernes Kreuz.
(*) Das Wort „Engel“ stammt, durch das Lateinische vermittelt, vom griech. angelos ab, das soviel wie „Bote“ bedeutet (Seite 13). Und weiter: Jesus schreibt den Engeln außerdem die Rolle von Zeugen vor jenem höchsten Gericht zu, in dem über das ewige Schicksal des Menschen entschieden werden wird. „Wer mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden“ (Lukas 12, 8f.). Diese Worte sind bedeutsam: Wenn Engeln nämlich am Urteil Gottes teilhaben, dann sind sie auch am menschlichen Leben interessiert (Seite 65). (* Entnommen aus: ENGEL Die unsichtbaren Helfer der Menschen von Paolo Giovetti 2002.)

Bildbaum Hl. Leopold
(zum Stiftsblick)


Neben der Magna Mater Austriae, ist der hl. Leopold Patron von ganz Österreich und „nebenbei“ seit 1663 (vorher war es der hl. Koloman) auch der Landespatron von Niederösterreich; Schutzherr der Winzer, worauf wohl der alte Brauch vom „Faßlrutschen“ im Stift Klosterneuburg zurückzuführen ist.
Patronate: Winzer und Landespatron Österreichs. Attribute: Kirchenmodell, Fahne, Brotkörbe.
Der Schleierlegende nach führte durch das Auffinden des vom Winde verwehten Schleiers seiner Gemahlin Agnes, nach 9 Jahren zum Bau des Stiftes Klosterneuburg. Im sogenannten Reisealtar des Heiligen wird übrigens ein Gewebe aufbewahrt, das wahrscheinlich aus dem 12. Jhdt. stammt, also Agnes gehört haben könnte.
Der 1073 geborene Sohn von Markgraf Leopold II. (in den Literaturen wird auch 1075 und 1089 als Geburtsjahr, Melk bzw. Gars am Kamp als Geburtsorte angegeben!) soll im Kloster Melk von Bischof Altmann von Passau erzogen worden sein.
Am 15. November 1136 soll Leopold der III. nach einem Jagdunfall verstorben sein. Neuere Forschungen zweifeln dies aber an.
1485 sprach Papst Innozenz VIII. Leopold III. heilig.
Aufstellungsjahr Sommer 2002.
Dieser Aufstellungsort wurde ausgewählt, weil er unter Umständen in Melk geboren wurde und auch Landespatron ist.
Das Anbringen des Bildes hl. Leopold wurde am 3. 10. 2002 durch die Besitzerin, Frau Christine Riedl aus Bergern (wegen einer ev. Segnung) „nachgenehmigt“!

Fischhuber-Kreuz

Nach dem Anstieg Maierhöfen/Bergern an der B 1 (aus Richtung Melk kommend gesehen), befindet sich vor der Kreuzung B 1 und der Verbindungsstraße Matzleinsdorf/Bergern am linken Straßenrand ein schmiedeeisernes Kreuz auf einem Betonsockel angebracht.
Die erneuerte Inschrifttafel besagt, dass hier im Oktober 1927 Anton Fischhuber aus Melk verunglückt ist.
Am 26. Oktober 1927 kam ein Autofahrer aus Richtung Pöchlarn (angeblich ohne Führerschein gefahren!), der sich in Steyr ein neues Auto gekauft hatte, spätabends auf der „Reichsstraße“ (B 1) daher (zu diesem Zeitpunkt, war es noch eine Schotterstraße!), gleichzeitig kam als Radfahrer auf der linken (!) Seite  Anton Fischhuber, aus Melk kommend, gefahren.
Durch die Dunkelheit wurde Fischhuber übersehen und hier tödlich verletzt.

 

Der Veteranenverein setzte seinem ehemaligen Kriegskameraden (aus dem Ersten Weltkrieg) mit folgender Widmung ein ehrendes Andenken:

Dem hier am 26. Oktober 1927
verunglückten  
ANTON FISCHHUBER
gewidmet
Der Veteranenverein Melk

Die Namenstafel (aus Aluminium bestehend) wurde im Juli 1999 vom Autor (mit dem Zusatz LP/99) angeschafft und auch gleichzeitig das Kreuz (schwarz) gestrichen.


Fischhuber-Kreuz

(vor der Restaurierung)

 

Früher befand sich dieses Flurdenkmal weiter im Gelände der Felder drinnen.
Da es gestört hatte, wurde es deshalb von Herrn Erwin Schmid aus Bergern schon vor längerer Zeit an den Straßenrand der B 1 versetzt. Daher könnte der alte Straßenverlauf zur damaligen Zeit, nahe beim ehemaligen Standort gewesen sein!
Auch hier
hinterließ die Witterung Spuren, daher mußte die ehemalige Erinnerungstafel erneuert werden.

Diese ehem. kupferne Tafel enthielt folgende Eintragungen:
Dem hier am 26. Oktober 1927
verunglückten
ANTON FISCHHUBER
gewidmet
Der Veteranenverein Melk

Die (alte) Blechtafel hatte ein Einschussloch, eventuell noch aus der Besatzungszeit (?) stammend, oder durch eine „Spielerei“ entstanden?

Bergernmarterl

Da auch das in der KG Bergern-Maierhöfen befindliche Flurdenkmal von der Bevölkerung Kreuzstöckl (es gibt vier davon, die sich im Gemeindegebiet befinden!) benannt wird, wurde es durch den Autor (als drittes Kreuzstöckl beschrieben) wegen einer ev. Verwechslung in Bergernmarterl umbenannt!
Das zwischen zwei Thujen befindliche Marterl wurde nach 1966 anstelle des alten an derselben Stelle errichtet.
Wann und warum einstmals ein Flurdenkmal (gab es früher hier ein einfaches Holzkreuz?) in diesem Ort aufgestellt wurde, wußten selbst betagte Leute nicht mehr (daher ist es wichtig alles niederzuschreiben!).
Im Inneren befindet sich ein schwarzes Holzkreuz mit polychromiertem Christuskorpus.
Im „3. Bittagsjahr“ (1999) ging die Bevölkerung mit Pater Stephan zu diesem Bildstock, um auch hier einmal um die Erhaltung der Feldfrüchte zu Bitten.


„Nikolokreuz“ 
(Pestsäule)

Wer aus dem Melktal (B 215) kommend in die B 1 einbiegt, sieht etwas schräg rechts, am gegenüber liegenden Straßenrand das zur KG Bergern-Maierhöfen gehörende „Nikolokreuz“.
Auf einen Rundpfeiler befindet sich ein Tabernakelartiger Aufsatz, der drei Rundnischen enthält.
Erkennbar waren auf den Blechtafeln nur mehr im Westen hl. Nikolaus und in der Ostnische ein Marienbild.
Vor der Kommassierung befand sich hier einstmals ein Hohlweg.
Durch zweimaliges zerstören durch Motorfahrzeuge (1950 durch einen Lkw der „Roten Armee“ und 1955 durch  einen Wiener Pkw-Fahrer!), bekam das „Nikolokreuz“ etwas abseits diesen heutigen Platz „zugeteilt“. Unter dem alten Standplatz fand man Teile von Skeletten, die von Pesttoten stammen könnten (Pesttote hat man baldigst und (meist) außerhalb einer Ortschaft beerdigt!).
Laut einem Schreiben von Herrn Berger aus Melk, soll damals die komplette Bevölkerung von Freiningau der Pest zum Opfer gefallen sein.

Erstes Entstehungsjahr ist unbekannt
Renoviert: Nach 1950 und 1955
Restauriert: Im Sommer 2010
Baumaterial: Ziegeln
Größe: Rundsäule Ø 60 cm; Gesamthöhe 3,10 m


„Nikolokreuz“

(*) Im Gedenkbuch von 1741 wird „ein gar altes Kreuz“ mit dem Bildnisse des heiligen Nikolaus erwähnt – an der Straße wo sich der Weg scheidet – mit einem Stein, der vor Zeiten als „Opferstock“ diente, aber häufig beraubt und dann nicht mehr gebraucht wurde. Es ist davon nichts weiter bekannt, als dass man 1740 bei der Erweiterung des Weges einige „todte Körper und Menschengebeine“ ausgrub (* I. F. Keiblinger Band II Wien 1869, Seite 306.).
Vermutlich wurden einst mehrere zur Pestzeit Verstorbene hier in den Schoß der Erde gelegt.
Laut Keiblingers Beschreibung dürfte vorerst hier ein einfaches steinernes Flurdenkmal (niedere Steinsäule mit Kreuz?) gestanden haben, wo vermutlich ein metallener „Opferstock“ (?) angebracht war, der aber öfters unliebsam „entleert“ wurde und man daher eventuell das alte Flurdenkmal entfernte. Auch eine Verwitterungen könnten einstmals das Aus für dieses Kleindenkmal gewesen sein.


Gedenkstein „Februar 45“

Die Symbolik des Steines: Die gerade geschliffenen Kanten und die glatten Flächen versinnbildlichen die schönen Tage der hier ums Leben gekommenen, welche auch schon Spuren des Alltags (raue Stellen) in sich tragen. An der Zeit zerbrochen sollen die Bruchstellen darstellen und die Bohrlöcher stehen symbolisch für die Einschusslöcher. Die Spitze des dreieckförmigen Gedenksteines soll den 19. Februar 1945 darstellen – den Todestag der hier erschossenen KZ-Gefangenen und NS-Soldaten!
Aufgestellt wurde der Gedenkstein „Februar 45“ Ende Oktober; das Setzen der Eiben erfolgte vor Mitte November 2001.
Der Gedenkstein war ein Reststück; die Inschrift wurde vom Autor bezahlt, detto auch die zwei Eiben.
Die zwei Erinnerungstafeln sind den hier etwa 100 (!) ums Leben gekommenen Gefangenen bzw. Soldaten und den zwei Einheimischen die durch Unfälle tödlich verletzt wurden, gewidmet worden.
Der Aufstellungsort wurde seitens der Straßenmeisterei Melk durch Stellvertreter Herrn Christian Koch genehmigt!

(* 19. Februar 1945, Pazifischer Ozean: Mit 30.000 Mann landen an diesem Tag amerikanische Soldaten auf der japanischen Pazifikinsel Iwo Jima, welche vorher schon drei Tage lang von Schiffen aus unter schwerem Beschuss gelegen war. Dieser Angriff dauerte bis zum 26. März und endete mit ungeheuren japanischen Verlusten, da die Japaner den Berg dieser Insel tagelang hartnäckig verteidigten – Internet.)

Mariahilf-Bild von Freiningau

Im Garten der Familie Barbi befindet sich an einem großen Mostbirnbaum  (derzeit) ein Marienbild (mit Jesukind) angebracht. 
Durch Blitzeinschlag und Witterung zerstört, wurden die Bilder (verschiedene Motiven so vorhanden) immer wieder ausgetauscht.
Frau Hermine Barbi teilte mir mit, dass um die Jahrhundertwende (Ende 1800 oder Anfang 1900, so von ihrer Großmutter erzählt) durch ein Hochwasser hier ein Boot mit zwei Insassen gekentert sei und diese zwei Männer hier ertrunken sind. Damals floß die Donau in Mäandern sehr nahe am Ort vorbei!
Am Anfang wurde zur Erinnerung hier ein Mariahilf-Bild angebracht!
1999 wurde das vorhandene Bild in einem Aluminiumrahmen unter Glas gegeben.
Madonna mit dem Christusknaben (von Franz Defregger, * 30. April 1835 in Eberhof bei Stronach/Tirol, † 2. Jänner 1921 in München) ist in Kopie angebracht.

Freiningauer-Marterl

Neben dem Haus Schärfinger (Nr. 3) in Freiningau, befindet sich ein Marterl mit der Jahreszahl 1907 versehen.
In früherer Zeit ging die Bevölkerung von hier weg zur Wallfahrt nach Maria Steinparz.
Frau Theresia Schärfinger berichtete (mir), dass sich vor dem Marterlbau die Wallfahrer/Innen immer beim damaligen Gasthaus Schwarz getroffen hatten, wo rechts davon, gut sichtbar sich ein Misthaufen befand!
Herr Franz Eger (im Ersten Weltkrieg gefallen) und Herr Alois Höllmüller (1962 verstorben) war dies immer ein „Dorn im Auge“! Es wurde also beschlossen, (an der jetzigen Stelle) ein Marterl zu errichten.
Im Giebel sieht man ein „Auge Gottes“ und folgenden Spruch: An Gottes Segen ist alles gelegen. Unterhalb vom Gesimse ist  19    Gelobt sei Jesus Christus   07 angebracht.
Im Inneren als Hauptbildnis eine Herz-Marien Abbildung, l. ein Herz-Jesu Bild und r., eine zum Himmel aufschauende Maria. Vor dem Hauptbild eine Muttergottesstatue.
Renoviert: 1987.
Da auch dieses Marterl als Kreuzstöckl benannt  ist (als viertes in der Gemeinde! welches ich beschrieben hatte), so wird es in meinen weiteren Beschreibungen ab nun als Freiningauer Marterl Erwähnung finden!

Freiningauer-Marienbild
(neu)

Seit Mitte August 2006 befindet sich an einem großen Mostbirnenbaum, welcher der Fam. Sommer gehört, ein neues Marienbildnis angebracht. Dieses, schon etwas näher zur Ortstafel Freiningau (aus Neuwinden kommend gesehen) angebrachte Flurdenkmal (Bild), war ebenso wie das Material, eine Spende der Familie Göschl.
Herr Ehrenfried Fallmann zimmerte die hölzerne Umrahmung.
Am 15. August (Mariä Himmelfahrt) wird das Bildnis immer bekränzt.

Freiningauer-Marienbild
(alt)

Aus Melk kommend, kurz nach der Ortschaft Neuwinden von der B 1 rechts abbiegend, gewahrte man vor Freiningau, an der rechten Straßenseite (an einem ehemaligen Zwetschkenbaum) ein Marienbild (mit Jesuskind) mit einem tieferen Holzrahmen versehend angebracht.
Jeweils am „Himmelfahrtstag Mariens“ (15. August) wurde dieses Bildnis mit einem kleinem Kränzchen geschmückt.
1996 wurde das alte Bild von der Familie Göschl durch das derzeitige  ersetzt.
Frau Theresia Schärfinger erzählte (mir), dass man früher oft bei einem Ortsanfang ein Heiligenbild angebracht hätte, um so das Böse vom Ort fern zu halten!
Die unmittelbare Umgebung des „Bildbaums“ wird „bei der Selnhoferin“ (war das vielleicht ein Familienname einer ehemaligen Besitzerin) genannt!

Josefi-Kreuz
(neu)

Das alte Josefi-Kreuz wurde seitens der Firma Haider durch Auftrag der Straßenmeisterei Melk an die derzeitige Stelle versetzt, welche zur KG Freiningau gehörig ist.
Am Samstag den 17. März 2007 wurde um 16 Uhr bei sehr kühlem und windigen Wetter dieses Flurdenkmal durch den Stadtpfarrer von Melk, Pater Leo Fürst und dem Moderator der Pfarre Zelking P. Mag. Lukas Roitner vor zahlreich erschienenen Personen feierlich gesegnet.
Die Dorfgemeinschaft von Freiningau verpflichtet sich, so lt. Herrn Gerhard Ramharter, dass man für die Pflege in unmittelbarer Umgebung dieses sehr schön aussehenden Flurdenkmals aufkommen wird.
Bei der Ansprache vom Bgm. Gerhard Bürg, sprach dieser von 50 (!) Jahren, um welche seitens der Ortsgemeinschaft für die Pflege aufgekommen werden sollte.
Die Bilder (in Acryltechnik) malte Herr …

Josefi-Kreuz
(vor der Versetzung und am neuen Standplatz verputzt)

(*) Im Zuge des Straßenbauvorhabens „Linienstreckung B 1–Neuwinden“ im Bezirk Melk wurde das fast verfallene „Josefsmarterl“ versetzt.
Nach anfänglichen Problemen bezüglich der Zuständigkeit (die Gemeinden Melk, Zelking-Matzleinsdorf sowie das BDA „putzten“ sich ab) und Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen seitens der ÖBB, nahm Herr HR DI Helmut Spannagl und Herr Ing. Michael Schmidt von der Straßenbauabteilung 5, sowie Straßenmeister Herr Friedrich Lehensteiner die Initiative in die Hände und brachten einen für alle Beteiligten akzeptablen Kompromissvorschlag mit einem absolut herzeigbarem Ergebnis zustande.
Die Sanierungsarbeiten für den Bildstock wurden im September 2006 von Mitarbeitern der Straßenmeisterei Melk durchgeführt.
Die fachliche Beratung erfolgte durch die Restauratorin Frau Michaela Hager aus Ybbs an der Donau.
(*) Text seitens der Straßenmeisterei von Stv. Herrn Johann Koch Melk zVg.
Kostenaufstellung: 
(°) Eine Kostenaufstellung erbrachte an Std. für Personal 196 (à 26,11), Bus 84 (à 3,94), Lkw 10 (à 18,14) und JCB 5 (à 10,86), sowie für Materialkosten, Restauration und Versetzung durch die Fa. Haider insgesamt € 8.071,22!
(°) Freundlicherweise durch Straßenmeister Herrn Friedrich Lehensteiner zVg.

 
 
Das Josefi-Kreuz (links) zur Standortversetzung hergerichtet und rechts am heuen Standort frisch verputzt

Josefi-Kreuz
(alt)

Westlich des Ortes Neuwinden befand sich in der Bahndammschräge der aufgelassenen Westbahntrasse, beim ehemaligen Bahnkilometer 87.500 ein aus Ziegelmauerwerk aufgerichteter Bildstock mit Lothringer Kreuz und drei leeren Bildnischen, nur die vierte (zur Straße gerichtete), schmückte einen, schon etwas verwitterten Öldruck mit dem Bild des hl. Josef.
In der Josephinischen Landaufnahme von 1787 ist an dieser Stelle ein Bildstock schon eingetragen. Wenn dies stimmt, traute man sich nicht dieses alte Flurdenkmal zu entfernen und „baute“ dieses in die Trasse ein!
Wurde eventuell dieser heutige Bildstock erst nach der Westbahntrassierung errichtet?
Der Baubeginn der vorerst eingleisigen Trassierung Wien–Linz erfolgte im August 1856 und am 13. Oktober 1858 fuhr die erste Lok (Zugsgarnitur?) in Melk ein.
Aus anderer mündlicher Überlieferung hatte hier ein Unfall stattgefunden, wobei es etliche tote Zugreisende gegeben hätte, daher die Errichtung!
Vermutlich werden wenige BürgerInnen (ohne es irgendwo nachgelesen zu haben) wissen, dass dieser Bildstock Grund- und Bodenmäßig zur Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf gehört.
Rückseitige Ansicht des ehem.Josef-Kreuzes