Diverses

Wir „tanzten“ etwas aus der Reihe

 
Gesang

Prof. Mag. Gretl Stürmer
(Chorleiterin)



Frau Stürmer (* 20. November 1915, † 5. März 1984) mit einer Meise auf der Hand

 


Eine langjährige „Zelkingerin“ war die aus Wien gebürtige Gretl Stürmer, welche am 20. November 1915 das Licht der Welt erblickte. Schon als kleines Kind kam sie mit ihren Eltern in den Sommermonaten und allen Ferien nach Zelking. Stürmer gründete 1948 die „Wiener Singgemeinschaft“ und war lange Zeit auch deren Leiterin. Sie war Trägerin des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (verliehen am 4. Jänner 1973) und der Dr.-Josef-Pommer-Medaille für besondere Verdienste in der Volksliedpflege.

Adventsingen begeisterte Besucher: Am 7. Dezember 1975 veranstaltete die WSG (Wiener Singgemeinschaft) unter der Leitung von Frau Prof. Stürmer ein Adventsingen in der Pfarrkirche, welches hervorragend dargeboten wurde.
Auch als Chorleiterin des örtlichen Kirchenchors, brachte Frau Stürmer diesen auf hohem Niveau.
Nach langer Krankheit verstarb Frau Stürmer am 5. März 1984 in Zelking und wurde am 10. März in unserem Friedhof beigesetzt.
Das für Begräbnisse geeignete Lied: „Alle Lichter löschen aus“ stammt aus der Feder (und dem Nachlass) Gretl Stürmers!
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal 2004, Seite 139



Notenblatt (Kopie): Alle Lichter löschen aus

(*) Am 5. März 1984 verstarb in Zelking (NÖ) Prof. Mag. Gretl Stürmer. Seit vielen Jahren Mitarbeiterin der Volksliedwerke für Niederösterreich und Wien, seit 1973 Vorstandsmitglied im Wiener Volksliedwerk, hat sie sich besonders als Gründerin und Leiterin der „Wiener Singgemeinschaft“ (WSG) große Verdienste um die Volksliedpflege erworben.


Die WSG gemeinsam mit Mitgliedern des Zelkinger Kirchenchores,
Pfarrer KR (Konsistorialrat) Edmund Warchol und Ministranten
nach dem Gedenksingen für die WSG-Gründerin
, Frau Prof. Mag. Gretl Stürmer im Frühjahr 1998
(Hier sieht man noch das
Speisgitter und die Ewiglichtampel)

Sie war Trägerin des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und der Dr.-Josef-Pommer-Medaille für besondere Verdienste um die Volksliedpflege. Unter den Titel „Erinnerungen an Gretl Stürmer“ hat die Wiener Singgemeinschaft eine Gedenkschrift für diese gleichermaßen bedeutenden wie liebenswerte Persönlichkeit herausgebracht. Musikerzieherin mit Leib und Seele, in Beruf und Freizeit, gehörte sie zu den „Stillen“ im Lande, die durch ihr stetiges, von innerer Überzeugung getragenes Wirken, viele Menschen zum Singen und zur Beschäftigung mit dem Volkslied angeregt haben. In ihrer Singgemeinschaft wurde nicht zuletzt Walter Deutsch, heute Leiter des Instituts für Volksmusikforschung an der Wiener Musikhochschule, zur bewußten Beschäftigung mit der österreichischen Volksmusik veranlaßt. Das Österreichische Volksliedwerk wird dieser bedeutenden Volksmusikpädagogin stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Gerlinde  Haid
(*) Entnommen aus: Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes 34 (1985), Seite 128 (freundlicherweise von Fr. Dr. Gerlinde Haid zVg)


Literatur 

Hans Breĉka
(Schriftsteller)

 

Herr BreĉkaStiftegger


Noch so manchen in Zelking ist der Name Hans Bre
ĉka, geläufig. Am 2. Jänner 1885 erblickte er in Wien das Licht der Welt. Breĉka war langjährig in Zelking ansässig. Sein Todestag ist der 8. Oktober 1954. Im örtlichen Friedhof ruhen seine sterblichen Überreste.
Der Name Stiftegger wurde von Breĉka in Anlehnung an die von ihm sehr verehrten Dichter Adalbert Stifter und Peter Rosegger gewählt.
Er war unter anderem Erzähler (Mundartdichter – zum Besispiel „Heimreise ins Weinland“ stammt von ihm), Theaterkritiker und Redakteur.
„Unter den Fahnen des Prinzen Eugen“ (1912), „Dorngekröntes Heldentum“ (1916), insbesonders aber „Geliebte Scholle“ (1930) und „Der Pflug im Ackerfeld“ (1947) sind zu nennen, in denen das bäuerliche Leben beschrieben wird. Von ihm wurde auch das  Bühnenstück „Die Rax“ (1921) verfasst, konnte sich aber auf der Bühne nicht behaupten. In seinen einfühlenden Naturschilderungen und in seiner sorgfältigen Sprachbehandlung kam er seinen Vorbildern sehr nahe. In zwei Sendereihen brachte der ORF „Aus ganzer Seele“ und „Am Gartenzaun“.
Nagl-Zeidler hob Stiftegger rühmend hervor, dass er das Amt als Theaterkritiker ohne Seitenblicke nach links oder rechts versehen hatte.
Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal 2004, Seite 139


 



Geschenk von Frau Margarethe Schindlegger († 2007)

 
Hans Stiftegger (eigentlich Breĉka, geboren 1885, gestorben 1954), in Zelking ansäßig gewesen, orientierte sich, wie sein Deckname andeutet, an Stifter und Rosegger. Seine Erzählungen („Geliebte Scholle“, 1930, „Der Pflug im Ackerfeld“, 1947) kreisen um das bäuerliche Leben in Niederösterreich. In der einfühlenden Naturschilderung und in der sorgfältigen Sprachbehandlung kam er seinen Vorbildern sehr nahe. Das Volksstück „Die Rax“ (1921) konnte sich auf der Bühne nicht behaupten.
(Entnommen aus: J. Twaroch, Literatur aus Niederösterreich (Von Frau Ava bis Helmut Zenker) ein Handbuch, 1. Auflage 1984, Seite 83)

 

Musik

Josef Lassletzberger
(Militärkapellmeister)




Kapellmeister Josef Lassletzberger
(Bild von Frau Auguste Lassletzberger zur Verfügung gestellt)
 
Laut Auskunft von Angehörigen wurde früher der Name Lassletzberger mit einem „ß“ geschrieben, aber um/nach 1938 wegen Erbangelegenheiten seitens des „Amtsschimmels“ dann auf „ss“ geändert!
Geboren wurde Josef Lassletzberger am 30. September 1862 in Zelking, wo er am 8. Juni 1939 auch für immer die Augen schloss. Seit der Formierung vom Regiment Nr. „84“ war Lassletzberger dabei. Sein Lehrer war Karl Komzák (*), welcher ihn maßgeblich förderte und ihn auch zu seinem Stellvertreter machte. In Wien war Lassletzberger kurze Zeit Musikschuldirektor; 1896 nahm er beim 100. Infanterieregiment die Kapellmeisterstelle an. Mit Engelbert Sitter „tauschte“ er das Regiment und wurde musikalischer Leiter der „84er“-Kapelle. Es gab auch einen Amerikaaufenthalt und bereits 1910 findet man Lassletzberger als Kapellmeister bei den „41ern“.
Die bekanntesten Märsche sind: Kreuz und Quer sowie auch  Für Österreichs Ehr’. Dieser Marsch wurde immer zum Schluß der ORF Sendung „Wer A sagt“ (mit Peter Rapp) gespielt. Weitere Märsche sind: Piff! Paff! Puff! und der Kriegsmarsch 1916 (41er Regimentsmarsch).


Ruhestätte von Militärkapellmeister Josef Lassletzberger (aufgenommen1993)
† 8. 6. 1939
Träger des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, …
 

Im Ortsfriedhof seiner Heimatgemeinde befindet sich auch seine Grablegung mit Grabstein, welcher an einen weiteren, von den jungen Generationen unbekannt gebliebenen Zelkinger, erinnert!

Erstveröffentlichung in: Sagenhaftes Melktal 2004, Seite 139

Weitere, von Josef Lassletzberger komponierte Märsche: Rogulic Marsch, Horsetzky Marsch und 3er Dragoner-Marsch (Internet).

(*) Karl Komzák (* 8. November 1850 in Prag; † 23. April 1905 in Baden bei Wien) war ein österreich-tschechischer Komponist Wikipedia.org

Graphische Kunst
 

Anton Funiak  – der „Malende Fotograf“

Ich über mich

In meiner Jugend war das Interesse am Malen und in der Fotografie schon sehr groß. Habe mich intensiv für die Fotografie und dann insbesonders für die digitale Bildbearbeitung eingebracht.
Meine Devise ist, die Fotografie als Kunst eines schönen Bildes zu gestalten.
Durch Nationale und Internationale Auszeichnung und Pokale wurde mein Schaffen anerkannt.
Austellung hatte ich unter anderem in St. Pölten, Melk, Mank, Loosdorf, St. Leonhard am Forst und bei den Malertagen in der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf
(2000, 2003 und 2007)

Der Künstler mit einer Auszeichnung (Bild zur Verfügung getellt)

Neben seinem Hobby Malen und Zeichnen (in diversen Techniken), übt Herr Funiak das professionelle Fotografieren für die verschiedensten Anlässen – wie Taufen, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern usw. aus. Im eigenen Studio (im Ortsteil Mösel) werden auch Passfotos hergestellt. Künstlerisch gestaltete Fotos und Bilder können erworben werden.

Der Hobbykünstler bei seiner liebsten Beschäftigung!

Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen künden von seiner Schaffenskraft – nicht nur in seiner Heimatgemeinde.

Adresse:
Anton Funiak
Mösel 32   
A-3393 Matzleinsdorf
Tel.: 02752/ 544 13

Der „Malende Fotograf“mit Gattin

Kurzbeschreibung des Hobbykünstlers in: Herbert Trautsamwieser. Der Nibelungengau. Geschichte und Gegenwart. © Copyright 2004 by Malek-Verlag, Krems. Seite 199