Diverses

Persönlichkeiten und Annekdoten

 


Erhard Busek (als Jugendlicher) in Zelking

Der ehemalige Vizekanzler und Bundesminister a. D. Dr. Erhard Busek war in seiner Kindheit auch einige Male ein „Zelkinger“.

Mit seinen Eltern besuchte er in der Zeit 1956 bis 1975 die Familie Helfert (das heutige Haus Pöchlarnerstraße 18), welche Freunde der Familie Busek waren.
Meistens wurde laut persönlichem Schreiben des Dr. Busek vom 20. 11. 1992 erwähnt, dass er etliche Wochenende seiner Jugendjahre hier „verbrachte“!


Erhard Busek (Bild: René Prohaska)


Professor Walter Deutsch in Hofstetten

Die Familie Eibl in Hofstetten berichtete, dass unter anderem der bekannte „Volksliederhalter“ Walter Deutsch etliche Sommerwochenende in unserer Gemeinde verbrachte.

In seinem Antwortschreiben steht: Wohl hat meine Frau mit unseren Kindern mehrere Sommer bei den Eibls in Hofstetten verbracht. Ich war aber immer nur Wochenendgast. Habe deshalb kaum echte Beziehung zum Ort und zu den Menschen aufbauen können.   

Der Volksmusikforscher Walter Deutsch (oHProf.), geboren am 29. 4. 1923 in Bozen (Südtirol), ist Gründer und von 1965 bis 1993 Leiter des Institutes für Volksmusikforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst (vormals Hochschule für Musik und darstellende Kunst) Wien. Walter Deutsch ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke, Schriften und Sendungen zur Volksmusik in Österreich. Zwischen 1992 und 1999 war Walter Deutsch Präsident des Österreichischen Volksliedwerkes, seit 1999 ist er dessen Ehrenpräsident. Als Herausgeber der vielbändigen Gesamtausgabe der Volksmusik in Österreich „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ führt er den 1904 festgelegten Gründungsauftrag des Österreichischen Volksliedwerkes weiter, der die Erforschung und Publizierung der traditionellen regionalen Musik Österreichs zum Inhalt hat.



Prof. Walter Deutsch (Bild aus dem Internet)

 

Erich Kunz – in guter Gesellschaft

Der bekannte, am 20. 5. 1909 in Wien geborene und am 8. 9. 1995 ebenda verstorbene Wiener Opern- und Operettenstar Erich Kunz, war während dem Zweiten Weltkrieg in Zelking bei der Familie Schaalhas (heute Zuser, Am Steinla 4) eine Zeitlang in „Kost & Quartier“.
Kunz war ab 1940 Mitglied der Wiener Staatsoper und gehörte dem legendären Mozart-Ensemble der Nachkriegszeit an (Papageno, Figaro, …); er sang auch unter anderem in Bayreuth, Salzburg, London, usw.; auch als Interpret von Wienerliedern war er bekannt.



Erich Kunz (Foto: Haus Hofmannsthal, Wien/Internet)

Peter Alexander Neumayer – ein „Matzleinsdorfer“ Angler
(† 12. Februar 2011 in Wien)

Unter Peter Alexander ist dieser am 30. Juni 1926 geborene Sänger, Schauspieler, Entertainer und Showmaster auch noch den heutigen Generationen bekannt, aber weniger bekannt sein dürfte, dass er ein begeisterter Angler war. Auf dem ehemaligen „Maurerteich“ in Matzleinsdorf („drüber dem Melkfluss“) versuchte sich Herr Neumayer als Angler, ob man ihm oft „Petri Heil“ wünschte und ob er auch wohl Anglerglück gehabt hatte?
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal, 2004, Seite77/78
 
Annekdote

Als Herr Alexander vor vielen Jahren in einem Gasthaus (außerhalb unserer Gemeinde) sein Mittagsmahl einnahm, wurde er von einem Gast (Fan?) mit folgenden Worten belästigt: Können Sie mir nicht ein Lied singen? Dieser entnahm aus der Rocktasche eine 1-Schilling-Münze und gab ihm diese, wobei er meinte: Schmeißen Sie die Münze in den Spielautomat und suchen sie sich ein Lied von mir aus! So hatte er seine Ruhe vor dem aufdringlichen Gast.
 
 


Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer (Internet)

 
 

Hertha Feiler (als Kleinkind) in Zelking
* 3. August 1916, Wien
  1. November 1970, München
 
 

Bild von Frau Feiler aus dem Internet


Frau Johanna Grafenberger, geborene Stark, wohnte einstmals in Zelking und hatte das jetzige Gasthaus Schaider geführt. Eine sehr lustige Anekdote teilte mir die inzwischen Verstorbene, wie es ihre Mutter öfters erzählt hatte, brieflich (1993) so mit: Hertha war ein schönes Wiener Kind. Sie verbrachte ihre Sommerferien mit ihrer Großmutter in Zelking.

So hübsch die kleine war, so wild konnte sie sich benehmen!
Eines Tages hörte meine Mutter ein Kind wie am Spieß schreien, Männer fluchen und das Gezetter einer verzweifelten Oma. Was war geschehen?
Klein Herthalein lag mitten in der Straßenkreuzung (es gab damals wenig Verkehr und es war auch eine schmälere Schotterstraße!), strampelte und schrie was sie nur konnte. Zwei Fuhrwerke (Pferde und Leiterwägen), einer aus Richtung Melk und der andere aus Richtung St. Leonhard kommend, konnten hier nicht mehr weiterfahren. Die Oma von Hertha Feiler konnte trotzt ihren verzweifelten Bemühungen die Kleine nicht wegschaffen. Meine Mutter erboste sich sehr und meinte, wenn das Kind ihr gehörte, würde sie ihr den Hintern verhauen.
Siehe da, der Retter nahte!
Ein beherzter Bauer mit einer Fuhre Mist auf dem Wagen geladen, kam aus der dritten Richtung (der heutigen Pöchlarnerstraße) auf diese Kreuzung zugefahren. Er fuhr sehr knapp an das Kind heran, hob die Peitsche und schnalzte damit so kräftig, dass das Kind derart erschrak, aufsprang und wie von Furien gejagt davon gelaufen ist!
Leider habe ich dieses lustige Ereignis erst viele Jahre nach dem Tod von Frau Hertha Feiler mitgeteilt bekommen. Auch ein Schreiben an Herrn Heinz Rühmann brachte nichts, da er sich an keiner eventuellen Erzählung seitens von Frau Feiler betreffs dieser Anekdote erinnern konnte (ob sie sich an das damalige „Ereignis“ überhaupt erinnert hätte?).

Diese Begebenheit hat sich tatsächlich damals abgespielt, denn (wiederum eine) ehemalige Zelkingerin, Frau Aloisia Gruber-Ertel teilte mir mit, dass ihre Mutter (für sie) das Gitterbett in dem die kleine Hertha  schlief, gekauft hatte.


Erinnerung an obigen Fall von Frau Aloisia Gruber-Ertel.
Der Fall Feiler: Ich Erinnere mich (als ich schon etwas größer war), da sagte meine Mutter einmal zu mir, daß ich und mein 2½ Jahre jüngerer Bruder Franz im Gitterbett der Hertha Feiler gelegen hätten. Meine Eltern haben das Gitterbett der Hertha Feiler von deren Mutter gekauft oder geschenkt bekommen
das weiß ich nicht mehr genau. Die Mutter der Feiler war jedenfalls mit dem Kind Hertha zu dieser Zeit immer als Sommergast in Zelking (*). Von einem Vater weiß ich nichts. Ich glaube mich jedoch daran zu erinnern, daß meine Mutter sagte, daß Frau Feiler mit ihrer Tochter Hertha ständig auf der Straße geschimpft hätte. Warum das so war, weiß ich leider nicht (aus einem Schreiben vom September 1993 entnommen).

Hertha Feiler, war eine 1916 Geborene (verstorben 1970) und wollte ursprünglich Pianistin werden.

Eine Sehnenscheidenentzündung aber zwang sie nach einer anderen künstlerischen Betätigung umzusehen und so wurde die Schauspielerei ihr Beruf.
Ihr Filmdebüt war 1937 mit dem Film „Liebling der Matrosen“. In Heinz Rühmanns Regiedebüt „Lauter Lügen“ (1939) wo Hertha Feiler mitwirkte, „funkte“ es (sie wurde die zweite Gattin von Rühmann), die mit der Heirat im selben Jahr endete.
Mittwoch, 28. März 1945: Der Film „Der Engel mit dem Saitenspiel“ hat im Apollo-Kino Premiere. Hauptdarsteller sind Hans Söhnker, Susanne von Almassy und Hertha Feiler. Die Regie – damals Spielleitung genannt – hatte Heinz Rühmann.
1968 drehte Frau Feiler mit ihrem Gatten den letzten Film („Die Ente klingelt um halb acht“), bevor sie sich auf Grund einer Krebserkrankung vom Filmgeschäft zurückzog.



Heinz Rühmann
Briefmarke Deutschland (für die Wohlfahrtspflege) 2000


(* Bis weit in die 1970er Jahre hinein war Zelking ein sehr berühmter Sommerfrischeort!)
Es befanden sich vermutlich schon um die Jahrhundertwende nicht nur Wiener und Wienerinnen zur Erholung hier. In einer um 1930 erschienenen Werbebroschüre steht unter anderem dieser Satz darin: Zelking zählt infolge seiner entzückenden Lage und der bequemen Verbindung nach Wien zu den meist besuchten Sommerfrischen Niederösterreichs.
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal, 2004, Seite 7
Professor Peter Weck – ein „Zelkinger“ Sängerknabe

Unter anderem war auch der jetzige Professor (Verleihung des Titels 1980) Peter Weck (geboren am 12. August 1930) in seiner Schülerzeit bei den Wiener Sängerknaben.

Laut eines Antwortschreibens vom Mai 1997 an mich, verbrachte der Heranwachsende die Sommerzeit 1944 in Zelking. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg waren die Sängerknaben eine Zeit lang während des Krieges im ehemaligen Sommerfrischeort Zelking einquartiert. Um sich den Lebensunterhalt „aufzubessern“, wurden Konzerte, so unter anderem auch in unserer Pfarrkirche, abgehalten.

Nach Frau Hedwig Strauß, war damals Herr Weck schon im Stimmbruch und konnte nur mehr als Begleiter der anderen Knaben eingesetzt werden. Er wohnte nicht im „Erholungsheim“, sondern in der „Fledermausvilla“ – heute Haus der Familie Fischer, Mankerstraße Nr. 8  (nach Frau Friederike Starzer stimmt das nicht).

Als Professor Weck bei einem „Turnier auf der Schallaburg“ 1996 („Gegnerin“ war Frau Christiane Hörbiger) anwesend gewesen ist, besuchte ich diese Veranstaltung. Vor dem „Kampf der Giganten“ befand sich unter anderem auch Herr Weck in der Schlosstaverne.


Vor  dem „Kampf“ (in der Schlosstaverne) bei einem gemütlichen Beisammensein; links Prof. Weck,
Christiane Hörbiger, Willy Kralik, Jenny Pippal, der Geschäftsführer Franz Strohmeier (und der Klavierspieler)
Im Hintergrund Bilder von Prominenten Besucherinnen und Besuchern der Schallaburg.
Mehr über das „Turnier auf der Schallaburg“ unter Geschichte Rückblicke

Als ich ihm eine Ansichtskarte von 1994 mit der Ortschaft Zelking zeigte und fragte, ob er sich noch an den Ort erinnert, bejahte er dies.


Die damalige Vorlage“ (Teilansicht vom Ort Zelking, 1994)
Nofa Ges. m. b. H., Fotodesign, 4085 Waldkirchen 2


Auf meine Bitte hin, wurden einige Zeilen (durch den Sekretär) an mich geschrieben. Fotos aus dieser Zeit gibt es – laut Auskunft von Herrn Weck, keine (aber es bereichert trotzdem unsere Ortsgeschichte).

Frau Antonia Neuhauser erzählte mir (am 28. Juli 2004) unter anderem, dass aus den damals nicht gespritzten und ohne „Kunstdünger“ (Mineraldünger) herangewachsenen Rüben, die Blätter (welche man an die Sängerknaben abgab), für diese dann zu „Spinat“ verarbeitet und auch verspeist wurden!
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal, 2004, Seite 76

 


Prof. Peter Weck 2008 (Internet)


Schaider’s „Weißwürste“



„Weißwurstwappen“


Vorab möchte ich mitteilen, dass es keine Weißwürste – wie „Bayernkenner hiermit bestätigen würden“ sind!
Wie der Name „Weißwurst“ entstand, erzählte mir der ehemalige Gastwirt und Fleischhauermeister Josef Schaider (berichtigt 2004 durch Herbert Schaider) Jahre nach der „Entstehungsgeschichte“ (wie ich es noch in Erinnerung behalten habe) mir etwa so: Es war um 1950, als Herr Hans Wolferseder gerade zurecht gekommen ist wie der Herr Schaider eine ungeselchte (!) „Knacker“ aus der Sudpfanne nehmend verkostete (früher wurde „nach Hausfrauenart“ gewürzt – heute wird alles abgewogen). Sollte dem Brat „etwas fehlen“ wurde per Hand einfach nachgewürzt und das ganze Brat dann in Naturdärme abgefüllt und alles auf einmal gekocht. Herr Wolferseder wollte auch so eine „Weiße Wurst“ – und erhielt auch eine. Am nächsten Tag kam Herr Wolferseder mit einigen Hungrigen und durch das (noch) helle Äußere – ähnlich der echten Weißwurst, dürfte einem der Gäste der Name „Weißwurst“ eingefallen sein. Bis zum heutigen Tage, blieb beim Verspeisen dieser Würste (an einen Donnerstagvormittag) im „Volksmund“ der Name erhalten: „Gehen wir zum Schaider Weißwürste essen!
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal, 2004, Seite 77

Die letzte Gräfin im Melktal


Eigentlich müsste es „Die letzten zwei Gräfinnen im Melktal“ heißen, da auch Frau Maria Bauer als Schwester, wohnhaft in Zelking/Gassen eine geborene „von Heussenstamm“ ist!

… lebt heute im alten – zum Schloss gehörenden, ehemaligen Amtsgebäude in Matzleinsdorf (Arrest und Archiv bis 1848) und trägt den Namen eines alten deutschen Adelsgeschlechtes, gleichlautend mit der Burg und Schloss Heusenstamm (nur mit einem s geschrieben!) bei Frankfurt am Main gelegen. Im 16. Jh. verlegten die Heusenstamm ihren Wohnsitz nach Österreich.

 

Gräfin Elisabeth Heussenstamm und Bruno


Zwei „Hunde-Anekdoten“ welche von Gräfin Elisabeth Heussenstamm folgend niedergeschrieben wurden: Nachdem mein Vater vor dem Zweiten Weltkrieg einen von ihm sehr geliebten Jagdhund mit Namen Bruno besaß, wollten wir ihm eine Freude bereiten, dass er nach seiner Heimkehr aus der russischen Gefangenschaft – wieder einen „Bruno“ vorfindet und so holten wir aus Geigenberg, vom (bekannten) Jagdschriftsteller Friedrich Freiherr von Gagern (Denkmal in St. Leonhard am Forst), das „Ebenbild“ von Bruno I. Dieser Hund war ein selten intelligentes Tier und wurde dann auch für die Jagd ausgebildet.
Leider kam mein Vater nie mehr zurück und so musste sich der Hund damit begnügen, mit mir ein paarmal im Jahr auf die Jagd zu gehen. So passierte anlässlich einer Treibjagd folgendes: Etwa 20 Meter von mir entfernt stand der Jäger Josef Schaider sen. aus Zelking mit seinem Hund. Schaider hatte bereits einen Hasen geschossen, welcher nun hinter ihm und seinem Hund am Boden lag.
Bruno war ganz brav neben mir,
doch auf einmal traue ich meinen Augen nicht, da schleicht Bruno ganz leise davon, holt sich den „Schaiderhasen“ und legt ihn mir vor die Füße. Noch heute sehe ich den Blick Bruno’s wie er sich vor mich hinsetzte und mich mit großen Augen anstarrte – da konnte ich nicht mehr mit ihm schimpfen, denn es sah so aus, als würde er mir sagen: „Frauli, du sollst auch einen Hasen haben“!

Heute, kann ich mich nicht mehr erinnern, wie wir damals dem Hund folgendes beigebracht hatten, denn Tatsache ist jedoch, wir haben in der Früh das Tor aufgemacht und zu Bruno gesagt, dass er nach Zelking, zum damaligen Verwalter Franz Limmer gehen soll. Gesagt getan. 20 Minuten später rief mich der Verwalter an und teilte mir mit, dass der Hund bei ihm sei. Sie gingen zusammen in den Wald und zu Mittag setzte der Verwalter Bruno in den Bus und schickte ihn so wieder nach Hause.
Vom Fenster aus sahen wir den vorbeifahrenden Bus und Bruno ganz stolz neben dem Chauffeur sitzend. Nach ca. fünf Minuten kam er dann zum Haus. Wenn die Haustüre geschlossen war, sagte man zu ihm: „Gehe rund herum und beim Tor herein“ worauf er sich umdrehte und (tatsächlich) beim Tor herein gekommen ist! Manchmal waren Leute auf der Straße, die nicht glauben konnten, dass er dies verstand.
Ja, so war unser Bruno, …
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal, 2004, Seite 76/77

Anekdote über die Entstehung dieses Fotos

Die beiden blutjungen Damen Hildegard König (verehelichte Gruber aus Zelking,  Ortsteil Gassen, links) und ihre (Jahre spätere) Schwägerin Maria (Dvorack), damals in Rotenbuch (bei Neulengbach) wohnhaft, wollten sich gegen Ende 1948 bei einem Fotografen in Neulengbach fotografieren lassen (die Eltern wussten nichts von dieser „Aktion“).
Nur fehlte es am nötigen Geld!
Nachdem die Fotos fertig waren, kam ein Schreiben an mit der Bitte, die Bilder abzuholen – nun war aber guter Rat teuer!
Wie bezahlen wir diese Bilder?

Marias Eltern hatten viele Hühner und so wurden wochenlang Eier eingesammelt (bis die Kaufsumme beieinander war). Als sie eine große Tasche voll Eier (Hildegard konnte nichts dazu beitragen, da ihre Mutter aufs einsammeln der Eier sehr bedacht war und außerdem wenige Hühner besaß) beisammen hatte, ging man zum Herrn Zinsler (ein damals reicher Gutsbesitzer. Er soll sich bei dem Anblick der vielen Eier freudig die Hände gerieben haben, so laut Erinnerung und gefragt haben ob die Eier frisch seien, was bejaht wurde), der die (teilweise nicht mehr frischen) Eier kaufte (bei diesem „Verkaufsdiel“ musste aber ihre Schwägerin Hildegard herhalten). 

Der Erlös vom „Eierverkauf“ reichte schließlich, sodass die Fotos endlich „ausgelöst“ werden konnten. Mit den übrig geblieben drei Schilling wurden bei einem Konditor Bruchschnitten erstanden, welche im Nu verzehrt wurden. Der Durst (für ein Getränk reichte der Rest des Geldes nicht mehr) wurde an einem Gewässer eines Baches gestillt.

Den Eltern teilte man mit, dass jeweils die „andere“ die zwei Bilder bezahlt hätte. Die Mutter von Frau Gruber lobte damals deswegen ihre „brave“ Tochter.
So endete (glücklich) dieses „Abenteuer“.




(Links) Hildegard Gruber, geborene König mit ihrer späteren Schwägerin Maria Dvorack

PS: Frau Gruber meinte zum Bild: Man sehe ihr die Unannehmlichkeit (wegen der unsicheren Bezahlung) am Gesichtsausdruck an.